«Das war der schlimmste Tag meiner Karriere»
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Vogel zu Freis Entlassung:«Das war der schlimmste Tag meiner Karriere»

Vogel nach Frei-Entlassung
«Der schlimmste Tag in diesem Business für mich»

Sportchef und Interimscoach Heiko Vogel erklärt die Entlassung von Alex Frei. Klub-Boss David Degen schweigt weiterhin.
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Heiko Vogel stellt sich am Freitag den Fragen der Medienvertreter.
Foto: Stefan Bohrer
Michael Wegmann

Als neuer Sportvorstand wird Heiko Vogel Anfang Januar vorgestellt. Einer seiner Aufträge ist es auch, Trainer Alex Frei den Rücken freizuhalten, ihn zu entlasten. Am Freitag sitzt er nun selbst auf dessen Stuhl, nach Freis Entlassung am Montag übernimmt Vogel den Trainerposten ad Interim. 25 Jahre sei er schon in diesem Business, doch so einen schlimmen Tag wie diesen Montag, habe er noch nie erlebt, sagt der 47-jährige Deutsche.

Und: «Die Entlassung von Alex war ein megaschwieriger Entscheid. Ich schätze Alex als Menschen unglaublich.» Gefällt hat den Entscheid die technische Kommission des FCB: Klubboss David Degen, FCB-Legende Marco Streller und Vogel selbst.

Vogel denkt nicht, dass seine Freundschaft zu Frei unter der Entlassung leiden werde. Das darf zumindest stark bezweifelt werden.

Das Trio hat es Frei schlichtweg nicht mehr zugetraut, das Team aus dieser «Ergebniskrise» zu führen. Wie lange das Gespräch mit Frei gedauert habe, will Vogel nicht beantworten, er sagt nur: «Ich habe nicht auf die Uhr geschaut.» Und auf die Frage, warum nicht Assistenztrainer Martin Andermatt, sondern er interimistisch übernommen hat, meint er: «Weil wir das so entschieden haben.»

Vogel: «Haben über 50 Bewerbungen erhalten»

Der ehemalige FCB-Meistertrainer dementiert vehement, dass er Trainerambitionen hegt. «Wir wollen schnellstmöglich den neuen Trainer vorstellen», sagt er. Über 50 Trainer hätten sich bereits beworben, so Vogel weiter. Daraus schliesst er, «wie attraktiv dieser Job ist».

Übers Anforderungsprofil, welches Freis Nachfolger mitbringen soll, will er nichts verraten. Und auch auf die Saisonziele, Degen gab vor der Rückrunde Platz zwei aus, geht Vogel nicht ein. «Wir konzentrieren uns von Spiel zu Spiel.»

Und weil Klub-Boss Degen es auch nach der Entlassung von Klub-Legende Frei nicht für nötig hält, Auskunft zu geben, muss halt Sportdirektor Vogel hinhalten. Die Arbeit mit den Spielern auf dem Platz tue ihm gut, «das ist eine willkommene Abwechslung, um dem Trubel zu entfliehen».

Beim FCB dem Trubel entfliehen? Zurzeit wohl unmöglich.

Die Pressekonferenz zum Nachlesen im Ticker.

Super League: Pressekonferenz des FC Basel

Brack Super League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
FC Thun
FC Thun
22
22
49
2
FC Lugano
FC Lugano
22
11
40
3
FC St. Gallen
FC St. Gallen
21
14
38
4
FC Basel
FC Basel
22
8
36
5
FC Sion
FC Sion
22
6
33
6
BSC Young Boys
BSC Young Boys
22
-2
32
7
FC Lausanne-Sport
FC Lausanne-Sport
22
2
28
8
Servette FC
Servette FC
22
-5
25
9
FC Zürich
FC Zürich
22
-11
25
10
FC Luzern
FC Luzern
22
-3
23
11
Grasshopper Club Zürich
Grasshopper Club Zürich
22
-11
19
12
FC Winterthur
FC Winterthur
21
-31
13
Meisterschaftsrunde
Abstiegsrunde
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