Neuer schaut bei Sommers missglücktem Auftritt zu
6:27
FC Bayern – Hoffenheim 1:1:Neuer schaut bei Sommers missglücktem Auftritt zu

Pulverfass Bayern
Geschockt von der eigenen Leistung

Die Krise der Bayern verschärft sich weiter. Das 1:1 gegen Hoffenheim genügt den eigenen Ansprüchen nicht annähernd. Kritik gibts von allen Seiten.
Kommentieren
1/13
Thomas Müller und die Bayern hadern mit der eigenen Leistung gegen Hoffenheim.
Foto: Getty Images
RMS_Portrait_AUTOR_261.JPG
Andrea CattaniTagesleiter Sport

Kurz nach dem Schlusspfiff brandet nochmals verhaltener Jubel durch die Münchner Allianz Arena. Grund ist der Totomat. Dieser verkündet das Remis des BVB in Stuttgart, wodurch Bayern mindestens eine weitere Woche alleine an der Tabellenspitze der Bundesliga steht.

Selber liefert die Mannschaft der Bayern momentan wenig Grund zur Freude. Auf die deutliche Pleite in der Champions League unter der Woche gegen ManCity lassen Yann Sommer und Co. am Samstag ein glanzloses 1:1 gegen Hoffenheim folgen. Beim deutschen Rekordmeister ist darum mittlerweile ordentlich Druck auf dem Kessel. Und einige Exponenten lassen jetzt richtig Dampf ab.

Alle Resultate, Spielpläne und Statistiken zum Fussball

In unserem Sport-Kalender gibts den vollen Fussball-Service: Alle Ergebnisse aus Europas Top-Ligen, Tabellenstände und weitere Statistiken.

In unserem Sport-Kalender gibts den vollen Fussball-Service: Alle Ergebnisse aus Europas Top-Ligen, Tabellenstände und weitere Statistiken.

«Auf jeden Fall ein grosser Rückschritt»

Bayern-Coach Thomas Tuchel (49) zieht nach dem Hoffenheim-Spiel ein vernichtendes Fazit über die Leistung des eigenen Teams. «Wir hatten zu wenig Tempo, zu wenig Tempowechsel, waren zu fehlerhaft», urteilt der Trainer, der in der Königsklasse noch «schockverliebt» war in seine Mannschaft. Diesmal aber sei man alles schuldig geblieben. Gegenüber «Bild» ergänzt Tuchel: «Wir müssen das erst mal verarbeiten, das ist auf jeden Fall ein grosser Rückschritt.»

Angesäuert ist nach dem Unentschieden zu Hause auch Bayern-Urgestein Thomas Müller (33). Dass man nun im Kampf um den Titel sogar auf die Schützenhilfe von Abstiegskandidat Stuttgart angewiesen sei, findet er «bedenklich». «Wir waren alle ein bisschen geschockt von unserer eigenen Performance.» Und er ergänzt: «Der Trainer muss sich, glaube ich, auch erstmal schütteln.»

Matthäus nimmt Bayern-Bosse in die Pflicht

Für den ehemaligen Bayern-Star und heutigen Sky-Experten Lothar Matthäus (62) kam der ungenügende Auftritt der Münchner mit Ansage. «Es sind ja nicht nur auf dem Platz die Ergebnisse und Leistungen nicht da. Wenn du im Umfeld Unruhe hast, überträgt sie sich automatisch auf den Platz.»

Die Mängel-Liste beim FCB wird in der Tat immer länger: das Kommunikations-Debakel bei der Entlassung von Julian Nagelsmann, die anschliessende Schlammschlacht in der Öffentlichkeit, der ausbleibende sportliche Erfolg in Liga, Pokal und Champions League und schliesslich der Faustschlag-Eklat zwischen Sadio Mané und Leroy Sané (letzterer musste gegen Hoffenheim mit sichtbar geschwollener Oberlippe antreten). Matthäus gerät deswegen regelrecht in Rage. «Das belastet auch die Mannschaft, die Psyche. Das sind alles so Kleinigkeiten, die zusammenkommen, und deshalb ist es eine unruhige Zeit an der Isar.»

Der nächste Bayern-Auftritt folgt am kommenden Mittwoch. Dann erwartet man Manchester City zum Viertelfinal-Rückspiel. Ob die Münchner dann ihre eigenen Fans trotz der 0:3-Hypothek aus dem Hinspiel jubeln lassen können? In der momentanen Verfassung ist das mehr als fraglich.

Kahn wütet auf Twitter

Bayern Münchens Legende und Vorstandsvorsitzender Oliver Kahn (53) hat am Sonntagmittag auf Twitter unter dem Hashtag «WeiterImmerWeiter» seiner Wut und Enttäuschung freien Lauf gelassen. «Wieder nur ein Punkt und der nächste Rückschlag für uns! Ergebnisse und Leistungen wie diese können nicht unser Anspruch sein. Trotzdem sind wir weiterhin Tabellenführer und wir werden diesen Platz mit aller Kraft verteidigen», schreibt der ehemalige Torwart. Im Hinblick auf das Viertelfinal-Rückspiel gegen Manchester City am Mittwoch glaubt der 53-Jährige fest an die Wende und sagt. «Es braucht die totale Überzeugung und den Glauben daran. Mit der Unterstützung der Fans ist alles machbar».

«Bayern bringt im Moment nicht die PS auf den Platz»
8:40
Babbel vor ManCity-Knaller:«Bayern bringt im Moment nicht die PS auf den Platz»
Externe Inhalte
Möchtest du diesen und weitere externe Beiträge (z.B. Instagram, X und anderen Plattformen) sehen? Wenn du zustimmst, können Cookies gesetzt und Daten an externe Anbieter übermittelt werden. Dies ermöglicht die Anzeige externer Inhalte sowie von personalisierter Werbung. Deine Entscheidung gilt für die gesamte App und ist jederzeit in den Einstellungen widerrufbar.
Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
33
82
86
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
33
34
70
3
RB Leipzig
RB Leipzig
33
22
65
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
33
22
61
5
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
33
17
61
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
33
21
58
7
SC Freiburg
SC Freiburg
33
-9
44
8
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
33
-4
43
9
FC Augsburg
FC Augsburg
33
-12
43
10
FSV Mainz
FSV Mainz
33
-11
37
11
Hamburger SV
Hamburger SV
33
-14
37
12
Union Berlin
Union Berlin
33
-18
36
13
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
33
-15
35
14
1. FC Köln
1. FC Köln
33
-10
32
15
Werder Bremen
Werder Bremen
33
-21
32
16
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
33
-26
26
17
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
33
-29
26
18
FC St. Pauli
FC St. Pauli
33
-29
26
Champions League
UEFA Europa League
Conference League Qualifikation
Relegation Play-Offs
Abstieg
Was sagst du dazu?
Meistgelesen