Er erlöste Winterthur
Golliard erhält Vorzug vor Kasami – was dahinter steckt

Weshalb Patrick Rahmen gegen Servette auf den kleinen Zauberfuss Golliard setzte, statt auf Puncher Kasami. Und ob der Matchwinner nun eine Runde spendieren muss.
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Théo Golliard (l.) bringt die Schützenwiese mit seinem Doppelpack zum Beben.
Foto: keystone-sda.ch
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Stefan KreisReporter Fussball

Elektrisierend! Anders, ist nicht zu umschreiben, was sich in der Nachspielzeit auf der Schützenwiese abspielt. Noch am letzten Wochenende hatte der FCW mit einem Stromunterbruch zu kämpfen, nun zündet die Mannschaft im Abstiegskampf die Lichter wieder an. Mehr als 7000 Winti-Fans feiern den ersten Saisonsieg nach zwölf Runden, als hätte man soeben den Gang in die Challenge League verhindert.

Goalie Stefanos Kapino, der den FCW mit mehreren starken Paraden vor einer vorzeitigen Niederlage bewahrt, wird mit Sprechchören gefeiert. Doppeltorschütze Théo Golliard bei seiner Auswechslung mit Standing Ovations verabschiedet.

Rahmen kennt Golliard aus Bern

Golliard erlöst David Winterthur! «Ich kenne ihn noch von meiner Zeit bei YB und weiss, welche Qualitäten er hat», sagt Winti-Coach Patrick Rahmen. Unter dem ehemaligen YB-Trainer kommt Golliard im Cup zum Einsatz, ehe er zu Helmond Sport in die zweite holländische Liga verliehen wird und dort elf Skorerpunkte in 35 Spielen sammelt. 

Für Winti sinds nach dem Spiel gegen Servette zwei. Schon in der Startphase hat Golliard einen vielversprechenden Abschluss, nach Wiederanpfiff dreht er das Spiel innert zweier Minuten. Erst erwischt Golliard Servette-Goalie Joël Mall zwischen den Beinen, dann vollendet er eine Traumkombination über Jankewitz zum Führungstreffer.

Muss er nach seinen ersten Super-League-Toren nun eine Runde spendieren? «Ich habe schon für meinen Treffer im Cup gegen Schaffhausen bezahlt, darum komme ich wohl drum herum», antwortet der Matchwinner. Dass der 23-Jährige im offensiven Mittelfeld den Vorzug vor Pajtim Kasami bekommt, ist eine Überraschung.

Rahmen sagt, Golliard habe sich diesen Einsatz mit guten Trainingsleistungen verdient: «Er war von Anfang an gut im Spiel. Er ist ein torgefährlicher Spieler, nicht nur Treffer vorbereiten, sondern auch in den Abschluss gehen kann.»

Das hat der 23-jährige Freiburger gegen Servette eindrucksvoll gezeigt. 

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
31
37
71
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
31
23
56
3
FC Basel
FC Basel
31
8
52
4
FC Lugano
FC Lugano
31
10
51
5
FC Sion
FC Sion
31
9
46
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
31
5
46
7
FC Luzern
FC Luzern
31
6
39
8
Servette FC
Servette FC
31
-3
36
9
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
31
-8
36
10
FC Zürich
FC Zürich
31
-16
34
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
31
-23
24
12
FC Winterthur
FC Winterthur
31
-48
19
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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