Basel – YB 1:0: Frecher Kololli-Lupfer sichert langersehnten FCB-Sieg gegen YB(03:01)

«Bringt nichts, wenn ich an der Linie auf und ab hüpfe»
YB-Coach Wicky verteidigt sich nach Harmlos-Auftritt

Der sackschwache YB-Auftritt gegen den FCB (0:1) zeigt: Die Abgänge und Absenzen stellen Raphael Wicky (48) vor eine Herausforderung.
Publiziert: 28.01.2024 um 09:44 Uhr
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Aktualisiert: 28.01.2024 um 10:47 Uhr
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Er wolle an der Seitenlinie nicht auf und ab hüpfen, sagt YB-Coach Raphael Wicky.

Es läuft bereits die Schlussphase, als Raphael Wicky an der Seitenlinie mal wieder eines seiner seltenen Lebenszeichen gibt. Itten verfehlt den Ausgleich per Kopf um Millimeter, vom YB-Trainer gibts dafür aufmunternden Applaus.

Ansonsten nimmt es der Walliser meist regungslos zur Kenntnis, dass YB nach einer ordentlichen Startphase immer harmloser wird – und am Ende zum ersten Mal seit dreieinhalb Jahren gegen den FCB verliert. «Ich habe nicht das Gefühl, dass ich etwas bewirke, wenn ich an der Linie auf und ab hüpfe», verteidigt sich Wicky nach der Partie. «Ich versuche lieber, gezielt Anweisungen zu geben.»

Nur drei YB-Schüsse aufs gegnerische Tor

In der Pause greift der 48-Jährige ein erstes Mal korrigierend ein. Darian Males, in der letzten Saison noch Topskorer beim Gegner, bleibt in der Kabine. Für ihn kommt Joel Mvuka. Dass mit Jean-Pierre Nsame (Abgang zu Como) und Meschak Elia (Afrika-Cup) die beiden besten Berner Skorer fehlen, kann aber auch der norwegische Sturm-Neuzugang nicht vergessen machen. Wicky sagt: «Wir haben über 90 Minuten zu viele Fehlpässe drin, haben technisch zu unsauber gespielt.»

Wirklich gefährlich wird YB erst in der Schlussphase. Nach seiner verpassten Kopfballchance versucht es Itten per Schlenzer. FCB-Goalie Hitz fischt den Ball aber mit einer schönen Flugeinlage noch raus. Es ist der erst dritte und zugleich auch letzte YB-Abschluss aufs Basler Tor. Erst zum zweiten Mal überhaupt bleiben die Berner in dieser Saison ohne Erfolgserlebnis. Was sich wohl Topskorer Nsame gerade denkt?

St. Gallen kann aufschliessen

Doch nicht nur in der Offensive hat der YB-Trainer mit Abgängen und Absenzen zu kämpfen. Für den zu Marseille abgewanderten Ulisses Garcia muss hinten links Noah Persson ran. Ein adäquater Ersatz ist der talentierte Schwede aber noch nicht. Auf der anderen Seite kann Lewin Blum schon nach einer halben Stunde verletzungsbedingt nicht mehr weitermachen. Für ihn kommt der erst Mitte Woche vom Afrika-Cup zurückgekehrte Saidy Janko ins Spiel.

Beklagen will sich Wicky trotzdem nicht: «Es bringt nichts, über die Spieler zu reden, die weg sind. Wir haben neue talentierte Spieler bekommen. Es braucht aber ein wenig Zeit, diese zu integrieren.»

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Allzu viel Zeit sollten sich die Berner dafür aber nicht lassen. Am Sonntag kann Verfolger St. Gallen mit einem Heimsieg gegen Lugano bis auf zwei Punkte zum Meister aufschliessen.

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