«Ehrlich, was soll ich sagen?»
Krise bei Augsburg – und Nati-Star Rieder mittendrin

Nach dem 0:6-Debakel gegen Leipzig steht beim FC Augsburg alles auf der Kippe. Trainer Wagner gerät unter Druck, die Fans sind wütend und Schweizer Nationalspieler Fabian Rieder muss sich in der turbulenten Krise beweisen.
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Fabian Rieder (l.) im Duell gegen Leipzigs Seiwald beim 0:6-Debakel.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • FC Augsburg in Krise nach 0:6-Debakel gegen RB Leipzig
  • Fans unzufrieden mit Leistung
  • 20 Gegentore nach acht Spieltagen, schwächste Defensive der Liga
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Joël HahnRedaktor Sport

Der FC Augsburg steckt in der Krise. Nach dem 0:6-Debakel gegen RB Leipzig brennt beim Bundesligisten der Busch. Mit 20 Gegentoren nach acht Spieltagen stellt der FCA die schwächste Defensive der Liga. Trainer Sandro Wagner (37) spricht nach dem Spiel von «individuellen Fehlern». Doch intern rumort es deutlich.

Rieder im Mittelpunkt

Schweizer Nationalspieler Fabian Rieder (23) sollte beim FCA für Stabilität sorgen. Für über sechs Millionen Franken kam er vom Stade Rennes und unterschrieb einen Vertrag bis 2030. «Der FCA war meine Wunschlösung», hatte Rieder bei der Vertragsunterzeichnung gesagt. Doch nach dem Debakel gegen Leipzig muss auch er sich beweisen.

Unmittelbar nach dem Spiel stand er in der Mixed-Zone den Reportern Rede und Antwort. «Es war immer noch ein gutes und ehrliches Gespräch mit der Kurve», erklärte Rieder. «Ehrlich, was soll ich sagen? 0:6 zu verlieren, ist totaler Scheiss. Wir müssen auf die Fans hören, die zu Recht unzufrieden sind. Wir müssen auf dieses Scheiss-Ergebnis antworten.»

Rieder gehörte zu den Spielern, die direkt mit den Ultras kommunizierten, neben Kristijan Jakic (28), Jeffrey Gouweleeuw (34) und Robin Fellhauer (25). «Wir wollen auch nicht verlieren», betonte Rieder. «Es gibt nicht viel zu erklären. Wir bleiben unsere härtesten Kritiker. Es ist erst der achte Spieltag, wir haben noch unglaublich viele Spiele vor uns. Wir müssen auf dem Weg bleiben.»

Fan-Zoff und Rückendeckung für Wagner

Nach dem Leipzig-Debakel eskalierte der Austausch im Fanblock, doch Mittelfeldmann Fellhauer dämpfte die Stimmung: «Den Fans blutet das Herz. Sie haben uns das klargemacht. Ich bin froh, dass wir die Chance bekommen, ihnen etwas anderes zu zeigen, gegen Bochum im Pokal und gegen Dortmund nächste Woche.»

Hinter den Kulissen hält die Vereinsführung weiter zu Wagner. Sportdirektor Benjamin Weber (42) erklärte laut Bild-Informationen: «Wir sind überzeugt vom Weg und der Art des Trainers.»

Der FCA steht unter Druck. Die nächsten Partien gegen VfL Bochum (DFB-Pokal), Borussia Dortmund und VfB Stuttgart könnten für Wagner und sein Umfeld bereits entscheidend werden. TV-Experte Lothar Matthäus (64) mahnt: «Augsburg sollte realistische Ziele verfolgen.»

Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
32
81
83
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
32
33
67
3
RB Leipzig
RB Leipzig
32
21
62
4
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
32
23
58
5
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
32
20
58
6
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
32
16
58
7
SC Freiburg
SC Freiburg
32
-8
44
8
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
32
-3
43
9
FC Augsburg
FC Augsburg
32
-14
40
10
FSV Mainz
FSV Mainz
32
-9
37
11
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
32
-13
35
12
Hamburger SV
Hamburger SV
32
-15
34
13
Union Berlin
Union Berlin
32
-20
33
14
1. FC Köln
1. FC Köln
32
-8
32
15
Werder Bremen
Werder Bremen
32
-20
32
16
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
32
-25
26
17
FC St. Pauli
FC St. Pauli
32
-28
26
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
32
-31
23
Champions League
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