Als erste Bundesliga-Profis
Gladbach-Stars Zakaria und Co verzichten auf Lohn!

Die europäischen Fussball-Vereine leiden. Aufgrund der Corona-Pandemie stehen sie vor grossen finanziellen Schwierigkeiten. Bei Gladbach eilen die Spieler zur Hilfe.
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Mönchengladbach kämpft wegen den drohenden Verlusten um die Existenz.
Foto: imago images/Team 2

Aufgrund der Zwangspause in den europäischen Ligen kämpfen viele Fussball-Vereine um ihre Existenz. Obwohl man kaum noch Einnahmen hat, müssen die Löhne der Spieler und Mitarbeitern weiterhin bezahlt werden. Nicht alle Klubs können dies stemmen und sind zu drastischen Massnahmen gezwungen: Kurzarbeit wird eingeführt oder Spieler werden gar entlassen.

Gladbach-Spieler helfen mit

Horror-Szenarien, die bei Borussia Mönchengladbach verhindert werden sollen. Deshalb eilen die Profis zur Hilfe. Die Stars um die vier Gladbach-Schweizer Yann Sommer, Denis Zakaria, Nico Elvedi und Breel Embolo verzichten freiwillig auf ihren Lohn! Damit sind sie die ersten Bundesliga-Profis, welche diesen Schritt wagen und nehmen dadurch eine Vorbild-Funktion ein.

Sportchef Max Eberl ist tief beeindruckt von den Spielern. «Ich bin sehr stolz auf die Jungs. Die Mannschaft hat angeboten, auf ihr Gehalt zu verzichten, wenn sie dem Klub und damit auch den Mitarbeitern helfen kann», sagt Eberl. Er betont, dass sie nicht zu diesem Entscheid gedrängt wurden. Die Mannschaft habe sich selber zu diesem Schritt entschieden. Eberl: «Die Spieler wissen, was los ist. Es ist ihr Job, sie haben sich schon selber informiert und sich Gedanken gemacht.»

Es drohen grosse Verluste

Die Aufopferungsbereitschaft der Spieler inspiriert auch die Klubführung. Die Direktoren, Geschäftsführer und der Trainerstab haben sich den Spielern angeschlossen. Und das zeigt Wirkung: Dank dem Lohn-Verzicht dürfte der Verein gemäss der «Rheinischen Post» über eine Million Schweizer Franken einsparen.

Im Hinblick auf den Rest der Saison kann sich das als grosse Rettung erweisen. Denn wird die Saison mit Geisterspielen fortgesetzt, dürfte Gladbach pro Geisterspiel rund zwei Millionen Franken Verlust machen. Wird die Saison gar abgebrochen, vergrössern sich die Verluste aufgrund von fehlenden TV-Einnahmen um ein Vielfaches. «Ziel ist es, dass Borussia Mönchengladbach diese Coronakrise übersteht», sagt Geschäftsführer Stephan Schippers. Sommer und Co. sind bereit, alles zu geben, um dieses Ziel zu erreichen. (jk)

Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Bayern München
Bayern München
34
86
89
2
Borussia Dortmund
Borussia Dortmund
34
36
73
3
RB Leipzig
RB Leipzig
34
19
65
4
VfB Stuttgart
VfB Stuttgart
34
22
62
5
TSG Hoffenheim
TSG Hoffenheim
34
13
61
6
Bayer Leverkusen
Bayer Leverkusen
34
21
59
7
SC Freiburg
SC Freiburg
34
-6
47
8
Eintracht Frankfurt
Eintracht Frankfurt
34
-4
44
9
FC Augsburg
FC Augsburg
34
-16
43
10
FSV Mainz
FSV Mainz
34
-9
40
11
Union Berlin
Union Berlin
34
-14
39
12
Borussia Mönchengladbach
Borussia Mönchengladbach
34
-11
38
13
Hamburger SV
Hamburger SV
34
-14
38
14
1. FC Köln
1. FC Köln
34
-14
32
15
Werder Bremen
Werder Bremen
34
-23
32
16
VfL Wolfsburg
VfL Wolfsburg
34
-24
29
17
1. FC Heidenheim 1846
1. FC Heidenheim 1846
34
-31
26
18
FC St. Pauli
FC St. Pauli
34
-31
26
Champions League
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