Natürlich sind das unglückliche Umstände, denn in der Arena war alles angerichtet für dieses Flutlichtspiel. Doch wie schon das letzte Aufeinandertreffen wird auch dieses Duell vertagt.
Lange sah der Untergrund trotz garstiger Bedingungen noch bespielbar aus. Dann setzte in der Ostschweiz jedoch heftiges Schneegestöber ein und verwandelte das Grün innert kurzer Zeit in eine weisse Fläche. Obwohl sich beide Teams bereits aufgewärmt hatten, musste Schiedsrichter Lukas Fähndrich kurz vor dem geplanten Anpfiff die Reissleine ziehen: In St. Gallen kann heute nicht gespielt werden. Der Platz ist wegen des Schnees nicht bespielbar.
Die beiden bisherigen Saisonduelle gingen an den FC St.Gallen. Am 02. November nahm die Partie allerdings einen ungewöhnlichen Verlauf: Lugano führte 1:0, ehe das Spiel wegen sintflutartiger Regenfälle abgebrochen werden musste. Das Nachholspiel einige Wochen später kippte dann klar auf Espen-Seite und endete mit einem 3:1-Erfolg. Lugano dürfte das noch im Hinterkopf haben.
Der Schiedsrichter der heutigen Partie ist Lukas Fähndrich. Als Linienrichter im Einsatz sind Stéphane De Almeida und Jonas Erni, während Hüseyin Sanli der vierte Offizielle ist. Sandro Schärer behält als VAR in Volketswil den Überblick.
Auch bei den Gästen aus dem Tessin gibt es im Vergleich zur letzten Partie nur eine Veränderung in der Startelf und auch diese ist verletzungsbedingt. Kevin Behrens hat sich am Oberschenkel verletzt, wie lange er ausfällt, ist noch offen. Für ihn rückt heute Abend Daniel Dos Santos in die Anfangsformation.
Die Aufstellung der Hausherren ist schnell erklärt: Alessandro Vogt fällt mit einem Innenband-Anriss rund drei Wochen aus. Für ihn rückt Aliou Baldé neu in die Startelf und erhält damit die Chance, von Beginn an Akzente zu setzen.
Bei Lugano zeigt die Formkurve ein ständiges Auf und Ab. Mit etwas mehr Konstanz wäre für die Tessiner in dieser Saison definitiv mehr drin gelegen. In den letzten vier Ligaspielen ging es im Wechsel rauf und runter – Sieg, Niederlage, Sieg, Niederlage. Auffällig bleibt zudem die defensive Anfälligkeit: Eine weisse Weste ist Lugano in diesem Jahr noch nicht gelungen. Zuletzt blieb man Ende Dezember beim 3:0 gegen YB ohne Gegentor.
Seit zehn Ligaspielen sind die Espen nun schon ungeschlagen. Eine Serie, die die starke Form der Ostschweizer klar unterstreicht. Fünf Siege und fünf Unentschieden stehen dabei zu Buche, nicht alles glanzvoll, aber definitiv beeindruckend. In St.Gallen läuft derzeit einiges zusammen. Zuletzt setzte man mit dem klaren 3:0-Heimsieg gegen den FCB ein dickes Ausrufezeichen – ein Auftritt mit klarer Ansage.
Mit der heutigen Runde biegt die Liga langsam auf die Zielgerade ein. Noch vier Spieltage, dann wird die Tabelle geteilt. Sowohl der FCSG mit 54 Punkten als auch Lugano mit 49 Zählern haben ihren Platz in der Championship Group bereits auf sicher. Der ganz grosse Angriff auf Thun dürfte für beide kaum mehr realistisch sein, doch nur fünf Punkte trennen die Teams – genug Zündstoff für ein spannendes Duell um Platz zwei.
Der 30. Spieltag der Brack Super League steht vor der Tür. Um 20:30 Uhr empfängt der FC St.Gallen den FC Lugano.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 30 | 38 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 29 | 23 | 54 | |
3 | FC Lugano | 29 | 10 | 49 | |
4 | FC Basel | 30 | 6 | 49 | |
5 | FC Sion | 30 | 9 | 45 | |
6 | BSC Young Boys | 30 | 5 | 45 | |
7 | FC Luzern | 30 | 2 | 36 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 30 | -4 | 36 | |
9 | Servette FC | 30 | -8 | 33 | |
10 | FC Zürich | 30 | -17 | 31 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 30 | -18 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 30 | -46 | 19 |

