Unheimliche Parallelen zu 2022
Sieben Dinge erinnern beim FCZ an den Sensations-Titel

Der FCZ grüsst nach dem ersten Viertel der Saison von der Tabellenspitze. Gleich mehrere Punkte erinnern an die sensationelle Meistersaison 2021/22.
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in nur einem Jahr zum Zürcher Helden: Mit Trainer André Breitenreiter wurde der FCZ 2022 Schweizer Meister.
Foto: imago/Geisser
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Pascal RuckstuhlSport-Desk-Reporter

André Breitenreiter (51) und Ricardo Moniz (60) sind zwei komplett unterschiedliche Typen, doch die beiden haben eines gemeinsam: Sie haben als FCZ-Trainer ein Team auf die Beine gestellt, das von der Tabellenspitze grüsst. Der erneute Höhenflug mag überraschend kommen, doch er hat seine Gründe. Viele davon weisen Ähnlichkeiten mit der letzten Meistersaison auf. 

Die engen Spiele

In der Saison 2021/22 war es ebenso eine Überraschung, dass der FCZ ganz vorne dabei war. Lange hatte man das Gefühl, dass die Zürcher irgendwann einbrechen würden, weil es immer wieder diese Partien gegeben hatte, in denen der FCZ nicht besser war, am Ende aber dennoch die volle Anzahl Punkte einheimste. So ist es bisher auch in dieser Saison. Das Team von Moniz ist nicht immer besser gewesen als der Gegner, hat die Punkte aber trotzdem geholt.

YB kriselt wieder

Schon in der Meistersaison 20/21 strauchelte Ligakrösus YB. Heuer sogar noch mehr als vor drei Jahren, als die Berner am zehnten Spieltag noch auf dem zweiten Platz lagen. Jetzt sind sie Vorletzter, haben schon zwölf Punkte Rückstand auf den Tabellenführer. Der FCZ war in der Meistersaison zum jetzigen Zeitpunkt auf Platz drei.

Wiedererstarkter Abwehrhüne

Mirlind Kryeziu (27) stieg in der Meistersaison wie Phönix aus der Asche – nach dem Leihende in Kriens war das FCZ-Eigengewächs plötzlich Stammkraft. Doch nach dem Meister-Coup ging die Formkurve so schnell nach unten, wie sie nach oben schoss. Seit dieser Saison ist Kryeziu wieder der Alte. Wie er im Derby gegen GC hinten aufräumte, war Klasse. Vielleicht die beste Saisonleistung von ihm. Ähnlich wie in der Meistersaison: Da wurde er gefühlt mit jedem Spiel noch ein bisschen stärker. 

Keine Doppelbelastung

Auch wenn es Trainer Moniz noch heute nervt, dass sich der FCZ im Sommer nicht für die Conference League qualifiziert hat, kann das langfristig derselbe Vorteil sein, wie ihn die Zürcher in der Saison 21/22 hatten. Auch damals spielte der FCZ nicht europäisch, dessen Konkurrenten aber schon. Durch die erneut fehlende Doppelbelastung können Kräfte eingespart werden.

Team-Zusammenhalt

Hat man Erfolg, ist die Chemie im Team gut. So war es vor zwei Jahren unter Breitenreiter und so ist es auch zu Beginn dieser Saison. Nach all den personellen Wechseln – einige auf der Geschäftsstelle und viele im sportlichen Bereich – hat sich eine Mannschaft gebildet, die füreinander durchs Feuer geht. «Wir sind eine Familie», sagt Stürmer Perea. Kamberi drückt es so aus: «Der Teamspirit ist brutal.»

System

FCZ-Trainer Moniz sagt zwar, er spiele mit fünf Stürmern, doch auf dem Papier ist es das gleiche System, wie es Breitenreiter spielen liess: 3-5-2. Aus dem Meisterteam noch dabei sind Mirlind Kryeziu, Lindrit Kamberi, Yanick Brecher, Bledian Krasniqi, Antonio Marchesano und Zivko Kostadinovic. Diese sechs wissen also, wie man Meister wird.

Trikots

Nichts Sportliches, aber ebenfalls eine sichtbare Parallele: Die Trikots aus dieser Saison sehen fast identisch aus, wie die Not-Trikots in der Meisterschaft, die der FCZ bestellen musste, weil die «normalen» Shirts mitten in der Saison vergriffen waren. Präsident Ancillo Canepa sagte zu Beginn der Saison, dass diese Trikots Erinnerungen wecken würden. Ins Detail ging er nicht. Musste er auch nicht. Es ist klar, was er damit sagen wollte.

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