Vor einer Woche stand der FC Luzern nach dem Cup-Out mit dem Rücken zur Wand. Zehn Tage später sieht die Welt ganz anders aus. In drei Spielen holten die Zentralschweizer sieben Punkte – und plötzlich ist sogar die Tuchfühlung zu den Top 6 und zur Championship Group wieder da.
«Das ist das Perfide am Fussball. Vor zwei Wochen haben wir noch über ganz andere Themen gesprochen. Deshalb wäre es völlig verfehlt, jetzt von den Top 6 zu träumen», stellt Luzern-Trainer Mario Frick (51) klar. Eine gewisse Erleichterung spüre man angesichts der jüngsten Resultate aber schon, gesteht der Liechtensteiner.
Im Letzigrund schliesst sich der Kreis
Mit dem klaren Sieg gegen den FCZ schliesst sich für den FCL ein Kreis. Im Herbst hatte Luzern gegen denselben Gegner bis zur Schlussviertelstunde 2:0 geführt – und die Partie noch aus der Hand gegeben. Von diesem Moment an lief nichts mehr zusammen. Eine Enttäuschung folgte der nächsten, der Absturz in den Tabellenkeller war die Folge.
Rund 100 Tage – 98 Tage sind es exakt – nach jenem missglückten Auftritt kehrt Luzern in den Letzigrund zurück – und fegt diesmal die Zürcher vom Platz. «Ich habe die Mannschaft vor dem Anpfiff daran erinnert, dass unsere Misere hier begonnen hat. Gleichzeitig habe ich betont, dass sie heute hier endet», erzählt Frick.
Effienz einziger Negativpunkt
Den Erfolg verdankt Luzern einer geschlossenen Teamleistung. Die Zentralschweizer wussten genau, wie und wo sie dem FCZ wehtun können. Einziger Kritikpunkt: Das Resultat hätte noch deutlicher ausfallen müssen. «Ich habe selten ein Spiel von uns mit so vielen Chancen erlebt», sagt Frick. Tatsächlich hätte die Partie auch 7:1 enden können. Der Liechtensteiner meint, dass man das Spiel mit etwas mehr Effizienz gar zweistellig hätte gewinnen können.
Am Ende zählt für Frick jedoch nur eines: der Sieg. «Zum ersten Mal in dieser Saison haben wir zwei Spiele in Folge gewonnen. Jetzt kommt das Heimspiel gegen Basel – und wir werden alles daransetzen, den dritten Sieg einzufahren.»
Party startet mit Anthony Modeste
Bevor es so weit ist, steht in Luzern allerdings noch die Fasnacht an. Dank des Erfolgs dürfen die Spieler am Montag oder Dienstag auch unter die Feiernden. «Es ist ihnen überlassen, ob sie gehen oder nicht. Aber klar ist: Die Fasnacht gehört zur Luzerner Kultur», sagt Frick.
Feiern können die Spieler ohnehin – Gründe dafür haben sie nach dem überzeugenden Sieg gegen den FCZ genug. Entsprechend laufen in der Kabine des Letzigrunds die ersten bekannten Fasnachts-Hits. Einer davon: «Anthony Modeste» von Ikke Hüftgold.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun 1:0 | 25 | 29 | 58 | |
2 | FC St. Gallen | 24 | 15 | 43 | |
3 | FC Lugano | 24 | 11 | 42 | |
4 | FC Basel | 24 | 7 | 39 | |
5 | FC Sion 0:1 | 25 | 7 | 37 | |
6 | BSC Young Boys | 25 | 2 | 36 | |
7 | FC Luzern | 25 | 1 | 30 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 24 | -2 | 29 | |
9 | FC Zürich | 25 | -12 | 28 | |
10 | Servette FC | 24 | -7 | 26 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 25 | -12 | 21 | |
12 | FC Winterthur | 24 | -39 | 14 |


