Basler Klubkasse randvoll
Was macht der FCB mit seinen Transfer-Millionen?

Durch Transfer und Weiterverkaufsbeteiligungen hat der FC Basel in diesem Sommer wieder zahlreiche Millionen eingenommen. Trotz der Champions-League-Verlockung ist Sportchef Daniel Stucki aber noch nicht «All in» gegangen. Immerhin ist ein Innenverteidiger im Anflug.
Kommentieren

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
Die Zusammenfassung von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast.
RMS_Portrait_AUTOR_933.JPG
Lucas WerderReporter Fussball

Einen Geldspeicher wie Dagobert Duck wird sich FCB-Boss David Degen in diesem Sommer nicht bauen lassen. Schliesslich platzt die Basler Klubkasse noch nicht aus allen Nähten. Randvoll ist sie aber schon. Durch den Wechsel von Eigengewächs Leon Avdullahu nach Hoffenheim hat der FCB in diesem Sommer über 7,5 Millionen Franken eingenommen. Dazu kommen mit Roméo Beney (Famalicão), Axel Kayombo (Sturm Graz), Jonathan Dubasin (Gijon) und Maurice Malone (Austria Wien) weitere Abgänge, die dem FCB etwa sieben weitere Millionen beschert haben.

1/7
Daniel Stucki hat den FCB in diesem Sommer gezielt verstärkt, ein Transfer-Knaller ist aber noch ausgeblieben.
Foto: Pius Koller

Noch einmal richtig Kohle – nämlich um die 13 Millionen – hat der FCB durch Weiterverkaufsbeteiligungen an Ex-Spielern wie Dan Ndoye (Nottingham), Thierno Barry (Everton) und Wouter Burger (Hoffenheim) eingestrichen. Sollten auch Renato Veiga oder Egon Zhegrova in den kommenden Tagen ihren Klub wechseln, winkt noch einmal ein hübsches Sümmchen.

Trotzdem verzichtete Daniel Stucki bislang darauf, so richtig tief ins Portemonnaie zu greifen. Mit den definitiven Übernahmen von Philip Otele und Metinho sowie den Verpflichtungen von Keigo Tsunemoto und Andrej Banancin wird der FCB-Sportchef in diesem Sommer bereits einen zweistelligen Millionenbetrag investiert haben. Der ganz grosse Knaller-Transfer ist aber noch ausgeblieben. Dabei wäre ein solcher im Hinblick auf die Playoffs zur Champions League durchaus eine Überlegung wert. Setzen sich die Basler im Duell gegen Kopenhagen oder Malmö durch, kassiert der Klub allein für die Teilnahme an der Ligaphase der Königsklasse fast 18 Millionen Franken Antrittsprämie.

Magnin sieht kein Grössen-Problem

Trotz des soliden Saisonstarts gibt es beim FCB noch Baustellen. Die wohl grösste davon in der Innenverteidigung. Vier Tore hat die beste Abwehr der vergangenen Saison in den ersten drei Partien kassiert, zwei davon nach einem Eckball. Obwohl die Basler mit Jonas Adjetey (1,88 m) und Nicolas Vouilloz (1,84 m) eines der kleinsten Innenverteidiger-Duos der Liga aufweisen, will Magnin nichts von einem Grössenproblem wissen. «Wir sind überzeugt von unserer Organisation bei defensiven Standards und müssen einfach besser in die Zweikämpfe gehen. Es ist kein Problem von zwei, drei oder fünf Zentimetern», ist der FCB-Coach überzeugt.

Möglich, dass Sportchef Stucki das etwas anders sieht. Mit Tomas Palacios (22) ist ein gross gewachsener Innenverteidiger im Anflug. Der 1,96-Meter-Hüne wechselte im vergangenen Sommer von Independiente Rivadavia zu Inter Mailand, konnte sich beim Champions-League-Finalisten aber nicht durchsetzen. Die zweite Saisonhälfte verbrachte Palacios leihweise bei Monza, wo er immerhin zu acht Einsätzen in der Serie A kam. Nun dürfte eine weitere Leihe folgen. Der FCB soll eine Kaufoption in Höhe von sechs Millionen Euro besitzen, heisst es in Italien.

Wohl nur halbwegs zufrieden mit der Verpflichtung von Palacios dürfte Xherdan Shaqiri (33) sein. Der Captain hatte vor Saisonstart erklärt, dass er sich gerade im Hinblick auf eine mögliche Champions-League-Teilnahme einen erfahrenen Abwehrchef wünschen würde. «Wir haben ein gutes Kader, aber in der Breite können wir etwas mehr Erfahrung gebrauchen», so Shaqiri. Mit seinen 22 Jahren und rund 50 Profi-Spielen wird Palacios die Wunschvorstellung seines Teamkollegen nicht restlos erfüllen können.

Neuzugang im Sturm?

Doch wo, wenn nicht in der Innenverteidigung, soll Stucki die eingenommenen Millionen investieren? Eine Möglichkeit wäre die Offensive. Die beiden Meister-Stürmer Albian Ajeti (28) und Kevin Carlos (24) haben in den ersten drei Saisonspielen zahlreiche Grosschancen liegen lassen. Der Expected-Goals-Wert von Ajeti steht bei 1,7, das Torekonto des Baslers zeigt aber noch immer eine Null an. Etwas besser sieht es bei Konkurrent Kevin Carlos aus, der nach seinem etwas glücklichen Treffer gegen YB seinen xG-Wert von 1,0 halten kann.

Klar bringen beide FCB-Mittelstürmer Qualitäten mit. Ajeti ist spielstark, Kevin Carlos hat Tempo und Physis. Doch reicht das, sollte sich der FCB für die grosse Königsklasse qualifizieren? Gerüchte um einen Zugang im Sturmzentrum gibt es keine. Und auch die Spekulationen um einen Abgang von Kevin Carlos sind zuletzt wieder deutlich abgeflacht. Stucki dürfte erst einen weiteren Angreifer verpflichten, wenn einer der beiden jetzigen Stürmer den Klub noch verlassen sollte. Gleiches gilt für die Flügel: Vom Duo Traoré/Otele ist man überzeugt, abgeben will man beide nicht. Doch kommt das ganz grosse Angebot, wird man dem Spieler keine Steine in den Weg legen – und mit voller Klubkasse nach Ersatz suchen.

Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Brack Super League 25/26 - Meisterrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
35
35
74
2
FC St. Gallen
FC St. Gallen
35
22
63
3
FC Lugano
FC Lugano
35
14
63
4
FC Sion
FC Sion
35
21
58
5
FC Basel
FC Basel
35
6
56
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
35
3
48
Champions League-Qualifikation
Conference League Qualifikation
Brack Super League 25/26 - Relegationsrunde
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Luzern
FC Luzern
35
6
46
2
Servette FC
Servette FC
35
4
46
3
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
35
-9
42
4
FC Zürich
FC Zürich
35
-21
35
5
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
35
-28
27
6
FC Winterthur
FC Winterthur
35
-53
20
Relegation Play-Offs
Abstieg
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Alte Kommentare, neues System.
Da wir unser Kommentartool gewechselt haben, kannst du unter diesem Artikel nichts mehr posten. Bei allen neuen Storys kannst du aber wie gewohnt mitdiskutieren.
Liebe Leserin, Lieber Leser
Der Kommentarbereich von Blick+-Artikeln ist unseren Nutzern mit Abo vorbehalten. Melde dich bitte an, falls du ein Abo hast. Noch kein Blick+-Abo? Finde unsere Angebote hier:
Hast du bereits ein Abo?
Meistgelesen