Scharfe Worte von FCSG-Coach Maassen
«Ich habe dafür schon die Eier»

Mit dem Spiel in Winterthur bricht für den FC St. Gallen eine neue Zeitrechnung an. Erstmals seit 2018 heisst der Trainer nicht Peter Zeidler. Enrico Maassen ist der neue Mann auf der FCSG-Kommandobrücke.
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Der FC St. Gallen will mit Enrico Maassen in eine erfolgreiche Zukunft.
Foto: Pius Koller
Jan Stärker

Seinen ersten Auftritt hat der neue St.-Gallen-Trainer Enrico Maassen (40) am Mittwochabend vor den Espen-Fans. Im Fanlokal «Bierhof» steht der Deutsche über eine Stunde im Fokus. 

Über Maassens Spieler- und Trainerkarriere kommt man schnell auf seine neue Aufgabe beim FC St. Gallen als Nachfolger vom langjährigen Trainer Peter Zeidler (61), den es nach sechs Jahren in der Ostschweiz in die Bundesliga zu Bochum gezogen hat. Der neue Coach in der Ostschweiz nutzt die Gelegenheit, um sich bewusst abzugrenzen.

Der FCSG-Stil wird sich nicht gross ändern

Maassen stellt neben den Verdiensten seines Vorgängers und Landsmann klar, dass er kein Zeidler-Klon ist. «Ich habe höchsten Respekt vor Peter und wie er den FC St. Gallen nach vorn gebracht hat. Doch ich bin keine Kopie von Peter Zeidler.»

Doch gerade, was die Spielweise anbetrifft, wird Maassens Team dem Zeidler-FCSG sehr ähnlich sein. Denn auch Maassen will seine Mannschaft hoch pressen lassen, den Gegner nerven und zu Fehlern zwingen. «Denn im Fussball will man ja nicht nur hinterherlaufen, sondern den Ball und damit spielen», so der Norddeutsche, der in Mecklenburg-Vorpommern geboren ist. Maassen ist mit dem, was er bei seinem Amtsantritt im Kybunpark vorgefunden hat, sehr zufrieden. «Man konnte sofort sehen, dass die Mannschaft drei, vier Führungsspieler hat. Das ist wichtig. Jede erfolgreiche Firma hat Leute, die führen. Und das haben wir auch.»

Beschenkt sich der Klub mit einem Mammut-Programm?

Dennoch will er aber auch, wie es die Vereinsphilosophie ist, den eigenen Nachwuchs nicht vernachlässigen. Er stellt klar, dass er «zuerst im eigenen Verein schaut, als einfach einzukaufen». Maassen: «Ich habe schon die Eier, junge Spieler spielen zu lassen, wenn die Leistung stimmt. Und wir wären alle im Verein froh, wenn wir schon in dieser Saison den nächsten Witzig formen könnten. Aber klar ist auch: Wir schauen schon auch nach links und rechts, ob uns ein Spieler weiterbringen könnte.»

Für die Ostschweizer geht es nach dem Start in Winterthur gleich Schlag auf Schlag weiter. Am Donnerstag folgt das Hinspiel in der 2. Runde der Qualifikation der Conference League. Im Idealfall folgen zwei weiteren Quali-Runden, womit die St. Galler bis am 1. September bereits 13 Pflichtspiele zu bestreiten hätten.

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Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
23
24
52
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
23
15
42
3
FC Lugano
FC Lugano
24
11
42
4
FC Basel
FC Basel
23
9
39
5
FC Sion
FC Sion
23
6
34
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
24
-3
33
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
23
2
29
8
FC Zürich
FC Zürich
24
-9
28
9
FC Luzern
FC Luzern
24
-2
27
10
Servette FC
Servette FC
24
-7
26
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
24
-12
20
12
FC Winterthur
FC Winterthur
23
-34
14
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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