Frick bleibt FCL-Trainer und hat Grosses vor
«Zu einem Spitzenteam fehlt nicht mehr viel»

Mario Frick plant seine Zukunft in der Innerschweiz. Nächste Saison nimmt er mit dem FC Luzern den dritten Platz ins Visier. Dafür benötige es aber zwei neue Stürmer.
Publiziert: 30.05.2023 um 17:18 Uhr
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Mario Frick ist glücklich in Luzern.
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Carlo Emanuele FrezzaReporter Fussball

Aufhorchen in der Zentralschweiz. Mario Frick bekennt sich zum FC Luzern. «Ich werde nächstes Jahr hier Trainer sein», unterstreicht er anlässlich der Saisonabschluss-Medienkonferenz in der Swissporarena. Damit schafft der Liechtensteiner jegliche Gerüchte aus der Welt, wonach er sich nach einem neuen Arbeitgeber umsehe und ihn Klubs wie der 1. FC Nürnberg auf dem Schirm hätten.

Frick fühlt sich in Luzern wohl. Das hat er ein weiteres Mal unmissverständlich betont. «Ich habe hier sehr vieles, was ich brauche.» Deshalb sei es gar denkbar, dass er seinen 2024 auslaufenden Vertrag noch einmal verlängere. «Sofern alle wollen, bleibe ich sicher noch ein Jahr. Wenn wir uns vorher zusammensetzen und verlängern, vielleicht auch länger.»

Erfolgreicher Krisenmanager

Fricks Aussage deckt sich mit jener von Sportchef Remo Meyer. «Wir haben ganz klar im Kopf, mit Mario in die neue Saison zu gehen. In der Vorbereitungsphase streben wir es an, mit ihm zu verlängern.» Seit Frick an der Seitenlinie steht, hat der FCL einen erfolgversprechenden Weg eingeschlagen. Dass die Direktbeteiligten ihn in dieser Besetzung fortführen wollen, kann nur eine gute Nachricht sein.

In der abgelaufenen Saison hat Frick den Klub nicht nur nach Europa geführt. Er hat sich auch mit zahlreichen Schwierigkeiten von nicht sportlicher Natur konfrontiert gesehen. Der Streit in St. Gallen zwischen Goalietrainer Lorenzo Bucchi und Samuele Campo. Der Ausraster von Goalie Marius Müller. Der Aktionärsstreit. Sowie die Unzufriedenheit in der Kabine. «Es war ein sehr gutes Lernjahr für meine Zukunft und dafür bin ich dankbar.»

Arbeit ist noch nicht erledigt

Ob sich Frick als erfolgreicher Krisenmanager sieht? «Es hat sehr viel Moderation gebraucht.» Mankos sucht der frühere Serie-A-Stürmer aber nicht nur bei den anderen. «Ich habe sicherlich auch Fehler begangen.» Er denkt dabei an die Aufstellung im Cup gegen Thun. «Da habe ich mich vielleicht blenden lassen vom Sieg drei Tage zuvor in Basel.»

Fricks Arbeit in der Innerschweiz sei aber noch nicht erledigt. Er sieht Potenzial. «Zu einem Spitzenteam fehlt nicht mehr viel. Aber es fehlt etwas.» Und er glaubt zu wissen, was es sein könnte. «Mit zwei neuen Stürmern glaube ich schon, dass wir einen Schritt nach vorne machen können.» Dieser Forderung muss Sportchef Meyer nachkommen. Konkrete Namen will Frick nicht nennen. Nur so viel: «Wir haben schon einige Personalien diskutiert.»

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