Der neue GC-Südkoreaner führt die Hoppers zum ersten Sieg
Zürich tanzt den Lee-nam Style

Gangnam Style heisst der südkoreanische Überhit aus dem Jahr 2012. In Zürich hat ein Landsmann von Rapper Psy einen neuen Stil eingeführt: den Lee-nam Style. Young-Jun Lee heisst er.
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Der Coach und sein neuer Star: Marco Schällibaum und Young-Jun Lee.
Foto: keystone-sda.ch
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Alain KunzReporter Fussball

Ganze zweiundvierzig Sekunden braucht Young-Jun Lee (21) aus der Millionenstadt Suwon, um sein erstes Hopper-Tor zu machen. Erster Ballkontakt im blauweissen Dress. Tor! Und hinterher auch sonst eine fabulöse Leistung.

Und der junge Mann, der bislang nur die K-League gekannt hat, die Liga Südkoreas, bejubelt den Treffer ausgelassen. Erst rennt er in die GC-Kurve, wie wenn er das schon Dutzende Male gemacht hätte. Dann zeigt er den Fans seine Ohren: Lauter, Jungs, lauter! Scheint er ihnen zu sagen. Und hinterher gibts ein cooles Tänzchen.

Gangnam Style hat die Welt erobert

Cooles Tänzchen? Südkorea? Da war doch was! 2012 erobert der Gangnam Style von Rapper Psy die Welt. Wird zum meistgelikten Youtube-Video aller Zeiten. K-Pop ist die Musikrichtung. Der Song aber ist Schrott. Der Tanz auch. Zweimal Schrott macht dann unter dem Strich … Kult.

Bei Lee sind weder sein Tänzchen noch sein Tor Schrott. Macht unter dem Strich nicht Kult oder K-Pop, sondern K-Rock’n-Roll!

Probleme mit der Arbeitsbewilligung

Und das, obwohl der junge Mann erst seit drei Wochen in der Schweiz lebt. Nicht immer einfach, sich so schnell zurechtzufinden in einer andersartigen Kultur. Und dann haperte es auch noch mit der Arbeitsbewilligung. Erst am Freitag traf sie ein. Schon am andern Tag trifft er. Und gibt seinem Coach Marco Schällibaum recht, gleich auf ihn gesetzt zu haben.

«Ich habe Lee nun drei Wochen im Training gesehen», so die GC-Ikone auf SRF. «Er hat eine unglaubliche Begabung. Für mich ist er ein Riesen-Fussballer. Und auch easy-going, ein ganz guter Typ. Durch seine Präsenz vorne sind die anderen besser geworden.» Und bei Blue sagt Schällibaum: «Lee ist ein besonderer Mensch, sehr offen. Er hat heute bewiesen, dass er vorne ein Turm ist und die Bälle halten kann. Er ist gut unterwegs. Er hat viel Englisch gelernt in diesen Wochen. Aber wir haben einen Dolmetscher, der immer dabei ist.»

100 Prozent «Made in South Korea»

Der Junge ist einhundert Prozent «Made in South Korea». Er hat 37 Spiele in der K-League 1 gemacht, dreizehn in der K-League 2 – und vier im koreanischen Cup. Vor allem aber 29 Spiele in den südkoreanischen Juniorenauswahlen. Von der U19 über die U20 bis zur U23. In der K-League hat er bloss zweimal getroffen. Im koreanischen Nationaldress aber 14 Mal. Das ist dann schon beeindruckender. Und wir dürfen uns jetzt schon auf weitere Tänzchen aus Südkorea freuen. Mehr Lee-nam Style!

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