Auch Xhaka-Mitspieler betroffen
Rassistische Online-Attacken in der Premier League

Am Wochenden mussten mehrere Premier-League-Spieler rassistische Äusserungen auf Social Media erfahren. Die Klubs verurteilen die Attacken aufs Schärfste, die Polizei kündigt Ermittlungen an.
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Romaine Mundle wurde Opfer von rassistischen Beleidigungen auf Social Media.
Foto: Getty Images

Darum gehts

  • Vier Fussballer in England rassistisch beleidigt, Ermittlungen laufen
  • Granit Xhaka reagiert entsetzt: «Warum passieren immer noch solche Sachen?»
  • Premier League verspricht harte Strafen, Chelsea-Star hat Zweifel an Täterverfolgung
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Cédric HeebRedaktor Sport

«Warum passieren immer noch solche Sachen?» Es ist die Reaktion von Nati- und Sunderland-Captain Granit Xhaka auf das Statement der Black Cats zum Rassismus-Eklat um Mitspieler Romaine Mundle (22).

Der Engländer wurde nach dem Spiel am Sonntag gegen Fulham auf Social Media rassistisch beleidigt. Bei Sunderland ist man entsetzt über die Vorkommnisse: «Das abscheuliche Verhalten mehrerer Personen ist inakzeptabel und wird vom Verein unter keinen Umständen toleriert.» Mundle hat sein Instagram-Profil unterdessen deaktiviert.

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Vier Fussballer rassistisch beleidigt

Leider ist dies aber nicht der einzige Fall von Rassismus vom vergangenen Wochenende. Total wurden drei Spieler aus der Premier League über Soziale Netzwerke beleidigt. Wolves-Stürmer Tolu Arokodare (25) wurde wegen eines verschossenen Penaltys gegen Crystal Palace (0:1) auf Instagram als Affe bezeichnet, wie das Tabellenschlusslicht der Premier League mittels Screenshots in einem Statement zeigt. «Rassismus hat keinen Platz – weder im Fussball, noch im Internet, noch irgendwo sonst in der Gesellschaft.»

Schon am Samstag meldeten Wesley Fofana (25) vom FC Chelsea und Hannibal Mejbri (23) vom FC Burnley rassistische Äusserungen im Internet gegen sie. Beide Klubs sprachen ihre Unterstützung für die Spieler aus und kündigten wie auch Sunderland und die Wolves an, «mit den zuständigen Behörden und Plattformen zusammenzuarbeiten, um die Täter zu identifizieren, und die strengstmöglichen Massnahmen zu ergreifen».

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Premier League verspricht «schwerwiegende Konsequenzen»

Die Polizei hat bereits Ermittlungen eingeleitet, wie Mark Roberts, Chef der britischen Fussballpolizei, in einem Statement erklärt: «Wir werden mit unserem engagierten Team von Beamten alles in unserer Macht Stehende tun, um die Täter zu identifizieren und vor Gericht zu bringen.» Wer das Gefühl habe, er könne «sich hinter seiner Tastatur verstecken», habe sich geirrt.

Auch die Premier League verurteilt das Geschehene aufs Schärfste und unterstützt die Vereine und Behörden in der Täterverfolgung: «Für jeden, der der Diskriminierung für schuldig befunden wird, hat dies schwerwiegende Konsequenzen.»

Chelsea-Verteidiger Fofana hat allerdings keine grosse Hoffnung, dass die Schuldigen zur Rechenschaft gezogen werden können. So schreibt der Franzose: «2026, es ist immer noch das Gleiche, nichts ändert sich. Diese Menschen werden nie bestraft. Man startet grosse Kampagnen gegen Rassismus, aber keiner unternimmt wirklich etwas.»

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Premier League 2026/27
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Arsenal FC
Arsenal FC
9
9
24
2
Manchester City
Manchester City
9
10
21
3
Brighton & Hove Albion
Brighton & Hove Albion
9
17
19
4
Chelsea FC
Chelsea FC
9
4
16
5
Liverpool FC
Liverpool FC
9
2
15
6
Brentford FC
Brentford FC
9
7
14
7
AFC Bournemouth
AFC Bournemouth
9
1
12
8
Tottenham Hotspur
Tottenham Hotspur
9
0
12
9
Aston Villa
Aston Villa
9
-3
12
10
Hull City
Hull City
9
1
11
11
Leeds United
Leeds United
9
1
11
12
Newcastle United
Newcastle United
8
-2
11
13
Ipswich Town
Ipswich Town
9
-4
11
14
Everton FC
Everton FC
8
-1
10
15
FC Fulham
FC Fulham
9
-2
9
16
Coventry City
Coventry City
9
-7
9
17
Manchester United
Manchester United
9
-5
7
18
Crystal Palace
Crystal Palace
9
-12
7
19
Nottingham Forest
Nottingham Forest
9
-6
6
20
FC Sunderland
FC Sunderland
9
-10
5
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