Brutal, wie schlecht eine Mannschaft auftreten kann. GC ist gegen ein mässiges Servette während fünf Minuten offensiv aktiv. Während weiteren 25 Minuten sieht es wenigstens so aus, als ob die Zürcher den Genfern das Toreschiessen nicht all zu leicht machen wollten. Dann kommt der Totalzusammenbruch.
Eingeleitet von Allan Arigoni, der sich für seinen Tritt gegen Bradley Mazikou nicht nur völlig zurecht Rot abholt, sondern auch die Note 1. Sein unnötiges Foul ist der Anfang vom Ende für sein Team. Gleich darauf schiesst Maximilian Ullmann den Ball ins eigene Tor. Zusammen mit seinem unfassbar passiven Verhalten beim 0:2 durch Thomas Lopes ergibt das ebenfalls eine 1 – sehr schlecht.
Der Rest des Teams ist nicht weit drüber, aber immerhin eine Note besser: 2. Jonathan Asp Jensen hat beschlossen, dass seine Nebenleute eh nix können und schiesst deswegen aus jeder Lage. Lovro Zvonarek ist ein Schatten seiner selbst. El Bachir Ngom tritt weite Bälle und Standards konsequent rund 20 Meter an jedem GC-Spieler vorbei. Sven Köhler ist sicher auch auf dem Feld. Amir Abrashi nervt sich wenigstens, hat aber auch null Einfluss. Dirk Abels ist Dirk Abels – bemüht, aber halt leider kein Spieler, der als Nummer 6 Ruhe ausstrahlt. Tim Meyer beweist, dass er kein rechter Flügel ist – muss aber irgendwie trotzdem dort spielen. Und wer bei diesem Gesamtauftritt vorne als Stürmer umher irrt, ist eigentlich auch schon egal. Es ist diesmal Lee Young-Jun.
Simone Stroscio kommt mit einer 3 davon, weil er früh verletzt raus muss, Samuel Marques, weil es in Halbzeit zwei eigentlich sowieso nicht mehr drauf ankommt. Und Justin Hammel rutscht zwar bei jedem Ball aus, den er weit schlagen will, hält aber immerhin den einen oder anderen Ball. Damit ist er der einzige Zürcher, der sich eine genügende Note abholt.
Einwechslungen: Ullmann (26. für Stroscio), Marques (46. für Abrashi), Papic (65. für Zvonarek), Hassane (65. für Meyer), Mikulic (74. für Ngom).
Und so haben die Servette-Spieler abgeschnitten
Die Genfer beweisen gegen GC, dass man gar nicht richtig gut spielen muss, um 2:0 zu gewinnen. Thomas Lopes zeigt auf dem rechten Flügel ein richtig feines Spiel und trifft herrlich zum 2:0. Junior Kadile bleibt nur deshalb ohne Assist, weil seine Mitspieler seine Flanken diesmal nicht verwerten. Sie sind eine Flügelzange, von der GC nicht einmal zu träumen wagt.
Der Rest des Teams: solid, mehr nicht. Mit viel mehr einfachen Fehlpässen, als man sich das von den Genfern gewohnt ist. Aber eben: Gegen GC kann man sich das ja erlauben.
Goalie Jérémy Frick müsste man eigentlich ohne Note lassen, weil er zu kurz im Einsatz ist, um bewertet zu werden. Aber okay, er fängt ein paar Flanken. Der Rest der Abwehr wird nicht sehr viel stärker gefordert.
Von den letzten 16 Spielen hat Servette nun bloss 2 verloren. Kein anderes Team der Liga ist so stabil. Dumm nur, dass das niemanden interessiert, weil die Genfer die Saison in der Vorrunde in die Tonne getreten haben und nun in der Abstiegsrunde um die goldene Ananas spielen müssen.
Einwechslungen: Srdanovic (64. für Mendes), Mraz (65. für Ayé), Njoh (76. für Douline), Morandi (76. für Lopes), Guillemenot (85. für Stevanovic).
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Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 35 | 35 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 35 | 22 | 63 | |
3 | FC Lugano | 35 | 14 | 63 | |
4 | FC Sion | 35 | 21 | 58 | |
5 | FC Basel | 35 | 6 | 56 | |
6 | BSC Young Boys | 35 | 3 | 48 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 35 | 6 | 46 | |
2 | Servette FC | 35 | 4 | 46 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 35 | -9 | 42 | |
4 | FC Zürich | 35 | -21 | 35 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 35 | -28 | 27 | |
6 | FC Winterthur | 35 | -53 | 20 |

