Auf diese Chance hat er gewartet
Urs Fischer ist heiss auf den BVB-Job

Nuri Sahin ist weg. Doch wer wird neuer BVB-Coach? Die Dortmunder Wunschvorstellung lautet: ein routinierter Trainer mit Bundesliga-Erfahrung – also einer wie Urs Fischer. Der Zürcher stünde bereit! Doch Topkandidat soll mittlerweile Niko Kovac sein.
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Steht Urs Fischer bald öfters vor der Gelben Wand?
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Urs Fischer könnte neuer Trainer bei Borussia Dortmund werden
  • Fischer wartet seit seiner Entlassung bei Union auf einen Champions-League-Klub
  • BVB hat als Zehnter hat sieben Punkte Rückstand auf die Champions-League-Qualifikation
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Alain KunzReporter Fussball

Seit seiner Entlassung bei Union Berlin im November 2023 ist der Name von Urs Fischer schon häufiger gefallen, wenn ein Klub einen neuen Trainer suchte. Bei Bochum war es so, auch bei Schalke. Und ebenfalls beim Hamburger SV. Selbst im Zusammenhang mit Gladbach wurde über den Zürcher diskutiert, obwohl dort Gerardo Seoane immer noch im Amt ist. Und natürlich bei YB, wo nun Giorgio Contini am Ruder ist.

Was all diese Klubs gemeinsam haben? Nun, der Mann, der Union Berlin in die Bundesliga und danach in die Champions League geführt hat, interessierte sich nicht wirklich für die dortigen Jobs. Der 58-jährige Fischer hat keine grosse Lust darauf, nochmals bei Null zu beginnen oder einen wenig aussichtsreichen Abstiegskampf zu bestreiten. Die Zeit für Experimente ist vorbei. Weshalb bei all diesen möglichen Destinationen schnell mal klar war: Der Fischer machts nicht.

Minimalziel CL-Quali

Anders nun im Fall von Borussia Dortmund: Gestandene Spieler, breites Kader, hohe Qualität, grosses Potenzial. Der BVB hat zum Beispiel Celtic Glasgow mit 7:1 zerlegt. Das war eine von gerade mal zwei Niederlagen des aktuellen YB-Gegners in der gesamten Saison. Aber es gab auch Gaga-Vorstellungen wie jene beim 2:4 bei Holstein Kiel.

Viel tiefer kann der BVB also kaum noch fallen. Da ist doch alles angerichtet, diese Negativspirale zu stoppen und das Minimalziel Champions-League-Qualifikation, also Platz vier, auf den der BVB als Zehnter derzeit sieben Punkte Rückstand hat, zu erreichen.

(Noch) keinen Kontakt

Bis vor der Sahin-Entlassung soll es keinen Kontakt zwischen einem der BVB-Bosse und Fischer gegeben haben. Was zeigt: Bis zuletzt glaubte man beim letztjährigen Champions-League-Finalisten an die Wende mit Nuri Sahin. Bis zum 1:2 am Dienstagabend in Bologna.

So dürfte sich auch das mit der Kontaktnahme nun ändern. Denn Blick weiss: Genau auf solch einen Klub hat Fischer gewartet. Um das Niveau zu wahren, auf dem er zuletzt bei Union Berlin war. Und dieses hiess Champions League. Trotz des miserablen Saisonstarts im Sommer und Herbst 2023, der mit dem Aus des langjährigen Erfolgstrainers bei den «Eisernen» endete.

«Ein strenger Vatertyp»

Stellt sich noch die Frage, ob Fischer der richtige Trainertyp ist für den BVB. Ob die Erfahrung von gerade mal einem Bundesliga-Klub als ausreichend taxiert wird. Glitzer und Glamour kriegt man von dem passionierten Hobby-Fischer nicht geliefert. Weshalb die «Bild» schon geurteilt hat: «Fischer ist ein Pragmatiker, der den Spielstil seinem Spielermaterial anpasst. Ein strenger Vatertyp, der Schlendrian hasst. Für Dortmund der Richtige? Für den Unterhaltungswert der Liga wäre der schweigsame Schweizer dagegen ein Desaster.» Das könnte man dann aber auch von Typen wie Ottmar Hitzfeld, Jupp Heynckes oder Carlo Ancelotti behaupten, um nur einige der Allergrössten zu nennen.

Grosse Konkurrenz

Fischer ist jedenfalls ready. Doch die Konkurrenz ist gross. Nachdem am Sonntag bei der «Bild» Fischer noch Kandidat Nummer eins war, ist es nun Niko Kovac (53). Der soll dem grossen Besiktas Istanbul einen Korb gegeben haben, um für den BVB frei zu sein. Mittlerweile soll der Ex-Bayern-Coach im Kandidatenranking an den bisher favorisierten Erik ten Hag (54, Ex Manchester United) und Fischer vorbeigezogen sein. Ebenso an den ebenfalls gehandelten Namen wie jenen von Weltmeister-Trainer Joachim Löw (64), Bo Svensson (45, zuletzt Union Berlin) oder Roger Schmidt (57, zuletzt Benfica Lissabon).

Sicher ist erstmal nur, dass beim Heimspiel gegen Werder Bremen am, Samstag U19-Coach Mike Tullberg (39) die Mannschaft betreuen wird.

Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
25
68
66
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
25
27
55
3
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
25
20
49
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
25
16
47
5
RB Leipzig
RB Leipzig
25
14
47
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
25
16
44
7
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
25
-1
35
8
SC Freiburg
SC Freiburg
25
-5
34
9
FC Augsburg
FC Augsburg
25
-12
31
10
Hamburger SV
Hamburger SV
25
-8
29
11
Union Berlin
Union Berlin
25
-12
28
12
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
25
-15
25
13
Werder Bremen
Werder Bremen
25
-16
25
14
1. FC Köln
1. FC Köln
25
-9
24
15
FSV Mainz
FSV Mainz
25
-12
24
16
FC St. Pauli
FC St. Pauli
25
-17
24
17
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
25
-21
20
18
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
25
-33
14
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