Eintracht Frankfurt baggert an Aurèle Amenda
Platzt der Millionen-Deal für YB wegen der Schweizer Armee?

Geht im Fall Aurèle Amenda nun alles sehr schnell? Ein Wechsel zur Frankfurter Eintracht in den nächsten Tagen ist nicht ausgeschlossen. Ist der Innenverteidiger am Dienstag beim Trainingsstart schon nicht mehr dabei?
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Amenda kommt bei den Bernern immer wieder zum Einsatz – so wie hier in der Champions League gegen Leipzig.
Foto: AFP
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Alain KunzReporter Fussball

Ganz zufrieden war Aurèle Amenda (20) mit sich und der Welt Ende Vorrunde nicht. Er sagte gegenüber Blick nach dem letzten Spiel bei Stade-Lausanne-Ouchy: «Ich bin schon ein bisschen enttäuscht. (…) Ich möchte mehr Einsatzzeit.»

Gefühlt hatte der Seeländer, der in der U21-Nati gesetzt ist, zu wenige Minuten. Auch wenn die Realität aufzeigte: Er spielte gleich viel wie in der letzten Rückrunde, als ihm der Durchbruch gelang und er mit seinen Einsatzminuten glücklich war. Einzig: In den wichtigsten Saisonspielen war er immer Ersatz: in den beiden Playoff-Spiele zur Champions League gegen Maccabi Haifa. In den beiden Gruppenspielen mit Final-Charakter gegen Roter Stern Belgrad. Und in den beiden Meisterschaftsspielen gegen den damaligen Leader FC Zürich.

Gut möglich, dass der Seeländer bald keine Gedanken mehr an Einsatzminuten unter Raphael Wicky verschwenden muss. Denn der Bundesliga-Sechste Eintracht Frankfurt will sein Verteidiger-Ensemble vergrössern.

Die guten Erfahrungen der Eintracht mit Schweizern

Die SGE sei mit der Verteidigerkette Robin Koch, Willian Pacho und Tuta wohl qualitativ gut aufgestellt. Allerdings fehle es an Breite, schreibt das Portal «fussball.news». Denn mit Hrvoje Smolcic und Dakota Hasebe stünden Trainer Dino Toppmöller nur zwei Alternativen zur Verfügung. Deshalb hat Sportvorstand Markus Krösche seine Fühler in die Schweiz ausgestreckt.

Und mit Schweizern hat man in Hessen schon prima Erfahrungen gemacht: Djibril Sow, Gelson Fernandes, Pirmin Schwegler, Beni Huggel und der heute bei YB im VR für den Sport verantwortliche Chef Spycher waren allesamt Leistungsträger. Den knappen Verteidigerstand möchte die SGE am liebsten sofort beheben.

Scheiterts am Geld – oder gar an der Armee?

Doch es gibt auch einige Argumente, die gegen einen Januarwechsel sprechen:

Zum einen das Geld: Im Sommer gabs Angebote für Amenda in der Grössenordnung zwölf bis 15 Millionen Franken. Klar, die kamen vor allem aus der Premier League. Die Eintracht ist kaum in der Lage, derart tief ins Portemonnaie zu greifen. Auch die YB- Wunschvorstellung von rund zehn Millionen ist recht happig.

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Zum anderen steckt Amenda in der RS. Von Frankfurt aus ist diese nicht zu bewältigen. Von Bern aus ist das problemlos möglich, denn dann geht es für den 1.97-Meter-Mann an den spielfreien Zeiten ins nahe Magglingen in die Spitzensportler-RS.

YB muss vorher Ersatz finden

Und vor allem: Spycher und Sportchef Steve von Bergen würden Amenda nur dann ziehen lassen, wenn man Realersatz gefunden hat. YB ist allerdings schon länger am Suchen und Sondieren. Klappt es nicht mit einem sofortigen Wechsel, kann der Transfer für den Sommer dennoch bald eingetütet werden.

In den nächsten Stunden wird zwischen der SGE und Amenda verhandelt. Dann zwischen der SGE und YB. Und zwischen YB und dem Klub, wo man sich Ersatz beschaffen will. Zwischen YB und dem Spieler, den man als Amenda-Ersatz holen will.

Und vielleicht sogar zwischen Amenda und der Schweizer Armee …

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