Berner Njet zu Russland-Deals
Bravo, YB!

YB macht keine Deals mit russischen Klubs. Weil das Land des Kriegstreibers Putin (temporär) seine Daseinsberechtigung als Teil unserer Staatengemeinschaft verwirkt hat, ist das richtig so, meint Blick-Fussball-Reporter Alain Kunz.
Kommentieren
1/6
Moumi Ngalameu ist vorderhand der letzte YB-Akteur, der nach Russland wechseln durfte. Hier wird er im September 2022 bei Dinamo Moskau vorgestellt.
Foto: Instagram
RMS_Portrait_AUTOR_718.JPG
Alain KunzReporter Fussball

Nach der Millionenofferte für Meschack Elia kommuniziert YB in seltener Klarheit, dass Transfers nach Russland für YB-Spieler tabu seien. Dass man seinen Beitrag leisten wolle, die von der Schweiz übernommenen EU-Sanktionen mitzutragen.

Klare Kante also. Es ist eine Haltung, die bedingungslos begrüssenswert ist. Man wünschte sie sich für viele weitere Player in der Sportwelt, die sich darum foutieren, was die möglichen Folgen dieses Konflikts sind, sollte Kriegstreiber Putin als Sieger daraus hervorgehen.

Es sind Horrorvisionen, die wir uns lieber nicht ausmalen. Umso mehr ist eine strikte Sanktionierung eines Landes, dessen Regierung verantwortlich ist für den Tod von Hunderttausenden von Menschen – Soldaten, Kinder, Frauen, Männer – unabdingbar.

In solch einer Konstellation darf der Sport keine Insel sein. Lässt man russische Spieler die Weltbühne wieder betreten, ist das ein ungeheures Propagandamittel. Zum Glück sind Fifa und Uefa bisher standhaft geblieben. Aber eigentlich sollte es auch ein Transferverbot nach Russland für Spieler aus dem Uefa-Raum geben. Und eines für Russen ins zivilisierte Europa.

Russland hat, solange es diesen Krieg führt, seine Daseinsberechtigung als Teil unserer Staatengemeinschaft verwirkt. In jedem Bereich. Für die populistische Verharmlosung, Sport und Politik seien zu trennen, wie dies Sion-Präsident Christian Constantin macht, darf deshalb kein Platz sein. Ebenso wenig wie für Vergleiche mit längst vergangenen Kriegen der USA. Diese dürfen Historiker später gern mal anstellen.

Im Hier und Jetzt aber sollte nur Platz sein dürfen für Klubs, die so klar Position beziehen wie YB.

Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
38
28
75
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
38
25
70
3
FC Lugano
FC Lugano
38
17
67
4
FC Sion
FC Sion
38
23
63
5
FC Basel
FC Basel
38
-3
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
38
11
55
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
38
10
53
2
Servette FC
Servette FC
38
8
53
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
38
-14
42
4
FC Zürich
FC Zürich
38
-23
38
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
38
-26
33
6
FC Winterthur
FC Winterthur
38
-56
23
Relegation Play-Offs
Abstieg
Was sagst du dazu?
Alte Kommentare, neues System.
Da wir unser Kommentartool gewechselt haben, kannst du unter diesem Artikel nichts mehr posten. Bei allen neuen Storys kannst du aber wie gewohnt mitdiskutieren.
Meistgelesen