«Können Historisches schaffen»
Liebäugeln die Thuner jetzt mit dem Meister-Coup?

Der FC Thun hat nach dem Sieg gegen den FC Basel bereits neun Punkte Vorsprung auf den ersten Verfolger. Mit Blick auf einen möglichen Meistertitel zeigen sich die Berner Oberländer dennoch cool.
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Leonardo Bertone glaubt nicht, dass Tabellenführer Thun irgendwann nervös wird.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Thun siegt 2:1 gegen Basel dank Traumtor von Leonardo Bertone
  • Trainer Lustrinelli bleibt trotz 9-Punkte-Führung auf Meistertitel gelassen
  • Noch 16 Spiele und 48 Punkte in der Super League offen
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Lucas WerderReporter Fussball

Es sagt einiges über diese verrückte Thuner Saison aus, dass Leonardo Bertone (31) nach seinem Traumtreffer gegen den FCB (2:1) nicht darüber nachdenken will, ob er gerade das schönste Tor seiner Karriere erzielt hat. Schliesslich ist sich der Mittelfeldspieler nicht einmal sicher, ob er im Joggeli sein schönstes Tor in dieser Saison geschossen hat. Schon im November hatte Bertone auswärts in Genf mit einem sehenswerten Freistoss dem Leader drei Punkte beschert.

Womit der Thuner Matchwinner aber einverstanden sein dürfte, ist der Umstand, dass bei den Berner Oberländern derzeit einfach alles zu funktionieren scheint. Oder? «Solche Bälle können auch reingehen, wenn es nicht läuft. Man muss es einfach probieren. Ich weiss, dass ich einen guten Schuss haben», findet Bertone. Dass man beim Tabellenführer irgendwann nervös werden wird, glaubt Bertone nicht. «Wir wissen, was wir jeden Tag machen müssen und wie wir uns entwickeln wollen. Wir geben einfach weiter Gas und sehen, was passiert.»

«Sind uns das Gewinnen langsam gewohnt»

Valmir Matoshi (22) ist da schon etwas emotionaler unterwegs. «Ein unbeschreibliches Gefühl. Jedes Kind träumt davon, im St. Jakob-Park ein Tor zu schiessen. Und dann ist es auch gleich noch der Siegestreffer», freut sich der andere Thuner Traumtorschütze. Angesprochen auf die Thuner Meisterträume zeigt sich Matoshi dann aber genauso cool wie Teamkollege Bertone. «Ich habe überhaupt keine Angst, dass wir abheben. Wir sind Thuner, wir sind bodenständig. Und wir sind uns das Gewinnen langsam gewohnt», so Matoshi.

Auch sein Trainer Mauro Lustrinelli (49) spielt die Meisterträume herunter. «Es sind noch 16 Spiele, noch 48 Punkte sind zu vergeben», rechnet er vor. «Der Weg ist noch lang. Aber wir geniessen die Reise. Die Freude ist da, in dieser Saison etwas Historisches schaffen zu können.» Dieser Möglichkeit ist der Sensationsleader an diesem Wochenende wieder ein Schritt näher gekommen. Nach den Punktverlusten der Konkurrenz beträgt die Reserve auf den ersten Verfolger Lugano nun schon neun Punkte.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
31
37
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
31
23
56
3
FC Basel
FC Basel
31
8
52
4
FC Lugano
FC Lugano
31
10
51
5
FC Sion
FC Sion
31
9
46
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
31
5
46
7
FC Luzern
FC Luzern
31
6
39
8
Servette FC
Servette FC
31
-3
36
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
31
-8
36
10
FC Zürich
FC Zürich
31
-16
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
31
-23
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
31
-48
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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