Labeau überlistet Hammel mit tollem Lupfer
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Gehen die Argumente aus?
Eisiger Wind für Scheiblehner bei GC-Klatsche

Es sind bei GC weiterhin viele positive Worte dabei – aber keine Resultate. Sind die restlichen Partien nun einfach Vorbereitungsspiele für die Barrage? Nein, denn es folgt sofort der besorgte Blick von Gerald Scheiblehner in den Rückspiegel.
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Gerald Scheiblehner im Thuner Schneegestöber. Muss er sich weiterhin warm anziehen?
Foto: Zamir Loshi/freshfocus

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Scheiblehner spricht von guter Halbzeit – zu positiv?
  • GC bleibt bei einem Ligasieg 2026 stehen
  • Das sagt Scheiblehner dazu, wie er die Rückendeckung wahrnehme
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Simon StrimerReporter & Redaktor Sport

Ohne Absicht macht Thun-Trainer Mauro Lustrinelli (50) die Klatsche für GC noch schwerer verdaulich. Über seine Leader-Truppe sagt er: «In Rückstand zu geraten war sicher nicht die Idee, besonders heute nicht im Schnee. Die Mannschaft, die in Führung geht, hat einen psychologischen Vorteil.»

Diesen Vorteil auf dem weissen, rutschigen Untergrund erspielt sich GC – und doch steht am Ende ein 1:5 aus Hopper-Sicht auf der Tafel. Eine kalte Ladung Schnee ins Gesicht. In der zweiten Halbzeit hat GC im Berner Oberländer Wintermärchenland keinen Stich mehr. Da bringt auch ein psychologischer Vorteil nichts, zumal dieser schon in der ersten Halbzeit wieder verpufft (1:2).

«Ein Spiel dauert länger als 36 Minuten»

Bereits vor dem Seitenwechsel verspielt GC diesen Match. Statt 2:0 heisst es 1:2. «Die Chance wäre da gewesen und wir haben sie nicht genutzt. Es ist das, was mich ärgert und weniger die zweite Halbzeit», sagt Coach Gerald Scheiblehner (49). «Das Spiel dauert länger als nur 36 Minuten.» Eine eisige Stunde folgt bis zum Schlusspfiff.

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Doch der Österreicher schlägt sofort um: «Wir müssen auch die positiven Dinge ansprechen. Ich finde, dass es in der ersten Halbzeit nicht nur gute Ansätze waren, sondern eine gute Leistung. Denn Thun als Gegner strotzt vor Selbstvertrauen.» Nach einem 1:5 ist das natürlich schwer zu verkaufen.

Sind es jetzt nur noch Vorbereitungsspiele auf die Barrage?

Es bleibt 2026 bei einem einzigen Ligasieg für GC – Stand Mitte März! Ärgerlich aus Hopper-Sicht: Die beiden anderen Zürcher Klubs stehen in der Formtabelle 2026 ebenfalls miserabel da. Trotzdem können die Hoppers die Situation nicht ausnutzen und dem rettenden Ufer näherkommen. Es sind weiterhin sieben Punkte Rückstand auf den Stadtrivalen. Sind die restlichen GC-Spiele jetzt nur noch Vorbereitungsspiele für den dritten Gang in die Barrage in Folge?

«Ich denke, dass wir noch nicht fix mit der Barrage rechnen dürfen», sagt GC-Trainer Gerald Scheiblehner (49). «Denn der FC Winterthur ist auch in der Liga. Sie haben zuletzt sehr gute Leistungen geboten und nur knappe Niederlagen erlitten.» Der Blick geht zuerst in den Rückspiegel, wo vielleicht bald das Schlusslicht grösser erscheint. So hat sich das die GC-Führung im Winter sicher nicht vorgestellt.

Wo sind die Winter-Verstärkungen?

GC hat im Januar und Februar viel Geld in die Hand genommen, um das Kader kurzfristig fit zu machen für die Rückrunde. Nun sitzt ein gewichtiger Neuzugang in Thun 90 Minuten auf der Bank (Ex-Braunschweig-Captain Sven Köhler), der andere fehlt gesperrt (Michael Frey) und die beiden Innenverteidiger Ngom und Mikulic können an diesem Abend nicht überzeugen. Beka sitzt zudem auf der Bank.

Dieses Bild spricht nicht dafür, dass bald mehr Rädchen ineinandergreifen. Was macht das mit der Rückendeckung der GC-Führung für Scheiblehner? «Ich denke, dass wir gemeinsam durch die Saison gehen. Das haben wir am Anfang ja gesagt», entgegnet dieser in den Katakomben der Stockhorn-Arena trocken. Er weiss: Auch bei einem haarscharfen Klassenerhalt könnte er mit dem Cup noch eine ganze Saison retten (Halbfinal am 18. April) – und nächstes Jahr vielleicht sogar international spielen. Die Abstiegsgefahr überschattet aktuell aber solche Gedankenspiele.

«Kritisch muss man Trainer schon immer sehen, das ist klar – auch bei Siegen», fügt er an. Davon ist Scheiblehner an diesem Samstagabend jedoch so weit entfernt wie die verschneite Stockhorn-Arena vom warmen Frühlingswetter des vergangenen Wochenendes.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
30
38
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
29
23
54
3
FC Lugano
FC Lugano
29
10
49
4
FC Basel
FC Basel
29
4
46
5
FC Sion
FC Sion
30
9
45
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
29
3
42
7
FC Luzern
FC Luzern
29
3
36
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
29
-2
36
9
Servette FC
Servette FC
29
-6
33
10
FC Zürich
FC Zürich
30
-17
31
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
30
-18
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
29
-47
16
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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