«Sollten schleunigst Erfolgserlebnis einfahren»
Schwarzer September für Fischer und Union

Fünf Spiele, fünf Niederlagen – für Urs Fischer und Union Berlin ist es noch kein goldener Herbst. Der Schweizer Trainer bleibt aber selbst nach dem Rückschlag gegen Aufsteiger Heidenheim gewohnt cool.
Kommentieren
1/6
Enttäuscht: Urs Fischer nach dem 0:1 am Samstag gegen Heidenheim.
Foto: keystone-sda.ch

Erst Aufstiegs-Coach, dann der Mann fürs internationale Geschäft und später sogar bester Trainer der Bundesliga-Saison: Urs Fischer (57) ist bei Union Berlin längst Everybody’s Darling.

Doch nun bläst ihm erstmals seit seinem Amtsantritt 2018 so etwas wie Gegenwind ins Gesicht. Die 0:1-Niederlage am Samstag bei Aufsteiger Heidenheim besiegelt den schwarzen September der Berliner. Alle fünf Pflichtspiele– viermal Bundesliga, einmal Champions League – hat Union im abgelaufenen Monat verloren.

Offensiv herrscht Flaute

Deswegen verfällt Fischer nicht gleich in Alarmismus. «Wir haben über 90 Minuten ein gutes Spiel gemacht. Ich habe vier oder fünf Grosschancen für uns gezählt, aber wir belohnen uns nicht, und dann sieht die Situation so aus, wie sie jetzt ist», resümiert er gewohnt nüchtern die Leistung gegen Heidenheim. Noch vor einer Woche hatte er nach dem 0:2 gegen Hoffenheim die eigenen Spieler wegen deren «Nicht-Leistung» kritisiert.

Tatsächlich ist die Offensive ein Sorgenkind, seit 332 Minuten wartet Union auf einen Treffer. Chelsea-Leihspieler Datro Fofana (20) sündigt gegen Heidenheim reihenweise. Und auch die Defensive – letzte Saison mit 38 Gegentoren das Prunkstück – wackelt etwas: In keiner der sechs Bundesliga-Partien spielte Union zu null.

Es warten Champions League und BVB

«Wir sollten schleunigst zusehen, wieder ein Erfolgserlebnis einzufahren. Wir haben nun zwei Tage Zeit, um uns auf die nächste Aufgabe zu konzentrieren», findet Fischer. Diese nächste Aufgabe steht am Dienstag in der Champions League gegen die Portugiesen von Sporting Braga auf dem Programm. In der Liga gehts am Samstag gegen Dortmund weiter.

Etwas Inspiration bekommt Fischer von Heidenheim-Trainer Frank Schmidt (49), der ihm eine Ausgabe seiner kürzlich erschienenen Biografie schenkt. «Vielleicht ist da ein Tipp drin», scherzt der Schweizer trocken. Titel des Buchs: «Unkaputtbar». Er würde trotz schwarzem September auch auf Union und Urs Fischer zutreffen. (cmü)

Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
27
72
70
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
27
30
61
3
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
27
20
53
4
RB Leipzig
RB Leipzig
27
18
50
5
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
27
15
50
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
27
16
46
7
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
27
-1
38
8
SC Freiburg
SC Freiburg
27
-5
37
9
Union Berlin
Union Berlin
27
-15
31
10
FC Augsburg
FC Augsburg
27
-17
31
11
FSV Mainz
FSV Mainz
27
-9
30
12
Hamburger SV
Hamburger SV
27
-9
30
13
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
27
-13
29
14
Werder Bremen
Werder Bremen
27
-17
28
15
1. FC Köln
1. FC Köln
27
-9
26
16
FC St. Pauli
FC St. Pauli
27
-20
24
17
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
27
-22
21
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
27
-34
15
Champions League
UEFA Europa League
Conference League Qualifikation
Relegation Play-Offs
Abstieg
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen