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Nach Absage von Sportchef Meyer teilt Van Eck aus
«Ich werde nie mehr für den FC Luzern tätig sein!»

René van Eck wird nicht Nachfolger des entlassenen Luzern-Coachs Thomas Häberli – weil ihn der FCL nicht will. Der Holländer ist stinksauer, er fühlt sich respektlos behandelt.
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Remo Meyer hat Trainerkandidat René van Eck abgesagt.
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FCL-Sportchef Remo Meyer (39) hat Trainerkandidat René van Eck (53) kurz vor Heiligabend eine Absage erteilt, wie die «Luzerner Zeitung» vermeldet. Begründet habe Meyer den Entscheid nicht.

Dies bestätigt auch Van Eck, als die Zeitung ihn in seiner Heimatstadt Rotterdam am Telefon erreicht. Das Verhalten seitens des FC Luzern enttäusche ihn, sagt er: «Schlimm ist, dass sie mich als Fussballer, der achteinhalb Jahre für sie gespielt hat und zudem ihr Aufstiegstrainer war, auf diese Weise behandeln.»

Die Absage trifft Van Eck schwer. Auch, weil sie direkt vor Weihnachten kommt.

Der Holländer geht gar so weit, dass er sagt: «Ich werde nie mehr für den FC Luzern tätig sein!» Heisst wohl: Zumindest unter der aktuellen Führung wird dies nie der Fall sein.

Gleichwohl hofft Van Eck, dass die Innerschweizer baldmöglichst einen Trainer finden, mit dem der Verein den Klassenerhalt schaffen kann: «Allein die Fans hätten es verdient.» Van Eck betont in der «Luzerner Zeitung»: «Es geht nicht um die Entscheidung für oder gegen mich, sondern allein um die Behandlung.»

Wird Berner ein Luzerner?

Wer kommt jetzt noch in Frage für die Nachfolge von Thomas Häberli (45)? Immer noch Thema bleibt Kriens-Coach Bruno Berner (42), obwohl er bei «SRF» vor einer Woche behauptete, er wolle beim Challenge-League-Klub bleiben.

Der FC Luzern trennte sich von Häberli nach dem letzten Vorrundenspiel – trotz 2:1-Sieg zum Abschluss gegen Basel. «Fehlende Entwicklung und keine Handschrift waren unter anderem ausschlaggebend für den Entscheid. Es gab auch innere Unruhen», begründete Sportchef Meyer die Entlassung.

Er sprach auch davon, so schnell wie möglich eine Lösung finden zu wollen – eine, mit der mittelfristig geplant werden könne: «Der neue Trainer muss die Liga kennen.»

Die Luzerner überwintern auf Tabellenrang acht – und weisen nur vier Punkte mehr auf als das auf dem Barrageplatz liegende Xamax. (mpe)

«Ich bin mit mir selbst im Reinen»
3:04
Meyer nach Häberli-Entlassung:«Ich bin mit mir selbst im Reinen»
Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
23
24
52
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
23
15
42
3
FC Lugano
FC Lugano
24
11
42
4
FC Basel
FC Basel
23
9
39
5
FC Sion
FC Sion
23
6
34
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
24
-3
33
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
23
2
29
8
FC Zürich
FC Zürich
24
-9
28
9
FC Luzern
FC Luzern
24
-2
27
10
Servette FC
Servette FC
24
-7
26
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
24
-12
20
12
FC Winterthur
FC Winterthur
23
-34
14
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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