Ostschweizer Investoren greifen nach der Macht
Kauf-Angebot für den FC St. Gallen!

Jetzt geht der Machtkampf in die entscheidende Runde: Eine Ostschweizer Gruppe hat für den FC St. Gallen ein Kaufangebot hinterlegt!
Kommentieren
1/6
Wie gehts in St. Gallen weiter? An wen verkauft Hauptaktionär Dölf Früh seine Anteilsscheine?
Foto: Keystone
Andreas Böni und Matthias Dubach

Der FC St. Gallen brennt: und der grösste Ak­tionär ist entnervt. Am Mittwoch kündigte Dölf Früh (65) im BLICK an, seine Aktien (48,86 Prozent) zu verkaufen: «Die Diffamierungen und Falschmeldungen, dass ich als Drahtzieher im Hintergrund dargestellt werde, stimmen mich traurig. Ich selbst habe mit meiner Gesundheit zu kämpfen und werde baldmöglichst sämtliche Aktien abgeben.»

Und die Übernahme des Klubs ist aufgegleist: Eine Ostschweizer Gruppe hat Dölf Früh ein konkretes Angebot unterbreitet. Mit im Boot sitzen der Bankier Steffen Tolle (Ak­tionär mit rund 10 Prozent), Küchen-Unternehmer Rolf Schubiger (ca. 5 Prozent) und der diese Woche gefeuerte Stadion-CEO Pascal Kesseli (10 Prozent). Auch Patrick Thoma (Thoma Immobilien) und die Gebrüder Jérôme und Patric Müller (Gemag Immobilien und Investment) sollen Anteile von Früh übernehmen.

Schubiger bestätigt das Angebot. Er sei «sprachlos, was momentan beim FC St. Gallen passiert». Und er sagt über Dölf Früh: «Wir haben ihn aufgefordert, sein Paket zu übergeben. Aber da jetzt Kesseli weg ist, habe ich kein Interesse mehr. Zurzeit distanziere ich mich von allem.»

Zurzeit. Offenbar wurde das Übernahmeangebot von den Aktionären abgelehnt. Nur: Wenn neben Früh ein Klein­aktionär wie der jetzige Chef Stefan Hernandez (knapp 5 Prozent Aktien) Nein gesagt hat, dann hat dies für eine ablehnende Mehrheit gereicht. Und dieses Nein liegt auf der Hand: Früh wollte unbedingt Pascal Kesseli, mit dem er sich verkracht hat, als neuen starken Mann verhindern.

Doch die Sache ist längst nicht vom Tisch. Nachdem Früh den Totalausstieg in Aussicht gestellt hat, wittert die Gruppe Morgenluft. Der Plan ist: Die Aktien von Früh zu übernehmen und auf mehrere Schultern (maximal 15 Prozent) zu verteilen.

Mit Kesseli als starkem Mann? Nicht unmöglich. Denn Aktionär Schubiger sagt offen: «Es ist unser Wunsch, dass Kesseli zurückkehrt.»

Die Aktien-Anteile

Aktien-Verteilung der FC St. Gallen Event AG. Sie vermarktet sowohl den FC St. Gallen 1879 als auch den kybunpark:

Dölf Früh: 48,86 %
Edgar Oehler: 12,12 %
Steffen Tolle: 9,76 %
Pascal Kesseli: 9,76 %
Martin Jäger: 4,88 %
Rolf Schubiger: 4,88 %
Schützengarten: 4,88 %
Stefan Hernandez: 4,88 %

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
28
33
65
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
28
20
51
3
FC Lugano
FC Lugano
28
12
49
4
FC Basel
FC Basel
28
7
46
5
BSC Young Boys
BSC Young Boys
28
4
42
6
FC Sion
FC Sion
28
8
41
7
FC Luzern
FC Luzern
28
1
33
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
28
-3
33
9
FC Zürich
FC Zürich
28
-15
31
10
Servette FC
Servette FC
28
-7
30
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
28
-13
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
28
-47
15
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen