Darum gehts
Magnin riskiert nach zwei schwachen Spielen seinen Trainerposten bei Basel
- FC-Basel-Sportchef Stucki steht nach der 1:3-Niederlage in Salzburg Ludovic Magnins Trainerzukunft infrage
- Stucki fordert jetzt nicht nur einen Sieg gegen den FC Zürich, sondern auch eine überzeugende Spielweise
Eine Frage zur Zukunft seines Trainers will Daniel Stucki (44) am Morgen nach dem desaströsen 1:3 in Salzburg gar nicht erst gestellt bekommen. Womit der Sportchef des FC Basel in Bezug auf die Jobsicherheit von Ludovic Magnin (46) natürlich auch eine Antwort gibt.
Unmittelbar nach dem Schlusspfiff sagte Stucki, dass sich nun «alle» hinterfragen müssten. Sprich: Trainer, Spieler – und Sportkommission. Die ist bis auf Valentin Stocker (36) in Salzburg komplett. Und sie diskutiert nach der Pleite die ganze Nacht durch. Am Tag danach fliegt Präsident David Degen (42) nach Frankfurt. Es darf als gesichert gelten, dass Degen vom Auftritt seiner Mannschaft entsetzt ist. Und dass es schwierig ist, nach solch einer Nicht-Leistung Argumente für den Trainer zu finden.
Stucki erhöht den Druck: «Nicht nur der Sieg ist wichtig»
Die Partie gegen den FC Zürich am Sonntag dürfte Magnin noch als Cheftrainer erleben. Auch weil nicht klar ist, woher in so kurzer Zeit ein Ersatz kommen soll. Klar ist allerdings: Das Spiel in Zürich wird für Magnin zum Entlassiker.
Anders kann man Stuckis Aussagen am Flughafen in Salzburg nicht interpretieren. Laut dem Sportchef braucht es mehr, um Magnin im Amt zu halten: «Nicht nur der Sieg ist wichtig», sagt Stucki, «sondern vor allem auch, wie wir gegen Zürich spielen. Die Art und Weise.» Und selbst wenn Basel den ebenfalls kriselnden FCZ schlagen würde – Stucki kündigt an: «Danach werden wir weiter analysieren.»
Magnin verschärft den Ton
Es ist offensichtlich, dass die Entwicklung der Mannschaft derzeit gegen Magnin spricht. Das gibt dieser in seiner bekannt offenen Art auch sofort zu: «Im November und Dezember konnte ich noch verstehen, dass die Spieler mental etwas müde waren. Aber jetzt sind wir im zweiten Spiel des neuen Jahres. Es kann nicht daran liegen.»
Für Magnin spricht seine Gelassenheit, die er mitten in der Krise ausstrahlt. Gegen ihn, dass seine Spieler nicht den Anschein machen, als hätten sie den Ernst der Lage erkannt. Oder dass es ihnen nicht möglich ist, sich der Lage entsprechend zu verhalten.
Was der Trainer da tun kann? «Etwas ändern», sagt Magnin. Und was? «Den Ton.» Bereits in der Pause in Salzburg war der Trainer «so, wie ich eigentlich nicht sein will». Wer Magnin schon einmal mit einem Linienrichter streiten gesehen hat, dürfte in etwa eine Vorstellung von der Lautstärke haben. Wobei, so Magnin: «Es war noch etwas unangenehmer.» Ob das reicht, um seinen Job zu retten? Der Entlassiker am Sonntag wird die Antwort liefern.
Mannschaft | SP | TD | PT | ||
|---|---|---|---|---|---|
1 | FC Thun | 20 | 18 | 43 | |
2 | FC St. Gallen | 19 | 16 | 37 | |
3 | FC Lugano | 20 | 8 | 36 | |
4 | FC Basel | 20 | 8 | 33 | |
5 | FC Sion | 20 | 6 | 31 | |
6 | BSC Young Boys | 20 | -2 | 29 | |
7 | FC Lausanne-Sport | 20 | 3 | 27 | |
8 | FC Zürich | 20 | -7 | 25 | |
9 | FC Luzern | 20 | -3 | 21 | |
10 | Servette FC | 20 | -7 | 21 | |
11 | Grasshopper Club Zürich | 20 | -11 | 17 | |
12 | FC Winterthur | 19 | -29 | 10 |


