«Bei ihm ist, anders als bei vielen, mehr Sein als Schein»
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Frei adelt Torschütze Sierro:«Bei ihm ist, anders als bei vielen, mehr Sein als Schein»

Er ist Yakins stiller Leader
Die grosse Nati-Chance für Vincent Sierro

Trotz begrenzter Einsatzzeit in der Nati ist Vincent Sierro bei Murat Yakin hoch im Kurs. Der 29-Jährige könnte sich als wichtige Option für das Schweizer Mittelfeld etablieren.
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Erstes Tor für die Schweiz, Startelfeinsatz und der beste Nati-Spieler auf dem Platz.
Foto: TOTO MARTI

Vor genau einem Jahr hat Vincent Sierro im Alter von 28 Jahren sein Debüt für die Schweizer Nati gegeben. Schnell war damals klar: Der ist eine echte Alternative fürs Mittelfeld. Internationale Erfahrung auf höchstem Niveau, hohe Spielintelligenz, Leaderqualitäten, technisch versiert, laufstark und standhaft in den Zweikämpfen. Überraschen tut das nicht, schliesslich ist er seit Sommer 2023 Captain, unangefochtener Stammspieler und Leistungsträger beim FC Toulouse in der höchsten französischen Liga. «Als Mensch ist er gar noch besser denn als Spieler», sagt sein Trainer Carles Martínez Novell über ihn.

Und dennoch: Seit seinem Debüt vor einem Jahr gegen Irland stand Sierro nie mehr in der Nati-Startelf von Murat Yakin, obwohl es kein Geheimnis ist, dass dieser sehr viel von ihm hält. Am Stammduo Granit Xhaka/Remo Freuler gab es einfach kein Vorbeikommen. Am Freitag fehlten beide – und prompt nutzte der Walliser seine Chance, war der beste Schweizer auf dem Platz beim Remis gegen die Nordiren und erzielte auch noch das einzige Tor für die Schweiz. Sein allererstes für die Nati. Blick-Note 5.

«Ich will Verantwortung übernehmen»

«Es ist immer gut, ein Tor zu schiessen. Schön, dass ich der Mannschaft helfen konnte», sagt Sierro nach dem Spiel. «Egal ob drei, 30 oder 90 Minuten – ich bin da und will alles geben.» Es ist diese Einstellung, die dem Nati-Spätzünder zusätzlich Wichtigkeit verleiht. Der 29-Jährige, der vier Sprachen perfekt spricht und einen Wirtschafts-Bachelor im Sack hat, ist einfach stolz, bei der Schweizer Nationalmannschaft dabei zu sein. Es ist sein Kindheitstraum, der sich spät erfüllt hat für den Walliser. Dafür trainiert er hart, bringt sich im Team ein und geht voran, wenn es nötig ist: «Ich will Verantwortung übernehmen – so mache ich es im Klub und es gibt keinen Grund, das in der Nati anders zu machen.» Er wolle seine Qualitäten einbringen. «Mit dem Ball, aber auch als Anführer.»

Für seine Verhältnisse schon fast eine Kampfansage. Obwohl niemand an seinem Platz im Schweizer Kader zweifelt, sagte Sierro vor zwei Wochen noch demütig zu Blick: «Ich hoffe, auf Yakins Liste zu stehen, das ist das Erste. Es ist immer eine Ehre und ich hoffe, bei beiden Spielen dabei sein zu können.» Mit seinen Leistungen im Klub dürfte Sierro durchaus höhere Ansprüche stellen auf mehr Einsatzzeit. Doch statt Murat Yakin Kopfschmerzen zu verursachen, macht er dem Nati-Coach lieber ein schlechtes Gewissen. Beim letzten Zusammenzug entschuldigte sich Yakin in Teneriffa gar bei seinem Edel-Reservisten für die kurzen Einsatzzeiten.

Startelf-Chancen gegen Luxemburg

Nach seiner Leistung gegen Nordirland und der frühzeitigen Abreise des kranken Remo Freuler ist es mehr als wahrscheinlich, dass Vincent Sierro auch am Dienstag in St. Gallen von Beginn an spielt – mit der 10 auf dem Rücken, die sonst Captain Granit Xhaka gehört. Und während sich die Gespräche in den letzten Wochen rund um das Nati-Mittelfeld hauptsächlich um den abwesenden Brügge-Profi Ardon Jashari drehten, könnte Sierro mit einer weiteren Leistung zeigen, dass man besser auch ihn auf dem Zettel haben sollte, wenn es um die kurzfristige Zukunft des Nati-Zentrums geht.

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WM 2026 Gruppe A
Mannschaft
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Südafrika
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Südkorea
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Tschechien
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Gruppe B
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Kanada
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Bosnien und Herzegowina
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Katar
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Brasilien
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Marokko
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Haiti
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Australien
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Türkei
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Deutschland
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Demokratische Republik Kongo
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