Ex-Profi-Schiri mit unfassbarer Beichte
Fehler als VAR absichtlich nicht korrigiert

Mike Dean ist ein erfahrener Profi-Schiedsrichter gewesen, pfiff in England fast 300 Spiele. Ein Jahr nach dem Karriereende spricht er in einem Podcast über eine Szene, die es in sich hatte.
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Christian Romero (l., Tottenham) und Marc Cucurella (r., Chelsea) gerieten letzte Saison aneinander. Ersterer zog Cucurella im Strafraum an den Haaren.
Foto: Getty Images

Wir schreiben den 14. August 2022. Im Premier-League-Spiel Chelsea gegen Tottenham (2:2) zieht Spurs-Verteidiger Christian Romero Chelseas Marc Cucurella beim Zwischenstand von 2:1 für Chelsea an den Haaren nach hinten. Im Strafraum – ein klarer Fall.

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Schiedsrichter Anthony Taylor siehts aber nicht – und wird von Video-Schiri Mike Dean auch nicht zum VAR-Bildschirm beordert. So bleibt die Szene folgenlos für Tottenham, statt Penalty und 3:1 für Chelsea heissts wenig später 2:2. 

«War ein schwieriges Spiel»

Schon damals sagte Video-Schiri Dean, die Entscheidung sei womöglich ein Fehler gewesen. Jetzt, ein Jahr später, holt er im Podcast «Up Front» mit Simon Jordan gnadenlos aus und erzählt, wie die Situation wirklich ablief.

«Es war so ein schwieriges Spiel für Anthony Taylor. Er hat bereits beide Trainer verwarnt und hatte sonst schon genug Probleme, da wollte ich ihm nicht noch mehr bereiten.» Probleme bereiten? Der VAR hat normalerweise zur Aufgabe, solche zu verhindern.

Dean: «In so einem Spiel kann sich der Schiedsrichter auf dem Platz schnell unter Druck fühlen, wenn er zum Bildschirm gerufen wird, und da es sowieso schon hektisch war, hätte er die Kontrolle verlieren können.»

Er wollte Taylor schützen

Schliesslich sei Taylor für ihn nicht nur ein Arbeitskollege, sondern auch ein Freund, deshalb wollte er ihn schützen. «Als Schiri auf dem Platz war ich wahrscheinlich fünf oder sechsmal selbst vor dem Bildschirm, bei mindestens zwei Szenen hätte ich bei meiner ursprünglichen Entscheidungen bleiben können.» Doch der VAR bringe nicht nur Positives mit sich. «Durch die Tatsache, dass eine Spielsituation vom Video-Assistenten anders gesehen wird, sucht und sucht man, bis man eine kleine Berührung findet.»

Dean, der von 2000 bis 2022 553 Spiele als aktiver Schiedsrichter in der Premier League leitete, war in der vergangenen Saison nur noch als Assistent tätig. Nach dem Vorfall an der Stamford Bridge kam er zwei Monate lang nicht mehr zum Einsatz. Zum Ende der letzten Saison hin hat er sein Arbeitsgerät zur Seite gelegt. Mittlerweile benutzt er die Trillerpfeife nur noch als Lehrer – er bildet seit seinem Karriereende 2022 Unparteiische aus. (par)

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Premier League 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Arsenal FC
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32
38
70
2
Manchester City
Manchester City
31
35
64
3
Manchester United
Manchester United
31
13
55
4
Aston Villa
Aston Villa
32
5
55
5
Liverpool FC
Liverpool FC
32
10
52
6
Chelsea FC
Chelsea FC
32
12
48
7
Brentford FC
Brentford FC
32
4
47
8
Everton FC
Everton FC
32
2
47
9
Brighton & Hove Albion
Brighton & Hove Albion
32
6
46
10
FC Sunderland
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32
-3
46
11
AFC Bournemouth
AFC Bournemouth
32
-1
45
12
FC Fulham
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32
-3
44
13
Crystal Palace
Crystal Palace
31
-1
42
14
Newcastle United
Newcastle United
32
-2
42
15
Leeds United
Leeds United
31
-11
33
16
Nottingham Forest
Nottingham Forest
32
-12
33
17
West Ham United
West Ham United
32
-17
32
18
Tottenham Hotspur
Tottenham Hotspur
32
-11
30
19
Burnley FC
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-30
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-34
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