Später Triumph für Ex-Sportchef Thomas Bickel
FCZ-Ceesay vom Flop zum Topskorer

Jahrelang erfüllt FCZ-Stürmer Assan Ceesay die Erwartungen nicht. Doch jetzt ruft der Gambier das Potential ab, das Zürichs Ex-Sportchef Thomas Bickel 2018 in ihm sah.
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Assan Ceesay schreibt im FCZ-Jubiläumsspiel Geschichte: Vor 33 Jahren traf letztmals ein Zürcher vierfach in einem Meisterschaftsspiel.
Foto: keystone-sda.ch
Matthias Dubach

Assan Ceesay ist so richtig in Ballerlaune! Der FCZ-Goalgetter macht auch im Trikot der Gambia-Nati dort weiter, wo er in der Super League mit dem Viererpack gegen Sion aufgehört hat. Ceesay skort in zwei Partien eines Mini-Länderturniers dreimal.

Jetzt trifft der Stürmer mit der traumhaften Form am Samstag auf seinen Ex-Klub Lugano. Es ist drei Jahre her, als Zürich den Schlaks im Tessin holt und stolze 2 Millionen Franken hinblättert. Eine Investition, über die selbst die eigenen Fans jahrelang den Kopf schütteln.

Doch was nach drei mageren Jahren kaum noch jemand erwartet, passiert nach der Ankunft des neuen FCZ-Trainers André Breitenreiter: Ceesay zündet den Turbo. In der laufenden Saison blüht der Angreifer so auf, dass er mittlerweile hinter Basels Superknipser Arthur Cabral (11 Tore) mit sieben Treffern die Nummer 2 ist.

Ceesay kam 2018 als Frey-Nachfolger

Der ungeahnte Aufstieg vom Transfer-Flop zum historischen Viererpack-Schützen (letzter im FCZ-Trikot: Ercüment Sahin 1988 in der NLB) – es ist auch ein später Triumph für Ex-Sportchef Thomas Bickel, der heute die Scouting-Abteilung leitet. Und eben 2018 Ceesay als Nachfolger von Michael Frey verpflichtete.

Bickel nimmt die erwachten Knipserqualitäten des Afrikaners natürlich gerne zur Kenntnis. Denn jetzt sie die ganze Liga, was Zürich damals im Lugano-Angreifer sah. Bickel sagt: «Grundsätzlich holt man einen Spieler, wenn man von seiner Qualität überzeugt ist. Eine Garantie, wie er sich danach entwickelt, hat man aber nie.»

Alle Vierfach-Torschützen seit Super-League-Gründung 2003

2021: Assan Ceesay (Zürich)

2021: Arthur Cabral (Basel)

2015: Goran Karanovic (St. Gallen)

2014: Shkelzen Gashi (GC)

2007: Hakan Yakin (YB)

2005: Christian Gimenez (Basel)

2004: Christian Gimenez (Basel)

2004: Richard Nunez (GC)

2004: Stéphane Chapuisat (YB)

2003: Mohamed Kader (Servette)

2021: Assan Ceesay (Zürich)

2021: Arthur Cabral (Basel)

2015: Goran Karanovic (St. Gallen)

2014: Shkelzen Gashi (GC)

2007: Hakan Yakin (YB)

2005: Christian Gimenez (Basel)

2004: Christian Gimenez (Basel)

2004: Richard Nunez (GC)

2004: Stéphane Chapuisat (YB)

2003: Mohamed Kader (Servette)

Ceesay habe sein Potential in den letzten Jahren immer wieder angedeutet, aber nie konstant abrufen können. Bickel betont, dass gerade bei einem sensiblen Spieler wie Ceesay der mentale Bereich und sein Umfeld für Topleistungen stimmen muss.

Das scheint jetzt der Fall zu sein. Bei Ceesay stimmt nun das Paket: Die Erfahrung, das Selbstvertrauen, die richtigen Worte des Trainers und das blinde Verständnis mit den Teamkollegen wie Antonio Marchesano wirken Wunder. Auch gegen Ex-Klub Lugano?

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
24
28
55
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
23
15
42
3
FC Lugano
FC Lugano
24
11
42
4
FC Basel
FC Basel
24
7
39
5
FC Sion
FC Sion
24
8
37
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
24
-3
33
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
24
-2
29
8
FC Zürich
FC Zürich
24
-9
28
9
FC Luzern
FC Luzern
24
-2
27
10
Servette FC
Servette FC
24
-7
26
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
24
-12
20
12
FC Winterthur
FC Winterthur
23
-34
14
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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