Hitz-Flugeinlage wird zur Vorlage für Sion-Tor
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Meisterzug längst abgefahren
Jetzt zittert der FCB sogar um Europa

Der FC Basel verliert im fünften Spiel unter Stephan Lichtsteiner zum vierten Mal. Statt die grosse Aufholjagd zu starten, hat der kriselnde Meister mit gegnerischen Standards und der eigenen Mentalität zu kämpfen.
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Der FCB muss im dritten Ligaspiel unter Stephan Lichtsteiner zum zweiten Mal als Verlierer vom Platz.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

  • FCB verliert 0:2 gegen Sion und verpasst Meisterschaftschance
  • Beide Gegentore nach Standardsituationen zeigen Schwächen in der Abwehr
  • 16 Punkte Rückstand auf Thun, Gefahr des Europapokal-Verpassens bei Niederlagen
Die künstliche Intelligenz von Blick lernt noch und macht vielleicht Fehler.
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Lucas WerderReporter Fussball

Sollte in Basel tatsächlich noch irgendjemand die Illusion gehabt haben, der FCB könne sich im Meisterrennen noch einmal zurückmelden, dürften diese Fantasievorstellungen nach der 0:2-Pleite gegen Sion endgültig der Vergangenheit angehören.

Doch nicht nur die 16 Punkte Rückstand auf Leader Thun sollten dem kriselnden Meister zu denken geben. Sollte der Cup-Pokal Ende Mai nicht nach St. Gallen gehen, berechtigen nur die ersten drei Tabellenplätze zur Teilnahme am europäischen Wettbewerb.

Muss der FCB nun also aufpassen, am Ende nicht sogar das absolute Minimalziel zu verpassen? «Ja, natürlich, das ist sicher der Fall», sagt Stephan Lichtsteiner (42). «Ich habe immer gesagt, dass wir unsere Hausaufgaben machen müssen. Wenn wir unsere Spiele nicht gewinnen, müssen wir nicht nach oben schauen.»

Wieder zwei Gegentore nach Standard

Was dem neuen FCB-Trainer besonders zu denken geben dürfte: Nach Pilsen und dem FCZ kassiert sein Team im fünften Spiel zum dritten Mal ein Gegentor nach einem stehenden Ball. Im Wallis fallen sogar gleich beide Gegentreffer nach einem gegnerischen Standard. «Es passt zu unserer aktuellen Situation, dass uns das heute gleich zweimal passiert. Wir haben zu viele einfache Fehler gemacht», fasst es Dominik Schmid (27) zusammen.

Der Linksverteidiger, der in dieser Saison auf mehr Einsatzminuten als jeder andere FCB-Profi kommt, hätte im Tourbillon eigentlich eine Pause bekommen sollen. Weil sich aber Abwehrchef Flavius Daniliuc schon früh verletzt, steht Schmid am Ende trotzdem fast 75 Minuten auf dem Platz. Er könne nicht sagen, ob die Partie im Wallis nach dem vermeintlichen Befreiungsschlag gegen den FCZ nun wieder ein Rückschritt gewesen sei. «Aber wir haben uns diese Auswärtsreise definitiv anders vorgestellt», so Schmid.

Lichtsteiner fordert Mentalität

Sein Trainer sieht die Ursache für die Niederlage aber nicht nur in den ungenügend verteidigten Standardsituationen. «Wir sind gut ins Spiel reingekommen, aber dann ist es zu einem Bruch gekommen», sagt Lichtsteiner. Sion sei bissiger gewesen und habe das Spiel darum verdient gewonnen.

«Wir haben nicht genügend Mentalität gezeigt. Wir müssen es mehr erzwingen», fordert der FCB-Trainer darum von seinem Team. Nach dem erschreckend schwachen Auftritt im Wallis darf aber durchaus daran gezweifelt werden, ob das seinem Team am Sonntag besser gelingen wird. Nachdem den Baslern der Meister-Express bereits davongefahren ist, droht bei einer Pleite gegen Lugano auch das Verpassen des letzten Zugs nach Europa.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
24
28
55
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
23
15
42
3
FC Lugano
FC Lugano
24
11
42
4
FC Basel
FC Basel
24
7
39
5
FC Sion
FC Sion
24
8
37
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
24
-3
33
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
24
-2
29
8
FC Zürich
FC Zürich
24
-9
28
9
FC Luzern
FC Luzern
24
-2
27
10
Servette FC
Servette FC
24
-7
26
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
24
-12
20
12
FC Winterthur
FC Winterthur
23
-34
14
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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