Nati-Gegner Nordirland
Die Best(en)-Zeiten sind vorbei

Nati-Gegner Nordirland hat die besten Zeiten hinter sich. Das Gros des Teams spielt in einer unteren englischen Liga, in Schottland oder der Heimat. Der Tod des berühmtesten nordirischen Fussballers jährt sich in diesem Jahr zum 20. Mal: George Best.
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George Best spielte in den Sechziger- und Siebzigerjahren für Manchester United.
Foto: imago/Colorsport

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Die Schweiz startet gegen Nordirland ins Länderspiel-Jahr 2025
  • George Best, Fussballlegende aus Belfast, prägt die Stadt bis heute
  • Bests Elternhaus ist nun ein Museum und ein Bed&Breakfast
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Eoin Toal, Paddy McNair oder Ross McCausland: So heissen die Gegenspieler von Remo Freuler, Breel Embolo und Co. am Freitag im Windsor Park in Belfast, wenn die Nati mit dem Testspiel gegen Nordirland ins Länderspiel-Jahr 2025 startet.

Einen Star im Team von Trainer Michael O'Neill sucht man vergeblich. Immerhin: In der Nations League stieg Nordirland zuletzt wieder in die Liga B auf. Und in der WM-Quali darf man sich in einer Gruppe mit Luxemburg, Slowakei und Deutschland oder Italien und dank des Gruppensieges in der Nations League zumindest Hoffnung auf die Teilnahme an den Playoffs machen.

Als Nordirland 2016 das einzige Mal an einer EM-Endrunde teilnahm (und immerhin den Achtelfinal erreichte), punktete das Team weniger auf dem Rasen als mit seinen Fans, die auch Minuten nach Niederlagen auf den Rängen und später in den französischen Innenstädten zu Tausenden feuchtfröhlich sangen und feierten, als gäbe es kein Morgen – und mit «Will Grigg's on Fire» für den EM-Fansong schlechthin sorgten.

George Best steht über allen

Vorbei sind aber die Zeiten, als auch nordirische Spieler international für Aufsehen sorgten. So wie die beiden legendären Torhüter Harry Gregg und Pat Jennings oder Norman Whiteside, der 1982 an der WM in Spanien mit 17 Jahren und 41 Tagen Pelé als jüngsten WM-Spieler aller Zeiten ablöste.

Über allen steht aber George Best. Der 2005 im Alter von 59 Jahren verstorbene ehemalige Flügelstürmer von Manchester United ist das berühmteste Kind der Hauptstadt des nördlichen Teils der irischen Insel, die Ende des letzten Jahrhunderts aufgrund des teils blutigen Konflikts zwischen Protestanten und Katholiken, der als «The Troubles» in die Geschichte einging, und aufgrund diverser Terroranschläge weltweit für Schlagzeilen sorgte.

Noch immer ist Best in der Stadt allgegenwärtig. Der City Airport ist nach Europas Fussballer des Jahres 1968 benannt. Diverse Murals an Hausmauern in Belfast huldigen dem Fussball-Genie, das von 1963 bis 1974 bei Manchester United spielte und zusammen mit Sir Bobby Charlton und Denis Law die «United Trinity» bildete, die nur wenige Jahre nach dem tragischen Flugzeugabsturz in München die «Red Devils» zu zwei Meistertiteln (1965 und 1967) und dem Europacup der Meister (1968) führte.

Aufgrund seines Aussehens und des extravaganten Lebensstils wurde Best oft als «der fünfte Beatle» bezeichnet. «Ich habe viel Geld für Alkohol, Frauen und schnelle Autos ausgegeben. Den Rest hab ich verprasst», ist das berühmteste Zitat von ihm, dem schon während seiner Karriere der Ruf eines Playboys nachhing. Seiner Beliebtheit tat dies keinen Abbruch – im Gegenteil. Bei seiner Beerdigung 2005 säumten Zehntausende von Menschen die Strassen von Belfast.

