Bei Shea Lacey liegen die Nerven blank: Der 18-Jährige schlägt beim FA-Cup-Spiel gegen Ligakonkurrent Brighton (1:2) nach einem Foulpfiff gegen ihn den Ball weg und sieht dafür zum zweiten Mal innert zwei Minuten die gelbe Karte. Die Szene in der 89. Minute ist das unrühmliche Ende einer Partie, nach der die Red Devils ihre Titelhoffnungen bereits in der dritten Runde begraben müssen.
Denn: ManUtd ist im heimischen Old Trafford gegen das Team von der englischen Südküste nach den Toren von Gruda (12.) und Wellbeck (64.) nur noch zum Kopfballtreffer von Sesko in der 85. Minute fähig. Damit scheitert es auch im zweiten englischen Cup-Wettbewerb sehr früh: Im EFL Cup hat es Ende August gegen Viertligist Grimsby Town eine Niederlage nach Elfmeterschiessen abgesetzt. Dass Manchester United in beiden nationalen Pokalwettbewerben bei der ersten Gelegenheit ausscheidet, war zuletzt in der Saison 1981/82 der Fall – vor über 40 Jahren also.
Trainerfrage noch immer offen
Es ist ein weiterer Tiefpunkt eines schwierigen Jahreswechsels bei United: Zwar liegt man in als Tabellensiebter nur knapp hinter den Champions-League-Rängen und ist damit deutlich besser klassiert als vor einem Jahr. Zuletzt gab es aus drei Partien gegen Wolverhampton, Leeds und Burnley – alles Teams aus den untersten Tabellenregionen – nur drei Unentschieden.
Vor einer Woche erfolgte zudem die Entlassung von Cheftrainer Ruben Amorim, die wohl nicht nur auf sportliche Gesichtspunkte, sondern auch auf Differenzen zwischen Trainer und Sportdirektion zurückzuführen ist. Für die Nachfolge werden gleich mehrere Klubikonen gehandelt. Es wirkt so, als würde sich kein externer Fussball-Fachmann die Stelle im Old Trafford antun wollen.
Neben dem Norweger Ole Gunnar Solskjaer von den britischen Medien auch Michael Carrick gehandelt. Der Engländer amtete bereits 2021 für drei Spiele als ManUtd-Interimstrainer und ist seit seiner Entlassung bei Zweitligist Middlesbrough im letzten Sommer ohne Verein.
Auch Darren Fletcher, der seit Amorims Freistellung an der Seitenlinie steht, gibt an, «bereit» zu sein, falls ihm die Klub-Verantwortlichen bis Ende Saison als Trainer behalten wollten. Wirklich Werbung in eigener Sache hat der eigentliche U18-Trainer mit dem Cup-Out gegen Brighton allerdings nicht gemacht.
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