Darum gehts
- Ex-Fussballer Mario Basler (57) kritisiert Frauenfussball im Podcast und erntet Kritik
- HSV kontert mit Video einer Grätsche der 17-jährigen Lotta Wrede
- Lia Wälti: «Energie an solche Aussagen zu verlieren, ist unnötig»
Er wollte mit pointierten Aussagen punkten, manövrierte sich aber ordentlich ins Abseits: Der ehemalige Bundesliga-Profi und 30-fache deutsche Nationalspieler Mario Basler (57) ist im Podcast «Mario Basler – Letzter Typ» über den Frauenfussball hergezogen. Dafür bekommt der dreifache Bundesliga-Meister jetzt ordentlich Kritik.
Äusserungen wie «Fussball ist kein Frauensport» oder auch Baslers Meinung, Spiele von Frauen-Teams hätten «nichts mit Fussball zu tun», bleiben nicht unkommentiert.
Schon im Podcast wird Mario Basler von Moderatorin Katharina Reckers regelrecht zusammengestaucht. «Vielleicht wär es der richtige Moment, auch mal die Fresse zu halten», raunt die Podcasterin dem Ex-Spieler irgendwann aufgrund seiner Aussagen ins Gesicht.
«Energie an so etwas zu verlieren, ist unnötig»
Reckers ist nicht die Einzige, die wenig mit den saloppen Aussagen ihres Gesprächspartners anfangen kann. So reagiert beispielsweise der Hamburger Sportverein umgehend auf Baslers Äusserung, dass man beim Frauenfussball auch nie eine Grätsche sehen würde. Der Klub postet auf Social Media daraufhin ein Video der erst 17-jährigen HSV-Spielerin Lotta Wrede. Darin zu sehen: eine astreine Grätsche des Teenagers, gefolgt von mehreren sehenswerten Dribblings.
Blick befragt im Rahmen des Zusammenzugs der Frauen-Nati in Lausanne auch Captain Lia Wälti (32) zu Baslers Äusserungen. Die Schweizer Führungsspielerin aber hat für den ehemaligen Bremen-, Bayern- und Kaiserslautern-Spieler nur ein müdes Lächeln übrig. «Ich habe es gar nicht mitbekommen. Und es interessiert mich auch nicht. Es gibt immer negative Stimmen, bei allem, was man macht. Aber Energie an so etwas zu verlieren, ist unnötig.»
Wälti wolle sich, wohl auch mit den Erinnerungen an die eindrückliche Heim-EM 2025 im Kopf, auf die positiven Stimmen fokussieren. «Es gibt genügend Leute, die uns mittlerweile unterstützen. Wir haben sehr viele Fans und Herzen dazugewonnen, das ist das, was für mich im Vordergrund steht.»
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