Darum gehts
- Basel und YB kämpfen mit Problemen, waren bisher sehr instabil
- Thun hat bereits elf Punkte Vorsprung auf den Berner Kantonsrivalen
- Lugano ist das Team der Stunde - und der lachende Fünfte im Meisterrennen?
Schon am kommenden Mittwoch, 14. Januar, geht es mit der Super League weiter. 24 Tage nach den letzten Spielen des Jahres am 21. Dezember. Das war so spät wie noch nie. Und die beiden ersten Spiele 2026 steigen so früh wie noch nie. Sion gegen Winterthur, weil das Spiel am 20. Dezember wegen zahlreicher grippekranker Zürcher nicht hatte stattfinden können. Und Servette gegen Lausanne, weil das Spiel nicht am 17. Dezember ausgetragen werden konnte, weil Lausanne tags darauf in der Conference League gegen die Fiorentina spielte – und 1:0 gewann. Regulär geht es dann am Wochenende in der Liga weiter.
Dass die beiden Spiele vor dem Rückrundenstart steigen, zeigt auf. Der Takt bis zur Fussball-WM, die auch eine Woche länger dauert als die bisherigen Endrunden, ist horrend! Eine englische Woche jagt die andere. Freie Termine? Eigentlich keine.
Ersatz für Hadjam?
Und in diesem Stakkato von 14 Spielen in 12 Wochen – bei YB, Basel und Lausanne kommen mindestens zwei europäische Einsätze dazu – fragt man sich: Wird der neue Meister eine Sensation und Thun oder St. Gallen heissen? Der Oberländer Aufsteiger hat drei Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger St. Gallen, sieben auf das drittplatzierte Lugano. Auf Meister Basel sind es acht, auf Kantonsrivale YB hat Thun bereits elf Zähler Reserve.
Das ist dann nicht nichts in 14 Runden, wenn man so inkonstant ist wie YB. Die Berner müssten die längst überfällige Serie hinlegen, um das Ding noch zu drehen. Zur defensiven Stabilisierung holt man eventuell einen Innenverteidiger. Weil aber Jaouen Hadjam nach seiner Sprunggelenkverletzung rund drei Monate ausfällt, braucht es wohl auch einen neuen hinten links, denn einzig mit den Jungen Smith und Mambwa kommt YB nicht durch. Trotz der baldigen Rückkehr von Edimilson Fernandes sucht YB überdies einen Chef im Mittelfeld.
Magnin brutal unter Druck, egal was der FCB sagt
Was bei YB bereits passiert ist, ist bei Meister Basel gefühlt nicht weit weg – allen Beteuerungen von Sportchef Daniel Stucki zum Trotz: der Trainerwechsel. Unter Ludovic Magnin war Basel bisher inkonstant. In den letzten acht Spielen gabs gerade mal zwei Siege. Ein neuer Stürmer könnte Magnins Rettung sein. Doch der fehlt nach der Absage von Gregoritsch noch. Aber mit vier Stürmertörchen ist kaum jemand Meister geworden.
Lugano ist seit Oktober die Nummer eins
Aufgrund des Momentums scheint Lugano und nicht einer der Giganten am ehesten in der Lage zu sein, einen Meister aus der Ostschweiz oder aus dem Oberland zu verhindern. Die Tessiner waren das beste Team der letzten drei Monate. Besser als Thun!
Der Rest der Liga? Sion, der FCZ, Luzern, Lausanne und Servette balgen sich wohl um den letzten Platz in der Championship Group. Ohne Titelaussicht in der Folge. Der Rest – GC und Winterthur – konzentriert sich auf den Abstiegskampf.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 19 | 16 | 40 | |
2 | FC St. Gallen | 19 | 16 | 37 | |
3 | FC Lugano | 19 | 5 | 33 | |
4 | FC Basel | 19 | 8 | 32 | |
5 | BSC Young Boys | 19 | 0 | 29 | |
6 | FC Sion | 18 | 4 | 27 | |
7 | FC Zürich | 19 | -7 | 24 | |
8 | FC Luzern | 19 | 0 | 21 | |
9 | FC Lausanne-Sport | 18 | 0 | 21 | |
10 | Servette FC | 18 | -6 | 20 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 19 | -9 | 17 | |
12 | FC Winterthur | 18 | -27 | 10 |












