Nach dem Schlusspfiff kommts im Derby zu Tumulten
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Video zeigt Spieler-Zoff:Nach dem Schlusspfiff kommts im Derby zu Tumulten

Nach Derby-Tumulten
Was FCZ-Provokateur Markelo droht – wie sich Canepa verletzt hat

Nach Spielschluss kommt es beim 292. Zürcher Derby zur Rudelbildung. Auslöser: der Jubel von Jahnoah Markelo in Richtung der GC-Bank. «Er schadet dem Team», findet Trainer Dennis Hediger.
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Jahnoah Markelo (unten) löst nach Schlusspfiff im Derby eine Rangelei aus.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • Tumulte nach Derby-Sieg: Rote Karten für FCZ-Spieler nach Schlusspfiff
  • Markelo provoziert mit Jubel, Comenencia sprintet herbei, Rudelbildung folgt
  • Zwei Spielsperren drohen Markelo, Comenencia fehlt im nächsten Spiel
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Florian RazReporter Fussball

Als eigentlich alles vorbei ist, fängt es erst so richtig an. Soeben hat Schiri Urs Schnyder (39) abgepfiffen, da drehen die Emotionen im roten Bereich. Jahnoah Markelo (22) baut sich vor der Ersatzbank der Grasshoppers auf und jubelt provokativ.

Danach geht es schnell: Von der Bank des FC Zürich eilt Trainer Dennis Hediger (39) herbei, assistiert von einem Junior Ligue (20) in Zivilkleidung. Von der komplett anderen Spielseite beweist Livano Comenencia (21), dass er immer noch im Höchsttempo sprinten kann. Rudelbildung, Aufregung, Tumult.

Am Ende zieht selbst FCZ-Präsident Ancillo Canepa (72) seine Hose hoch und sieht eine blutende Schramme. Gemäss Informationen von «20 Minuten» wird er von einem FCZler getroffen. Und als sich alles wieder einigermassen beruhigt hat, bekommt Schiedsrichter Schnyder von den Video-Assistenten in Volketswil aufs Ohr, wen er jetzt für den ganzen Rummel zu bestrafen hat. Er zieht zweimal Rot – nach Spielschluss.

Das droht Markelo

Randale-Sprinter Comenencia sieht die zweite Gelbe und wird dem FCZ im nächsten Spiel in St. Gallen fehlen. Jubel-Provokateur Markelo bekommt direkt die Rote Karte vors verdutzte Gesicht gehalten. Da kann er seinem Trainer nach dem Spiel noch so sehr erklären, er habe nichts Rotwürdiges gemacht: Der Flügel wird seinem Team vermutlich für die kommenden beiden Spiele fehlen.

Laut der «Weisung Strafen» des Schweizerischen Fussballverbandes sieht ein Spieler Rot für folgendes Vergehen: «Betreten der technischen Zone des gegnerischen Teams in aggressiver oder konfrontativer Art und Weise.» Die Strafe, die dafür vorgesehen ist: zwei Spielsperren.

Kamberi: «Da müssen sie erwachsener werden»

«Wenn wir der Auslöser waren, dann war das völlig unnötig», stellt FCZ-Captain Yanick Brecher nach dem Spiel fest: «Es ist genug Demütigung, wenn man ein Derby verliert. Das muss man dann auch von beiden Seiten mit Klasse so annehmen.»

FCZ-Captain Brecher: «Sowas ist völlig unnötig»
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Die Stimmen zum Derby:FCZ-Captain Brecher: «Sowas ist völlig unnötig»

Noch klarer wird Matchwinner Lindrit Kamberi (26): «Wenn sie wirklich Blödsinn gemacht haben, ist das nicht gut. Wir brauchen diese Spieler, wir kennen ihre Qualitäten auf dem Platz. Jetzt fehlen sie uns. Da müssen sie in Zukunft einfach erwachsener sein.»

Scheiblehner findet Markelo-Jubel «unnötig»

Trainer Hediger beklagt nach Schlusspfiff erst einmal, dass er nun in St. Gallen sicher auf zwei seiner Spieler verzichten muss: «Markelo und Comenencia sind Spieler, die weit über dem Niveau dieser Liga spielen.» Auf Nachfrage stellt dann aber auch er fest, dass es da wohl noch eine Aufarbeitung braucht. Vor allem mit Markelo, der den ganzen Trubel ausgelöst hat: «Da müssen wir ihn in eine Richtung begleiten, dass er das nicht mehr tut. Denn er schadet sich selber und vor allem der Mannschaft.»

Und die Grasshoppers? Bei denen findet Trainer Gerald Scheiblehner (48): «Bei einem Derbysieg freut man sich eigentlich mit seiner Mannschaft. Da hat Markelo etwas überreagiert. Das war unnötig. Weil man ja schon ein Vorbild auf dem Platz sein soll.» Den Start der Tumulte erlebt der Österreicher aus nächster Nähe. Aber länger mittun mag er nicht. «Als der Schiedsrichter die Roten Karten gezeigt hat, war ich schon weg. Weil mich solche Dinge nicht wirklich interessieren.»

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
19
16
40
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
19
16
37
3
FC Lugano
FC Lugano
19
5
33
4
FC Basel
FC Basel
19
8
32
5
BSC Young Boys
BSC Young Boys
19
0
29
6
FC Sion
FC Sion
18
4
27
7
FC Zürich
FC Zürich
19
-7
24
8
FC Luzern
FC Luzern
19
0
21
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
18
0
21
10
Servette FC
Servette FC
18
-6
20
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
19
-9
17
12
FC Winterthur
FC Winterthur
18
-27
10
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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