«George Best House»: Museum und Bed&Breakfast

Das Haus in einer unscheinbaren Strasse etwas ausserhalb des Stadtzentrums, in dem Best seine Jugend verbrachte, ist inzwischen ein Museum und ein Bed&Breakfast. Für gut 100 britische Pfund pro Nacht (115 Franken) kann man dort nächtigen, wo der kleine George – ein Fan der Wolverhampton Wanderers – Anfang der Fünfzigerjahre im kleinen Garten seine fussballerischen Skills entwickelte. Später flüchtete er gelegentlich durch die Hecke, als ihm vor dem Haus der Familie die Presse auflauerte.

Die Wände sind voll mit Familienfotos und Zitaten. Auf dem Esszimmertisch sind Kopien alter Schulhefte und Zeugnisse, einige Briefe, die Best an seine Familie aus dem fernen England schrieb, oder Zeitungen, die über den berühmtesten Sohn der Stadt berichteten. Nicht fehlen darf auch eine Flagge mit dem berühmten Ausspruch: «Maradona good – Pelé better – George Best.»

1958, als Nordirland an der WM in Schweden mit dem Viertelfinal-Einzug seinen grössten Erfolg der Geschichte feierte, war Best erst zwölf Jahre alt. 1982 verzichtete Trainer Billy Bingham auf eine Nomination des 36-Jährigen, der unter anderem aufgrund seines übermässigen Alkoholkonsums körperlich nicht mehr auf der Höhe war. So blieb Best eine WM-Teilnahme verwehrt, womit er der wohl beste Spieler der Fussballgeschichte ist, der nie an einer WM teilgenommen hat.

Noch näher dran an der Schweizer Nati

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Mexiko
Mexiko
0
0
0
2
Südafrika
Südafrika
0
0
0
3
Südkorea
Südkorea
0
0
0
4
Tschechien
Tschechien
0
0
0
Playoffs
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Kanada
Kanada
0
0
0
2
Bosnien und Herzegowina
Bosnien und Herzegowina
0
0
0
3
Katar
Katar
0
0
0
4
Schweiz
Schweiz
0
0
0
Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Brasilien
Brasilien
0
0
0
2
Marokko
Marokko
0
0
0
3
Haiti
Haiti
0
0
0
4
Schottland
Schottland
0
0
0
Playoffs
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
USA
USA
0
0
0
2
Paraguay
Paraguay
0
0
0
3
Australien
Australien
0
0
0
4
Türkei
Türkei
0
0
0
Playoffs
Gruppe E
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Deutschland
Deutschland
0
0
0
2
Curacao
Curacao
0
0
0
3
Elfenbeinküste
Elfenbeinküste
0
0
0
4
Ecuador
Ecuador
0
0
0
Playoffs
Gruppe F
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Niederlande
Niederlande
0
0
0
2
Japan
Japan
0
0
0
3
Schweden
Schweden
0
0
0
4
Tunesien
Tunesien
0
0
0
Playoffs
Gruppe G
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Belgien
Belgien
0
0
0
2
Ägypten
Ägypten
0
0
0
3
Iran
Iran
0
0
0
4
Neuseeland
Neuseeland
0
0
0
Playoffs
Gruppe H
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
0
0
0
2
Kap Verde
Kap Verde
0
0
0
3
Saudi Arabien
Saudi Arabien
0
0
0
4
Uruguay
Uruguay
0
0
0
Playoffs
Gruppe I
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
0
0
0
2
Senegal
Senegal
0
0
0
3
Irak
Irak
0
0
0
4
Norwegen
Norwegen
0
0
0
Playoffs
Gruppe J
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Argentinien
Argentinien
0
0
0
2
Algerien
Algerien
0
0
0
3
Österreich
Österreich
0
0
0
4
Jordanien
Jordanien
0
0
0
Playoffs
Gruppe K
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Portugal
Portugal
0
0
0
2
Demokratische Republik Kongo
Demokratische Republik Kongo
0
0
0
3
Usbekistan
Usbekistan
0
0
0
4
Kolumbien
Kolumbien
0
0
0
Playoffs
Gruppe L
Mannschaft
SP
TD
PT
1
England
England
0
0
0
2
Kroatien
Kroatien
0
0
0
3
Ghana
Ghana
0
0
0
4
Panama
Panama
0
0
0
Playoffs
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