Zu den GC-Vorwürfen
Jetzt ist dann mal gut mit alter Schule

Dass die Vorwürfe gegen Erich Vogel und Heinz Spross untersucht würden, sei korrekt, schreibt Blick-Sportchef Emanuel Gisi. Klar ist jetzt schon: Was einst drinlag, ist 2026 nicht mehr angebracht.
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Männerreich Frauenfussball: Recherchen bringen heikles Verhalten von GC-Funktionären ans Licht.
Foto: Claudio Thoma/freshfocus
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Emanuel GisiSportchef

Es war ein Sonntagmorgen im letzten Jahr, als Erich Vogel im Radio Auskunft über das Sexualleben seiner Spielerinnen gab. Auf die Frage von Moderator Roger Schawinski, wie viele Lesben denn bei den GC-Frauen spielten, antwortete der langjährige Funktionär: «Bei uns ist es halb-halb im Moment.» Alles im kollegialen Plauderton, als wäre es das Selbstverständlichste der Welt.

Das ist nicht illegal, nicht kriminell, natürlich nicht. Es ist ganz einfach nicht angemessen. 

Die Vorwürfe, die Blick nun öffentlich macht, bewegen sich ebenfalls nicht ausserhalb des Rechts. Sie zeichnen aber das Bild von zwei alten, weissen Männern, Erich Vogel (87) und Heinz Spross (78), die im Umfeld der GC-Frauen eine Kultur pflegen sollen, als sei die Zeit irgendwann vor Jahrzehnten stehen geblieben. Und die offenbar nicht gemerkt haben: Was einst drinlag, ist 2026 nicht mehr angebracht.

Dass der Klub nun eine externe Untersuchung in Auftrag gibt, ist zu begrüssen. Was daraus folgt, wird sich zeigen müssen. Falls die Zeit bis dahin nicht wieder stehen bleibt.

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