Folgt die nächste Blamage?
Beim HSV geht wieder die Frühlingsangst um

Lange sieht der Hamburger SV wie der sichere Aufsteiger in der 2. Bundesliga aus. Doch seit der Frühling da ist, verfällt der HSV wieder in alte Muster. Hoffnung macht dem Klub ausgerechnet die Konkurrenz.
Kommentieren
1/5
Der HSV verliert mit 1:2 gegen Karlsruhe.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Hamburg droht erneut Aufstiegsdrama nach Heimpleite gegen Karlsruhe
  • Frühlingsfluch: HSV verspielt regelmässig Aufstiegschancen in Schlussphase der Saison
  • Zehn Klubs können sich noch im Aufstiegsrennen Hoffnungen machen
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
Pascal_Keusch_Praktikant Sport_Blick_1-Bearbeitet.jpg
Pascal KeuschRedaktor Sport

Frühling und Fussball – in Hamburg bedeutet das seit einigen Jahren: Drama pur.

Jahrelang schleppte sich der HSV, der einst zu Europas Spitze gehörte und 1983 den Vorgänger-Wettbewerb der Champions League gewonnen hatte, durch die 1. Bundesliga. Mehrmals entkam man dem Abstieg in extremis durch mirakulöse Entfesselungen in den Frühlingsmonaten.

Seit 2018 ist der HSV aber zweitklassig. Geblieben sind die Frühjahrskapriolen des Klubs – nur diesmal in die andere Richtung. Die Hamburger verspielen Mal für Mal die sicher geglaubte Rückkehr ins Oberhaus. Auch die Saison 2024/2025 scheint da keine Ausnahme zu sein. Spätestens seit dem vergangenen Wochenende geht in Hamburg wieder die Frühlingsangst um.

Nach der 1:2-Heimpleite gegen Karlsruhe beträgt der Abstand des HSV auf den Relegationsplatz nur noch drei Punkte. Noch beunruhigender ist aber die aktuelle Resultatkrise bei den Rothosen. Von 15 möglichen Zählern holte die Mannschaft mit den Schweizer Verteidigern Miro Muheim (27) und Silvan Hefti (27) lediglich fünf Punkte und kassierte zudem die ersten beiden Heimniederlagen der laufenden Saison. 

Jedes Saisonende wie ein Trauma

Flattern bei den Hanseaten tatsächlich schon wieder die Nerven? Gleich viermal klassierte sich der Traditionsverein in den letzten Jahren auf dem undankbaren vierten Platz – einen Rang hinter der Relegation. Zweimal sicherten sie sich zwar den Barrageplatz, verloren dann aber jeweils gegen den Bundesligavertreter.

Auf die Spitze trieb es das Schicksal mit dem HSV am letzten Spieltag der Saison 2022/2023: 12’000 HSV-Fans stürmten nach einem Sieg in Sandhausen nach dem Schlusspfiff den Rasen, um den vermeintlich sicheren Aufstieg zu feiern. Der Stadionsprecher hatte fälschlicherweise verkündet, dass das Parallelspiel des Konkurrenten Heidenheim bereits beendet sei.

In Wirklichkeit lief die Partie noch – und Heidenheim glich in der 93. Minute seine Partie aus, drehte das Spiel sogar komplett und schickte den HSV damit doch noch in die Relegation, in der er gegen Stuttgart chancenlos blieb.

Will denn niemand aufsteigen?

Hoffnung machen dem einstigen Bundesliga-Dino in diesem Jahr aber ausgerechnet die direkten Konkurrenten. Denn auch die anderen Teams straucheln im Aufstiegsrennen.

Von den obersten sieben Klubs in der Tabelle der 2. Bundesliga konnte am vergangenen Spieltag nur Kaiserslautern drei Punkte einfahren. Auch Tabellenführer Köln mit Ex-Sion-Captain Joël Schmied (26) verpasste aufgrund einer 0:1-Pleite gegen Hannover die Chance, sich abzusetzen. So ergibt sich die verrückte Konstellation, dass drei Spieltage vor Schluss sogar Nürnberg auf Platz 10 noch Chancen auf einen Aufstieg hat. 

Beim HSV versucht man derweil, den Frühlingsfluch mit Durchhalteparolen zu vertreiben. Stürmer Davie Selke (30) meinte nach dem Spiel gegen den KSC schlicht: «Wir sind enttäuscht. Es liegt trotzdem noch in unserer Hand. Das sollte uns ermutigen. Ich bin absolut davon überzeugt, dass wir es dieses Jahr schaffen.»

Ob der Spielplan den Hamburgern hilft? In den letzten drei Spielen trifft der HSV noch auf Darmstadt, Ulm und Greuther Fürth – alles Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte.

Noch näher dran an deinem Klub

Nutze das Feature «Follow My Team» für Fussball- und Eishockey-Fans. Folge deinem Lieblingsverein ganz egal ob Super League oder National League – oder etwa auch bei den Nationalteams und in den internationalen Top-Ligen. So erhältst du personalisierte Inhalte, jedes Spiel live aufs Handy und verpasst keine Story mehr. Jetzt followen!

Nutze das Feature «Follow My Team» für Fussball- und Eishockey-Fans. Folge deinem Lieblingsverein ganz egal ob Super League oder National League – oder etwa auch bei den Nationalteams und in den internationalen Top-Ligen. So erhältst du personalisierte Inhalte, jedes Spiel live aufs Handy und verpasst keine Story mehr. Jetzt followen!

2. Bundesliga 25/26
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schalke 04
Schalke 04
25
14
50
2
SV Darmstadt 98
SV Darmstadt 98
26
19
49
3
SV 07 Elversberg
SV 07 Elversberg
26
16
48
4
SC Paderborn 07
SC Paderborn 07
26
13
48
5
Hannover 96
Hannover 96
25
11
45
6
Hertha BSC
Hertha BSC
25
6
40
7
1. FC Kaiserslautern
1. FC Kaiserslautern
25
4
37
8
Karlsruher SC
Karlsruher SC
25
-7
34
9
1. FC Nürnberg
1. FC Nürnberg
26
-3
33
10
VfL Bochum
VfL Bochum
25
3
32
11
Fortuna Düsseldorf
Fortuna Düsseldorf
26
-11
31
12
Eintracht Braunschweig
Eintracht Braunschweig
26
-14
29
13
SpVgg Greuther Fürth
SpVgg Greuther Fürth
26
-17
29
14
Arminia Bielefeld
Arminia Bielefeld
26
2
28
15
SG Dynamo Dresden
SG Dynamo Dresden
25
-6
26
16
SC Preußen 06 Münster
SC Preußen 06 Münster
25
-8
26
17
Holstein Kiel
Holstein Kiel
26
-9
25
18
1. FC Magdeburg
1. FC Magdeburg
26
-13
24
Aufstieg
Aufstiegsspiele
Relegation Play-Offs
Abstieg
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen