«Hätte niemand von uns erwartet»
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Forte über Winti-Aufwind:«Hätte niemand von uns erwartet»

Verrückte Ostern im Keller
Winti-Trainer Forte versteckt Eier, GC-Abrashi sich selbst

Sollen sich jetzt Spieler oder Ostereier verstecken? Wars Schach oder Pingpong? Fragen über Fragen. Gewiss ist nur: Winterthur macht die halbe Liga nervös.
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Amir Abrashi ist nach der 0:1-Niederlage so richtig enttäuscht.
Foto: freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Winterthur gewinnt überraschend gegen GC und nähert sich dem Barrageplatz
  • Trainer Uli Forte lobt die Stabilität seines Teams
  • Über 10'000 Fans im Letzigrund, davon 2200 in der Gästekurve
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Alain KunzReporter Fussball

Die Super-League-Tabelle am 30. März: Winterthur liegt sieben Punkte hinter dem Barrageplatz und zwölf hinter dem direktrettenden Ufer. Vier Spiele und eine Serie von zehn Zählern in dieser Periode später: Winti liegt noch drei Pünktchen hinter dem Barrageplatz und Stand Ostersonntag ebenso viele hinter dem Zehnten. Der Wahnsinn in Rotweiss. Alles möglich. Aber auch wirklich alles.

Denn nun gewinnt der lange Zeit designierte Absteiger plötzlich Spiele, die man noch im März garantiert verloren hätte. Spiele, die der Gegner nie verlieren darf. So geschehen in Sion, als Winti aus dem Nichts ein 2:1 abstaubt. So geschehen am Karsamstag im stimmungsvollen Letzigrund, als der FCW einen Dreier einfährt, den eigentlich die Hoppers hätten für sich verbuchen müssen.

Womit das Thema direkter Abstieg für GC wohl vom Tisch gewesen wäre. Nun ist alles wieder anders. «Wir haben zu Beginn meiner Zeit hier sehr gute Spiele gehabt, uns aber am Ende die Butter vom Brot nehmen lassen», sagt Winterthur-Coach Uli Forte. «Jetzt sind wir stabiler, ziehen es durch. Dass es aber gerade so läuft, das hat man nicht erwarten dürfen.»

Abrashi wieder nur Ersatz

GC-Coach Tomas Oral andererseits ist bedient: «Man hat gespürt, dass der Gegner mehr zu verlieren hatte als wir. Das hat sich bei uns in den Köpfen festgesetzt. Und dann wirft man nicht alles rein. So wie es sich gehört in solchen Situationen. Das ist dann umso bitterer.» 

Auch für Amir Abrashi. Der eigentliche GC-Captain war zum vierten Mal in Folge Reservist, macht daraus aber keine Staatsaffäre, weil man zuletzt ohne ihn zweimal gewonnen habe. «Es geht nicht um mich, sondern um GC. Doch nun sind die Ostern beschissen. Für uns, für die Fans. Das werden zwei, drei Tage, an denen man sich am besten versteckt.» Spieler statt Eier. Mal was Neues.

Starke Kulisse, schwaches Spiel

An der Tradition hält hingegen der siegreiche Coach fest: «Ich werde sicher ein paar Ostereier verstecken. Unser Kleiner ist auch schon im Fieber. Deshalb werden es lustige Ostern.» Und seine Spieler werden einen freien Kopf haben und zwei freie Tage geniessen dürfen. Das Spiel selbst wird nicht in die Annalen des Fussballs eingehen. Schon gar nicht in jene des schönen Fussballs.

Abstiegssumpf pur trotz über 10’000 Fans, davon 2200 in der Gästekurve. Stark, Winti! Im Letzigrund ist am Karsamstag aussergewöhnlich viel los. Nur auf dem Spielfeld lange Zeit nichts. Oral bezeichnet es als Pingpong. Und in diesem Pingpong-Spiel verpasst Bojang die GC-Führung Ende erste Hälfte kläglich. Kaum ist aber die Pause vorbei, klingelts.

Persson-Fehler, Meyer-Fehler. So erreicht der Di-Giusto-Pass Burkart, der ins weite Eck trifft. Winti führt. Und bringt das 1:0 mit einer Mann-und-Maus-Verteidigungsstrategie über die Zeit. Forte nennt es eine «Schachbrett-Auseinandersetzung.» Er ist schon ein kleiner Rhetorik-Weltmeister, der Uli ...

Winti-Medienchef gönnt sich einen Forte

Diese Auseinandersetzung gestaltet er siegreich. Auch weil der Koloss aus, nein, nicht Rhodos, sondern Piräus, den Elfer von Giotto Morandi hält. Winti-Keeper Stefanos Kapino wird zum Helden einer heroischen Abwehrschlacht, die nun die halbe Liga «stigelisinnig» macht. Zumindest GC, Yverdon und Sion. Denn für all diese Teams ist nun der direkte Abstieg wieder ein seriöses Thema. Uli Forte sei Dank.

Apropos Forte. Als sich Winti-Legende und Kommunikationschef Andreas Mösli nach der Pressekonferenz einen Nespresso einschenkt, bemerkt er, was auf der Kapsel steht: Forte. «Ich trinke also einen Forte-Kaffee.» Sagts, lacht, und dreht gleich einen kleinen Videohappen dazu. Wohl irgendwo und irgendwann auf seinem Account oder jenem des FCW zu finden. In Winterthur wird wieder gelacht.

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