Darum gehts
- Alain Sutter warnt: GC nach 0:2 gegen Servette stark abstiegsgefährdet
- Trainer Peter Zeidler soll mit frischem Elan den Abstieg verhindern
- GC-Fans protestieren weiter gegen Klubbesitzer aus Los Angeles
Als Alain Sutter (58) vor den Medien erscheint, ist die 0:2-Niederlage gegen Servette bereits 45 Minuten alt. Aus dem Sportchef der Grasshoppers sprechen also nicht mehr die Emotionen. Es ist Sutters ruhige Analyse der Situation. Aber die hat es in sich.
Würde ein Auftritt wie gegen die Genfer in der Barrage gegen den Zweiten der Challenge League reichen? Sutter: «Auf keinen Fall!» Ist die Mannschaft wirklich besser als diese bemitleidenswerten Auftritte, die sie bislang in dieser Saison aneinanderreiht? Sutter: «Bis jetzt muss man das verneinen.»
Für Sutter ist GC hochgradig abstiegsgefährdet
Bumm. Geht es nach dem Mann, der dieses Team zusammengestellt hat, ist GC also im höchsten Masse abstiegsgefährdet. Und wer am Sonntag das Spiel gegen die Genfer sieht, kann Sutter nur beipflichten: Die Zürcher wirken mental und körperlich ausgelaugt. Erst will wenig gelingen. Nach Allan Arigonis Platzverweis dann gar nichts mehr.
Bleibt noch eine einzige Hoffnung: dass mit Peter Zeidler (63) alles besser wird. Dem Deutschen muss so etwas wie eine Wunderheilung gelingen, will er diesem Team noch einmal so viel Leben einhauchen, dass es wenigstens in den beiden Spielen in der Barrage bestehen kann.
Wobei Sutter gar vor der Gefahr des direkten Abstiegs warnt. Auch wenn der FC Winterthur dazu alle drei verbliebenen Spiele gewinnen müsste. Trotzdem meint Sutter: «Wir müssen sogar um die Barrage bangen.»
Natürlich hofft Sutter, dass Zeidler die Wende gelingt: «Ein Trainerwechsel bringt sowieso immer einen neuen Impuls.» Er sagt das im vollen Bewusstsein, dass der Wechsel von Gerald Scheiblehner (49) zu Gernot Messner (45) genau das Gegenteil bewiesen hat: dass man auch einen Trainer wechseln kann und dann noch weniger Energie im Team hat als zuvor.
Bei GC gilt das Prinzip Hoffnung
Trotzdem klammert sich Sutter an die Hoffnung, dass diesmal alles anders kommt. Was soll er auch anderes tun? Und immerhin hat er nun mit Zeidler einen Trainer verpflichtet, der anders als Messner mit viel innerem Feuer ausgestattet ist.
«Ich wünsche mir natürlich, dass Peter die Energie, die er in sich drin hat, ins ganze System reinbringt», sagt Sutter, «und dass nochmals ein Ruck durch die Mannschaft geht, auch dank seinen Trainingseinheiten und dank der Art, wie er Fussball spielen lässt.»
Wobei der Sonntag den Eindruck verstärkt, dass die GC-Spieler weniger einen Trainer brauchen. Und mehr einen Seelenmasseur, der ihr zerstörtes Selbstbewusstsein wieder aufbaut.
Die Kurve ist weiterhin auf Konfrontationskurs
Das alleine ist schon eine gewaltige Aufgabe. Kommt dazu, dass Zeidler in einen Verein kommt, der innerlich zerrissen ist. Der Fan-Protest gegen die Klubbesitzer in Los Angeles geht weiter. Gleichzeitig haben die US-Amerikaner klar gemacht, dass sich ihre Freude über die in Zürich verbrannten Millionen in Grenzen hält.
Kein gutes Umfeld, um eine Mannschaft wieder auf die Beine zu bekommen. Am Montag wird Peter Zeidler vor den Medien erklären, wie er es trotzdem auf die Reihe bekommen will.
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 35 | 35 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 35 | 22 | 63 | |
3 | FC Lugano | 35 | 14 | 63 | |
4 | FC Sion | 35 | 21 | 58 | |
5 | FC Basel | 35 | 6 | 56 | |
6 | BSC Young Boys | 35 | 3 | 48 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 35 | 6 | 46 | |
2 | Servette FC | 35 | 4 | 46 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 35 | -9 | 42 | |
4 | FC Zürich | 35 | -21 | 35 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 35 | -28 | 27 | |
6 | FC Winterthur | 35 | -53 | 20 |
