Fussballer trauert um Ehefrau (†29)
«Sie schaute mich an und fragte: ‹Werde ich gesund?›»

Die Ehefrau von Eduard Löwen hat den Kampf gegen den Krebs verloren. Noch vor wenigen Wochen sprach er darüber. Die beiden gingen offen mit Ilona Löwens Krankheit um.
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Eduard Löwen macht eine harte Zeit durch.
Foto: Sportfoto Zink / Wolfgang Zink

«Für mich ist es die schwierigste Zeit in meinem Leben, weil Gott mir buchstäblich so viele Dinge wegnimmt, die ich liebe», sagt Eduard Löwen (29) vor kurzem in einem Video-Interview mit seinem Klub St. Louis City. Damit meint der ehemalige Bundesliga-Profi die Krebserkrankung seiner Frau Ilona.

«Ich habe eine wunderbare Ehe, habe Erfolg in meiner Karriere», so Löwen weiter. «Und doch sitze ich hier und weiss nicht, was mit meiner Frau passiert.» 2024 hat Ilona Löwen die Diagnose Krebs bekommen, seither tapfer gegen die Krankheit gekämpft. Drei Wochen nach dem Interview ihres Mannes hat sie den Kampf verloren. Am Montag ist sie mit 29 Jahren gestorben.

Die Anteilnahme ist gross. Teamkollegen wie Ex-Nati-Keeper Roman Bürki (35), die Fans oder der Klub, sie alle trauern mit Löwen. Schon kurz nach der Diagnose war viel Unterstützung da. Dabei wollte er gar nie damit Aufmerksamkeit erregen. Öffentlich gemacht hat Löwen die Krankheit seiner Frau im Frühjahr 2024.

Aggressivste Krebsstufe

Im Jahr darauf hat das gläubige Ehepaar im christlichen Podcast «Deep Talk» seine Geschichte erzählt. Löwen spielte bei Nürnberg, als er seine Frau kennenlernte. Nach vier Monaten machte er ihr einen Heiratsantrag, zwei Monate später fand die Hochzeit statt. Schon im Kindesalter wurde bei Ilona Löwen ein gutartiger Hirntumor festgestellt. Die Ärzte versicherten ihren Eltern, er würde nicht wachsen. Doch es kam anders. Anfang 2024 litt sie unter dauerhaften Kopfschmerzen. Bei Untersuchungen wurde festgestellt: Der Tumor ist gewachsen und eine OP dringend nötig.

Diese lief gut, allerdings musste Ilona Löwen danach wieder laufen lernen und ihre Sehkraft auf dem rechten Auge war eingeschränkt. Der grössere Schock folgte mit dem Resultat der Gewebeprobe. «Hirntumor Stufe 4, die aggressivste Krebsstufe», erinnerte sie sich im Podcast. «Ich kann es nicht anders beschreiben als den völligen Zerbruch.» Auch für ihren Mann war es ein Schlag. «Ich wusste nicht, wohin mit mir. Stell dir vor, die Person, die du am meisten liebst, und sie schaut mich an und fragt: ‹Werde ich gesund?› Was soll ich da sagen?», so Eduard Löwen.

Nur wenige Monate nach der Operation war der Tumor bereits wieder gewachsen. Im vergangenen Jahr verschlechterte sich Ilona Löwens Zustand zusehends. Und nun musste sich Löwen für immer von einer Frau verabschieden.

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