Politische Gründe führen Nati in die Provinz
Darum findet Serbien-Knüller in einer Kleinstadt statt

Das heisse Duell zwischen Serbien und der Schweiz am Samstag findet nicht in der Hauptstadt Belgrad, sondern in der Provinz statt. Nur 8000 Zuschauer fasst das nigelnagelneue Stadion in Leskovac.
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Die Nati tritt am Samstag in der Kleinstadt Leskovac an.
Foto: AFP

Darum gehts

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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Das Marakana-Stadion in Belgrad mit seinen rund 50'000 Plätzen ist dank der heissblütigen Fans von Roter Stern berühmt-berüchtigt. Ebenso das Stadion von Stadtrivale Partizan, das 30'000 Zuschauer fasst. Doch die Nati reist am Freitag nicht in die serbische Hauptstadt, sondern nach Nis. Denn der Nations-League-Knüller gegen Serbien geht in Leskovac über die Bühne. Die Kleinstadt mit ihren gut 60'000 Einwohnern liegt im Süden Serbiens, nahe den Grenzen zum Kosovo, zu Nordmazedonien und zu Bulgarien.

Das top-moderne Dubocica-Stadion wurde 2023 eröffnet, hat aber nur 8000 Plätze. Ist das Duell gegen die Nati für die Serben zu wenig attraktiv? Nein. «Die Idee des serbischen Fussballverbands ist es, dass die Nationalmannschaft nicht nur in der Hauptstadt, sondern im ganzen Land spielt», sagt der Journalist Veljko Ivanovic von Sportal.rs. Das Stadion in Leksovac sei gebaut worden, um den Fussball auch in dieser Region noch populärer zu machen und eine bessere Infrastruktur zu schaffen.

Neue Stadien im ganzen Land

Auch in anderen Städten wie Loznica oder Zajecar wurden dank staatlicher Finanzhilfe ähnliche Stadion-Projekte realisiert. «Und bald erwarten wir in Belgrad den Bau eines Nationalstadions, das eine der modernsten Anlagen in Europa sein wird», so Ivanovic. Beim Spatenstich des etwas ausserhalb der Hauptstadt geplanten Projekts mit drei Themenparks und 10'000 Parkplätzen war am 1. Mai dieses Jahres auch Staatspräsident Aleksandar Vukic vor Ort. Das Ganze soll fast eine Milliarde Euro kosten.

Eine ähnliche Strategie fährt auch der SFV. Dieser ist darauf bedacht, dass bei der Vergabe der Länderspiele die verschiedenen Landesregionen zum Zug kommen. Nachdem die Nati im September Europameister Spanien in Genf empfangen hat, kommt nun am Dienstag gegen Dänemark St. Gallen zum Zug. Das Heimspiel gegen Serbien im November findet in Zürich statt. Regelmässig trägt die Nati auch Länderspiele in Luzern, Basel und Sion aus.

Serbische Fans stehen unter Beobachtung

Der serbische Verband teilte am Montag mit, dass für die Partie am Samstag verschiedene Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden. Die Tickets sind personalisiert, die Fans müssen sich ausweisen. Weiter wird darauf geachtet, dass auf Fan-Utensilien keine politischen Symbole oder Botschaften zu sehen sind. Die serbischen Fans stehen von der Uefa «unter Beobachtung», nachdem an der EM wegen mehrerer Fan-Vergehen ein Disziplinarverfahren eingeleitet worden war.

Serbien wird auch sein letztes Heimspiel der Nations League im November gegen Dänemark in Leksovac austragen, nachdem die Auftaktpartie gegen Spanien in Belgrad stattgefunden hat. Das Spiel gegen die Nati dürfte ausverkauft sein. Und wer die serbische Fan-Kultur kennt, weiss, dass auch 8000 Zuschauer das Stadion in einen Hexenkessel verwandeln können. Xhaka und Co. dürfen sich auf einen heissen Tanz gefasst machen.

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
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Mexiko
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Südafrika
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Südkorea
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Tschechien
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Kanada
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Bosnien und Herzegowina
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Brasilien
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Paraguay
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Australien
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Türkei
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Curacao
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Demokratische Republik Kongo
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