Nach zwei Spieltagen
Rekord! Ten Hag bei Leverkusen schon gefeuert

Gerade mal zwei Monate nach seiner Ankunft, ist Erik ten Hag seinen Job bei Bayer Leverkusen bereits wieder los.
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Muss Leverkusen bereits wieder verlassen: Erik ten Hag.
Foto: keystone-sda.ch

Das ging fix. Seit dem 1. Juli im Amt, wird Erik ten Hag am 1. September schon wieder entlassen. Nach gerade einmal drei Pflichtspielen trauen die Leverkusen-Bosse dem Holländer nicht mehr zu, den Umbruch in Leverkusen noch erfolgreich zu gestalten. Dies gibt der Klub am Montagmittag bekannt.

«Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen. Niemand hat sich diesen Schritt gewünscht», wird Sportchef Simon Rolfes in der Medienmitteilung zitiert: «Die vergangenen Wochen haben gezeigt, dass der Aufbau einer neuen und erfolgreichen Mannschaft in dieser Besetzung nicht zielführend gestaltet werden kann.» In Leverkusen sei man trotz Umbruch von der Qualität des Kaders überzeugt und wolle die nächsten Schritte der Entwicklung «in neuer Konstellation» machen.

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Mit der Trennung nach dem 2. Spieltag sorgt Leverkusen für ein Novum in der Bundesliga: Noch nie wurde ein vor der Saison neu verpflichteter Trainer dermassen schnell wieder entlassen. «Eine Trennung zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison ist schmerzhaft, aber sie war aus unserer Sicht notwendig», spricht Geschäftsführer Fernando Carro den unglücklichen Aspekt an. «Unser Anspruch ist es nach wie vor, die gesteckten Saisonziele zu erreichen – dafür braucht es die bestmöglichen Bedingungen auf allen Ebenen und im gesamten Lizenzbereich.»

Erklärung, die beim Ex-Trainer für kein Verständnis sorgen. «Die Entscheidung der Verantwortlichen von Bayer Leverkusen heute Morgen, mich zu beurlauben, kam völlig überraschend. Sich nach nur zwei Ligaspielen von einem Trainer zu trennen, ist beispiellos», wehrt sich Ten Hag in einem Statement. «In diesem Sommer verliessen viele Schlüsselspieler, die zu früheren Erfolgen beigetragen hatten, den Kader. Der Aufbau eines neuen, geschlossenen Teams ist ein sorgfältiger Prozess, der Zeit und Vertrauen erfordert. Ein neuer Trainer verdient den Freiraum, seine Vision umzusetzen, Massstäbe zu setzen, die Mannschaft zu formen und dem Spielstil seinen Stempel aufzudrücken.»

Wunschlösung war nicht verfügbar

Das Engagement von Ten Hag stand nie unter einem guten Stern. Die Ausgangslage war nach den zahlreichen Abgängen von Leistungsträgern ohnehin eine komplizierte. Und die Wunschlösung der Bayer-Bosse war er nie. Wochenlang hatten diese mit Serie-A-Klub Como und dessen Coach Cesc Fàbregas verhandelt. Weil dieser aber selbst Anteile am Serie-A-Klub besitzt, wollte er es sich mit der Klubführung in Como nicht verscherzen und ein Leverkusen-Wechsel zerschlug sich.

Erst als Leverkusen bei der Suche nach einem Nachfolger für Erfolgscoach Xabi Alonso die Zeit ausging, kam der Holländer zum Handkuss, genoss offenbar aber nie viel Kredit – und wird zur Rekord-Entlassung in der deutschen Bundesliga. Wer ten Hag beerbt, ist noch nicht klar. Vorerst leitet Assistent Rogier Meijer die Trainings.

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Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
29
78
76
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
30
30
64
3
RB Leipzig
RB Leipzig
30
22
59
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
29
22
56
5
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
30
15
54
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
30
19
52
7
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
30
-2
42
8
SC Freiburg
SC Freiburg
0:0
30
-5
41
9
FC Augsburg
FC Augsburg
30
-16
36
10
FSV Mainz
FSV Mainz
29
-9
33
11
Union Berlin
Union Berlin
30
-18
32
12
1. FC Köln
1. FC Köln
30
-7
31
13
Hamburger SV
Hamburger SV
30
-15
31
14
Werder Bremen
Werder Bremen
30
-18
31
15
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
29
-14
30
16
FC St. Pauli
FC St. Pauli
30
-25
26
17
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
30
-25
24
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
0:0
30
-32
20
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