Darum gehts
- Sions Materialwart Felix Volken vor einer Woche wegen Herzproblemen ins Spital eingeliefert
- Trainer Tholot widmet 2:1-Sieg gegen FC Zürich dem treuen Mitarbeiter
- Sion neun Punkte vor Luzern und Lausanne im Kampf um Top 6
Der Schock kommt kurz vor dem Anpfiff des Heimspiels gegen Winterthur. Sions Materialwart Felix Volken muss notfallmässig ins Spital: Herzprobleme! Der langjährige Mitarbeiter ist so etwas wie die gute Seele des FC Sion. Entsprechend besorgt sind Spieler und Trainer.
Eine Woche später ist klar: Volken geht es wieder besser. Und Didier Tholot (61) denkt nach dem 2:1 beim FC Zürich an den Mann, der bis zu seiner Einlieferung jahrzehntelang kein Spiel des FC Sion verpasst hat: «Wir wollten ihm diesen Sieg widmen, weil er ein wichtiger Typ ist. Einer, der seine Arbeit im Hintergrund verrichtet und der ein Goldjunge ist.»
Tholot freut sich auf den TV-Nachmittag
Aber Tholot ist nach Spielschluss im Letzigrund nicht nur deswegen entspannt, weil es bei Volken Entwarnung gibt. Der Sion-Trainer ist auch darum richtig gut gelaunt, weil seiner Mannschaft im Kampf um die Top 6 ein vermutlich entscheidender Sieg gelungen ist.
«Jetzt können wir uns gemütlich die Sonntagsspiele angucken», sagt Tholot mit Blick auf die Konkurrenz aus Luzern und Lausanne, die am Samstagabend beruhigende neun Punkte hinter den Wallisern liegt: «Sie stehen jetzt unter Druck. Nicht wir.»
Damit gibt Tholot natürlich indirekt irgendwie zu, dass seine Mannschaft zuletzt tatsächlich etwas nervös geworden ist. Auch wenn man das im Wallis zuletzt vehement bestritten hat. Aber die Aussicht auf einen sicheren Platz in der Meisterrunde hat die Sittener zuletzt eher gelähmt als beflügelt.
Auch im Letzigrund wirken gerade die Spieler in der Offensive weit weniger leichtfüssig als auch schon. Aber am Ende zahlt es sich aus, dass Sion in dieser Saison ein breit aufgestelltes Kader hat. Da kann Tholot dann zum Beispiel einen Franck Surdez (23) einwechseln, der erst den Pfosten trifft und danach die Flanke zum 2:1-Siegtreffer schlägt.
«Müssen einen Platz in Europa anstreben»
«Ich sage schon lange, dass es bei mir keine Ersatzspieler gibt. Es gibt bei mir nur Spieler, die das Spiel beginnen und Spieler, die das Spiel beenden», sagt Tholot danach: «Ich glaube, das haben inzwischen alle begriffen. Und heute waren für mich die Spieler entscheidend, die eingewechselt worden sind.»
Und wohin soll der Weg des FC Sion noch gehen, jetzt, da die Meisterrunde praktisch gebucht ist? Tholot mag sich nicht aus dem Fenster lehnen: «Wir schauen dann, wenn es wirklich fix ist.» Aber das übernimmt Benjamin Kololli (33), der Schütze des ersten Tores. Er findet: «Wir müssen einen Platz in Europa anstreben.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 30 | 38 | 71 | |
2 | FC St. Gallen | 29 | 23 | 54 | |
3 | FC Lugano | 29 | 10 | 49 | |
4 | FC Basel | 29 | 4 | 46 | |
5 | FC Sion | 30 | 9 | 45 | |
6 | BSC Young Boys | 29 | 3 | 42 | |
7 | FC Luzern | 29 | 3 | 36 | |
8 | FC Lausanne-Sport | 29 | -2 | 36 | |
9 | Servette FC | 29 | -6 | 33 | |
10 | FC Zürich | 30 | -17 | 31 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 30 | -18 | 24 | |
12 | FC Winterthur | 29 | -47 | 16 |

