«Wir sind nicht gut genug»
Das Heidenheim-Märchen droht zum Albtraum zu werden

Der 1. FC Heidenheim ist nach seinem märchenhaften Aufstieg in die Bundesliga endgültig in der Realität angekommen. Das Team droht, abzusteigen – und muss gleichzeitig auf europäischer Bühne antreten.
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Der 1. FC Heidenheim liegt in der Bundesliga auf einem Abstiegsplatz.
Foto: imago/Eibner

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Heidenheim vor Abstieg nach fünf Niederlagen in Folge
  • Trainer Frank Schmidt führte den Verein in 17 Jahren nach Europa
  • Zwölf Spieltage bleiben, um Absturz in Zweitklassigkeit zu vermeiden
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Pascal KeuschRedaktor Sport

Fünf Spiele, fünf Pleiten – das ist die bittere Bilanz der letzten Wochen für den 1. FC Heidenheim in der Bundesliga. Nach Monaten der Euphorie ist der Sensationsaufsteiger der letzten Saison jetzt von der knallharten Realität eingeholt worden. 

Der Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz beträgt nun bereits sieben Punkte. Für das Team von Club-Urgestein Frank Schmidt (51) stehen jetzt gleich reihenweise Schicksalsspiele an. Die Traumreise droht, in einem Albtraum zu enden.

Was war der Aufstieg des Kleinstadt-Clubs Heidenheim märchenhaft – nicht nur aufgrund der Dramaturgie des Aufstiegsspiels in die 1. Bundesliga: Der Heidenheimer Siegtreffer durch Tim Kleindienst war damals erst in der neunten Minute der Nachspielzeit gefallen. Es war aber auch die Krönung der Arbeit des langjährigen Trainers Schmidt. Dieser hatte die Mannschaft 2007 in der viertklassigen Oberliga übernommen und führte den Verein innert 17 Jahren bis nach Europa.

Kommt der Mutmacher zur rechten Zeit?

Bundesliga, Conference League – diese Saison hat es für die Heidenheimer so richtig in sich. Nach dem zweiten Spieltag stand das Team gar an der Spitze der Liga. Doch mittlerweile geistert die Abstiegsangst durch die Voith-Arena, dem Stadion des 1. FCH. Während man unter der Woche internationale Spiele gegen Teams wie Chelsea oder den FC St. Gallen bestreiten durfte, ging es in der Liga bergab. Nur eines der letzten 17 Bundesligaspiele konnte die Mannschaft gewinnen. In einem Interview mit «Blick» erklärte Schmidt noch im vergangenen Dezember, dass die Doppelbelastung vor allem mental eine grosse Herausforderung darstelle: «Wenn du dann in so eine Negativspirale reinkommst, macht es das noch einmal schwieriger, um da rauszukommen.» 

Nach dem Mutmacher-Sieg im Hinspiel der Conference League Playoffs gegen Kopenhagen (2:1) vergangene Woche folgte nun eine erneute Niederlage in der Liga gegen Mainz. Daraufhin kritisierte Coach Schmidt: «Insgesamt sind wir eben nicht gut genug, um Bundesligaspiele zu gewinnen. So ehrlich müssen wir sein.» Auch Torhüter und Club-Legende Kevin Müller reagierte selbstkritisch: «Nach vorne sind wir zu ungefährlich, hinten kriegen wir es auch nicht hin.»

Zwölf Spieltage bleiben, um den Absturz zurück in die Zweitklassigkeit zu vermeiden. Im Tabellenkeller liegt Heidenheim punktgleich mit dem Tabellen-17. Bochum auf dem Relegationsplatz. Der Letzte Holstein Kiel ist nur einen Zähler schlechter. Aber vorher wartet nochmals eine Prise Euphorie: Am Donnerstag empfängt man Kopenhagen zum Europacup-Rückspiel. Ein Weiterkommen wäre der nächste Coup von Schmidt & Co. Es wäre ein Mutmacher zum richtigen Zeitpunkt.

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Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
31
81
82
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
31
34
67
3
RB Leipzig
RB Leipzig
31
24
62
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
31
20
57
5
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
31
16
57
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
31
20
55
7
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
31
-2
43
8
SC Freiburg
SC Freiburg
31
-8
43
9
FC Augsburg
FC Augsburg
31
-16
37
10
FSV Mainz
FSV Mainz
31
-10
34
11
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
31
-14
32
12
Werder Bremen
Werder Bremen
31
-18
32
13
Union Berlin
Union Berlin
31
-20
32
14
1. FC Köln
1. FC Köln
31
-8
31
15
Hamburger SV
Hamburger SV
31
-16
31
16
FC St. Pauli
FC St. Pauli
31
-27
26
17
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
31
-25
25
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
31
-31
22
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