Nach der Millionenofferte für Meschack Elia kommuniziert YB in seltener Klarheit, dass Transfers nach Russland für YB-Spieler tabu seien. Dass man seinen Beitrag leisten wolle, die von der Schweiz übernommenen EU-Sanktionen mitzutragen.
Klare Kante also. Es ist eine Haltung, die bedingungslos begrüssenswert ist. Man wünschte sie sich für viele weitere Player in der Sportwelt, die sich darum foutieren, was die möglichen Folgen dieses Konflikts sind, sollte Kriegstreiber Putin als Sieger daraus hervorgehen.
Es sind Horrorvisionen, die wir uns lieber nicht ausmalen. Umso mehr ist eine strikte Sanktionierung eines Landes, dessen Regierung verantwortlich ist für den Tod von Hunderttausenden von Menschen – Soldaten, Kinder, Frauen, Männer – unabdingbar.
In solch einer Konstellation darf der Sport keine Insel sein. Lässt man russische Spieler die Weltbühne wieder betreten, ist das ein ungeheures Propagandamittel. Zum Glück sind Fifa und Uefa bisher standhaft geblieben. Aber eigentlich sollte es auch ein Transferverbot nach Russland für Spieler aus dem Uefa-Raum geben. Und eines für Russen ins zivilisierte Europa.
Russland hat, solange es diesen Krieg führt, seine Daseinsberechtigung als Teil unserer Staatengemeinschaft verwirkt. In jedem Bereich. Für die populistische Verharmlosung, Sport und Politik seien zu trennen, wie dies Sion-Präsident Christian Constantin macht, darf deshalb kein Platz sein. Ebenso wenig wie für Vergleiche mit längst vergangenen Kriegen der USA. Diese dürfen Historiker später gern mal anstellen.
Im Hier und Jetzt aber sollte nur Platz sein dürfen für Klubs, die so klar Position beziehen wie YB.
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