FCSG-Trainer nach späten Ausgleich bedient
«In Überzahl schlich sich der Schlendrian ein»

St. Gallen muss gegen Lugano spät den Ausgleich hinnehmen. FCSG-Trainer Enrico Maassen wirft seinem Team fehlende Konzentration vor.
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Der FC St. Gallen verpasst es, sich vom FC Lugano abzusetzen.
Foto: Martin Meienberger/freshfocus
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Andri BäggliRedaktion Sport

Rund 50 Lugano-Fans haben die weite Reise aus dem Tessin nochmals auf sich genommen, um ihre Mannschaft im Kybunpark zum Nachholspiel gegen den FC St. Gallen anzufeuern. Lange Zeit sehen sie aber ein Spiel, das ihnen nicht gefallen kann. In der ersten Hälfte spielt nur das Heimteam. Vor allem in der Startphase zeigt der FCSG erneut eine seiner Stärken und schnürt Lugano regelrecht ein. So erstaunt es nicht, dass Witzig in der 15. Minute das 1:0 erzielt. Zum 16. Mal fällt ein St. Galler Tor in der Anfangsviertelstunde – mit Abstand Liga-Bestwert.

Auch in der Folge vermögen die Tessiner nicht zu reagieren und gewähren den St. Gallern immer wieder Chancen. Ein weiteres Mal schlägt es in der ersten Halbzeit aber nicht hinter Lugano-Goalie David von Ballmoos ein.

Freistoss wird lang und länger

Nach dem Seitenwechsel schläft das Spiel aber komplett ein. Erst nach über einer Stunde gibt es wieder Action: Dos Santos sieht für ein Foulspiel die zweite Gelbe Karte, Lugano spielt nur noch zu zehnt. Und das scheint die Bianconeri zu beflügeln. Erst trifft der eingewechselte Pihlström nur die Latte, ehe wenige Zeigerumdrehungen später der ebenfalls eingewechselte Mahou über den vermeintlichen Ausgleich jubelt. Der Schönheitsfehler: Vor Mahous Treffer steht Pihlström im Abseits, das Tor zählt nicht.

Lugano hat aber Blut geleckt und drückt auf den Ausgleich. Und dieser fällt tatsächlich in der Nachspielzeit. Aus grosser Distanz hält Steffen drauf. Weil niemand den Ball berührt, jubelt der Lugano-Captain über sein fünftes Saisontor.

Maassen ärgert sich grün und blau

Es ist ein Spielverlauf, mit dem die St. Galler nicht zufrieden sein können. Enrico Maassen findet in der Pressekonferenz nach der Partie deutliche Worte: «Wir haben ein gutes Spiel gemacht, bis wir einen Mann mehr waren. Danach wurde nicht mehr so konsequent verteidigt wie zuvor.» Laut dem Trainer sei der «Schlendrian» reingekommen. «Am Ende haben wir dann einen Scheiss-Standard bekommen», resümiert Maassen die Partie.

Bei Lugano-Coach Mattia Croci-Torti sieht die Welt etwas besser aus: «Wir bleiben dank des Punkts in der Nähe von St. Gallen und versuchen, diesen europäischen Platz zu holen.» Eine Direktbegegnung wird es in dieser Saison noch geben, und der Kampf um Europa kann sich in den nächsten Wochen noch zuspitzen.

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
30
38
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
30
23
55
3
FC Lugano
FC Lugano
30
10
50
4
FC Basel
FC Basel
30
6
49
5
FC Sion
FC Sion
30
9
45
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
30
5
45
7
FC Luzern
FC Luzern
30
2
36
8
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
30
-4
36
9
Servette FC
Servette FC
30
-8
33
10
FC Zürich
FC Zürich
30
-17
31
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
30
-18
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
30
-46
19
Meisterschaftsrunde
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