Darum gehts
- Diesen Mode-Vergleich macht Frick mit Thun
- Für Thun kommt der Siegesrekord immer näher
- Lustrinelli wählt überraschend grosse Worte
Selbst beim Duell der beiden formstärksten Teams der Liga setzt sich Thun durch (2:1). Luzern, zuletzt dreimal in Folge siegreich, muss sich neu sammeln. Thun feiert den zehnten Sieg in Serie.
Den Wortwitz hat FCL-Trainer Mario Frick (51) nach der knappen Niederlage aber nicht verloren. «Es ist gar nicht despektierlich gemeint, was ich sage, im Gegenteil. Immer wieder kommen Dinge zurück, die ausser Mode waren. Vokuhila, Schlaghosen – und das Kick and Rush.»
Thun macht eine überholte Taktik modern
Bei der Spielweise geht es darum, die Bälle direkt nach vorne zu schlagen und hinterherzueilen. Gepflegter Aufbau ist dabei ein Fremdwort. Thun ist damit höchst erfolgreich. Die scheinbar überholte Taktik kommt wieder in Mode.
Frick führt seine Lobeshymne fort: «Es ist so schwierig zu verteidigen für die ganze Liga. Die Thuner Stürmer wissen genau, wohin der Ball kommt, Bertone spielt nie mit mehreren Kontakten, sondern den ersten Ball immer direkt.»
Der ultimative Siegesrekord kommt näher
Das Kick and Rush funktioniert bei Thun nur, weil die beiden Stürmer mit den Bällen was anfangen, sie weiterleiten oder ablegen können – ansonsten würde praktisch jeder Thuner Angriff versanden.
Weil dies Labeau und Rastoder auch am Samstagabend gegen Luzern gelingt, jagen die Berner Oberländer mit ihren zehn Siegen in Serie langsam aber sicher der Super-League-Bestmarke vom FC Basel aus der Saison 2003/04 nach. Rotblau reihte damals 13 Siege aneinander.
Neue Töne bei Lustrinelli
Seit zweieinhalb Monaten hat Thun jedes Spiel gewonnen. Manchmal hatte man das Gefühl, dass auch Trainer Mauro Lustrinelli (50) nicht mehr genau weiss, was er Neues sagen könnte.
Anders an diesem Abend. Lustrinelli wählt überraschend grosse Worte: «10 Siege des FC Thun. Das ist unglaublich. Unfassbar. Die Hälfte dieser Mannschaft macht hier gerade die erste Super-League-Erfahrung. Gleichzeitig hat sich das Team entwickelt, wir sind keine Überraschungsmannschaft mehr. Wir sind in der schönen, tollen Realität!»
Und die heisst: 14 Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger namens FC St. Gallen.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 27 | 33 | 64 | |
2 | FC St. Gallen | 27 | 20 | 50 | |
3 | FC Lugano | 26 | 12 | 46 | |
4 | FC Sion | 27 | 9 | 41 | |
5 | FC Basel | 26 | 5 | 40 | |
6 | BSC Young Boys | 26 | 0 | 36 | |
7 | FC Luzern | 27 | 2 | 33 | |
8 | FC Zürich | 26 | -11 | 31 | |
9 | FC Lausanne-Sport | 26 | -3 | 30 | |
10 | Servette FC | 27 | -7 | 29 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 26 | -13 | 21 | |
12 | FC Winterthur | 27 | -47 | 14 |


