Darum gehts
- Sven Köhler debütiert 36 Stunden nach Transfer, GC verliert 3:4 in Luzern
- Köhler verursacht Eigentor und Fehler bei zwei weiteren Luzerner Treffern
- 71 Ballkontakte, 79 Prozent Passquote, aber noch Luft nach oben
Bitterer hätte der Einstand für Sven Köhler (29) nicht verlaufen können. Nur 36 Stunden nach der Bekanntgabe des Transfers des früheren Captains von Eintracht Braunschweig steht dieser gegen Luzern in der GC-Startaufstellung. Doch der defensive Mittelfeldspieler erlebt beim 3:4 in Luzern einen Abend zum Vergessen.
Vor dem 1:1 durch Oscar Kabwit (15.) verliert Köhler das Duell gegen Julian von Moos. Vor dem neuerlichen FCL-Ausgleich durch Matteo Di Giusto (37.) unterläuft ihm ein Fehlpass, ehe er für das dritte Luzerner Tor kurz nach der Pause mit einem Blackout gleich selbst verantwortlich ist. Von Moos' Kopfball lenkt der Deutsche etwas unbeholfen mit dem Kopf ins eigene Tor.
Scheiblehner nimmt Schuld auf sich
«Unglücklich.» So bewertet Gerald Scheiblehner den ersten Auftritt seines neuen Leaders im Mittelfeld. «Er war an einigen Toren beteiligt und hat ein Eigentor geschossen. Er hat sich sein Debüt sicherlich anders vorgestellt.» Der GC-Trainer nimmt aber einen Teil der Schuld auf sich. «Ich muss das ein Stück weit auf meine Kappe nehmen. Vielleicht war es zu früh, ihn von Beginn an zu bringen. Allerdings verschuldet nie ein einzelner Spieler ein Tor.»
Trotz des Horror-Debüts ist Scheiblehner überzeugt, dass Köhler im Abstiegskampf noch ein wichtiger Faktor werden wird. «Wir haben einen Spieler auf dieser Position gesucht. Sven ist topfit. Man hat gesehen, dass er sehr ballsicher ist und uns Stabilität verleihen kann.» 71 Ballberührungen und 79 Prozent Passquote weist die Statistik für Köhler aus, auch diese Zahlen sind noch ausbaufähig.
Frey wurde schmerzlich vermisst
Einer, der am Dienstag bei GC schmerzlich vermisst wurde, ist Michi Frey. Scheiblehner musste schweren Herzens auf den Stürmer verzichten. Der Grund: muskuläre Probleme in den Adduktoren. «Er hat vor seinem Wechsel zu uns wenig bis gar nicht gespielt. Es wäre unverantwortlich gewesen, ihn zu bringen, denn wahrscheinlich hätte er sich verletzt», so Scheiblehner. «Aber, dass wir ihn unbedingt brauchen, haben wir heute gesehen.»
Am Samstag in St. Gallen dürfte Frey wieder dabei sein. Wie auch Köhler. Nach dem verpatzten Start kann es für den ehemaligen Braunschweiger nur noch besser werden.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 23 | 24 | 52 | |
2 | FC Lugano | 23 | 11 | 41 | |
3 | FC St. Gallen | 22 | 14 | 39 | |
4 | FC Basel | 23 | 9 | 39 | |
5 | FC Sion | 23 | 6 | 34 | |
6 | BSC Young Boys | 23 | -2 | 33 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 23 | 2 | 29 | |
8 | FC Luzern | 24 | -2 | 27 | |
9 | Servette FC | 23 | -7 | 25 | |
10 | FC Zürich | 23 | -12 | 25 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 24 | -12 | 20 | |
12 | FC Winterthur | 22 | -31 | 14 |

