Der FC St. Gallen kann nicht mehr Schweizer Meister werden. Gegen Sion setzt es ein klares 0:3 ab. Wobei für St. Gallen-Trainer Enrico Maassen (42) die Angelegenheit nicht so deutlich war, wie es das Resultat vermuten lässt.
«Wir wussten, dass wir nicht viele Chancen bekommen werden. Umso wichtiger wäre es gewesen, dass wir effizient damit umgehen. Ich glaube, das Ergebnis am Ende ist schon hart, wenn man den Spielverlauf sieht. Wir haben sehr viel investiert und in der ersten Halbzeit drei grosse Möglichkeiten, von denen wir mindestens eine nutzen müssen», so der 42-Jährige.
Für ihn sei der Titel aber sowieso ausser Reichweite mehr gewesen. «Mich hat es nicht beschäftigt. Ich hatte aber den Eindruck, dass es die Jungs heute im Kopf hatten. Natürlich war es nach gestern schon ein Thema. Wir wollten aber sowieso gewinnen. Das haben wir nicht gemacht und jetzt können wir es ad acta legen», führt Maassen aus.
Hitze im Kybunpark
Einen Einfluss auf das enttäuschende Resultat könnte auch das Wetter gespielt haben. Bei strahlendem Sonnenschein wurde es richtig warm auf dem Platz. Sion-Verteidiger Jan Kronig erzählt, wie er gelitten hat auf dem Feld: «Es war brutal heiss heute und gerade mit dem Stadion in St. Gallen ist es immer noch heisser.» In eine ähnliche Kerbe schlägt auch Sion-Flügel Benjamin Kololli: «Hitze ist nie einfach für mich. Der Sommer kommt aber und das ist halt einfach so.»
Trotzdem scheint es, als hätten die Walliser die Wärme besser ertragen als die St. Galler. Nach dem gewohnt fulminanten Start in die Partie wirken die Espen nach dem Seitenwechsel platt, strahlen nur selten Torgefahr aus und offenbaren hinten grosse Lücken.
Von Maassen werden die Temperaturen aber nicht als Ausreden genutzt: «Ich glaube, es war eher der Spielverlauf, der uns nicht gutgetan hat. Gegen Sion kriegst du nicht eine Chance nach der anderen, du musst bohren, bohren, bohren. Wir hätten ein bisschen schneller und mehr über die Flügel spielen können und mehr Bälle in den Strafraum flanken müssen. Das zweite und dritte Tor darf so einfach nicht fallen und dann war der Drops heute gelutscht.»
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 35 | 35 | 74 | |
2 | FC St. Gallen | 35 | 22 | 63 | |
3 | FC Lugano | 35 | 14 | 63 | |
4 | FC Sion | 35 | 21 | 58 | |
5 | FC Basel | 35 | 6 | 56 | |
6 | BSC Young Boys | 35 | 3 | 48 |
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Luzern | 35 | 6 | 46 | |
2 | Servette FC | 35 | 4 | 46 | |
3 | FC Lausanne-Sport | 35 | -9 | 42 | |
4 | FC Zürich | 35 | -21 | 35 | |
5 | Grasshopper Club Zürich | 35 | -28 | 27 | |
6 | FC Winterthur | 35 | -53 | 20 |
