Ex-PSG-Star verlor sein Bein
«Man behandelte mich wie ein Stück Fleisch»

Ex-PSG-Star Bruno Rodriguez musste nach seiner Karriere sein Bein amputieren und gibt der Fussballindustrie die Schuld.
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Nach seiner Karriere musste Bruno Rodriguez (hier im Trikot von PSG) sein Bein amputieren lassen.
Foto: AFP

Das Leben nach der Karriere kann für Fussballer zur Hürde werden. Für Bruno Rodriguez (50) wurde es zum Albtraum. Der Franzose, der 2005 seinen Rücktritt gegeben hatte, musste aufgrund langanhaltender und heftiger Knöchelschmerzen letztes Jahr sein rechtes Bein amputieren.

Für Rodriguez sind die Fussballvereine Schuld an der Amputation. So habe er trotz Schmerzen immer wieder gespielt und wurde von Ärzten fit gespritzt, statt eine Pause einzulegen.

Heftige Vorwürfe an die Vereine

«Wenn mir gesagt worden wäre, dass dies gefährlich für meine Gesundheit ist, hätte ich nicht gespielt. Aber ich bin kein Arzt. Ich war jung, also spielte ich durch den Schmerz. Ich hätte als Mensch behandelt werden sollen. Doch man behandelte mich wie ein Stück Fleisch», sagt Rodriguez im Interview mit der englischen «Times».

«Ich verstehe, dass viel auf dem Spiel steht. Aber ich finde es schrecklich, dass niemand ‹genug ist genug› gesagt und an mein Leben nach der Karriere gedacht hat», erzählt er weiter.

Geld sei den Vereinen wichtiger gewesen als seine Gesundheit: «Es ging immer nur darum, dass andere sich Geld in die eigene Tasche stecken können», behauptet der Stürmer. Konkrete Namen oder Vereine nennt Rodriguez aber nicht. Zu seiner Aktivzeit absolvierte er 234 Spiele in der Ligue 1 für PSG, Monaco, Bastia und Metz. Ausserdem stand er in Spanien bei Rayo Vallecano und in England bei Bradford City unter Vertrag.

«Ich habe jeden Tag gelitten»

Nach dem Rücktritt folgte eine lange Leidenszeit. «Ich war 33, als ich meine Karriere beendete. Und seitdem habe ich jeden Tag gelitten. Meine Frau kann das unterschreiben.»

Dank der Amputation lebt der Vater von zwei Kindern jetzt ein neues Leben. Nach der Reha habe er zum ersten Mal wieder ohne Schmerzen alleine stehen und gehen können. «Ich habe meiner Frau, meinen Kindern und Freunden ein Video geschickt, in dem ich zum ersten Mal gehe. Ich war so glücklich.»

Es ist das Happy End einer traurigen Geschichte, die mit ein wenig Einfühlungsvermögen wohl hätte verhindert werden können und die einmal mehr einen dunklen Schatten auf die Fussballwelt wirft. (bjl)

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19
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2
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18
25
42
3
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17
19
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4
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5
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8
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5
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18
4
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