«Werde dafür verurteilt, was ich bin»
Nati-Star Xhemaili rechnet nach Hassnachrichten wegen Herkunft ab

Wie viele andere Fussballerinnen und Fussballer der Schweizer Nationalmannschaft besitzt Riola Xhemaili einen Migrationshintergrund. Dafür kriegt sie seit Jahren Hass zu spüren. Jetzt wehrt sie sich.
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Riola Xhemaili rechnet in einem Instagram-Post mit Hassnachrichten ab.
Foto: TOTO MARTI
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Lino DieterleRedaktor Online Sport

«Mein Herz spricht», schreibt Nati-Spielerin Riola Xhemaili in einem emotionalen Post auf ihrem Instagram-Kanal. «Ich werde seit mehreren Jahren dafür verurteilt, was ich bin und was ich tue.»

Auslöser für den Post sind grässliche Hassnachrichten, weil Xhemaili in einem Interview sagte, sie sei aus der Schweiz. «Schweizer Nationalität. Ich lache mich tot. Vielleicht schweizerischen Pass» ist nur eines von vielen geschmacklosen Beispielen.

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«Ich habe davor noch nie in der Öffentlichkeit geredet, wenn aber meine Familie Woche für Woche beleidigt wird, ich bedroht werde, geht das zu weit. Und das nur, weil ich klarmache, woher ich komme und wo ich aufgewachsen bin.» Die Nati-Spielerin führt aus, wie dankbar sie sei, dass sie in der Schweiz aufwachsen und die Sprache von klein auf lernen konnte. «Ich spiele für die Schweiz, um das zu zeigen und um die Unterstützung, die ich jeden Tag gekriegt habe, zurückgeben zu können.»

«Meine Wurzeln kommen aus dem Kosovo»

Xhemaili findet es unfair, dass ihre Eltern angefeindet werden, weil sie ihr ihre Herkunft nicht erklärt haben sollen. «Sie haben immer versucht, mir zu erklären, wofür ich dankbar sein sollte und dazu noch zu zeigen, dass ich nie vergessen darf, woher meine Wurzeln kommen.» Sie fliege zweimal im Jahr in den Kosovo, investiere in das Land, sodass sie ein Zuhause habe, das ihr immer wieder Besuche erlaube.

Ihre Entscheidung für die Schweiz zu spielen, sei nie eine Entscheidung gegen irgendetwas gewesen, so Xhemaili, die sich für die aktuelle Saison von Stammklub Wolfsburg nach Eindhoven verliehen liess, um Spielpraxis für die Heim-EM 2025 zu sammeln.

Ihr Statement schliesst sie mit einem Appell: «Wir sollten alle die gleichen Werte teilen und keinen unnötigen Hass verbreiten gegenüber Menschen, die wir nicht kennen.»

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Norwegen
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Finnland
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Island
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Italien
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Belgien
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Portugal
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Mannschaft
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Schweden
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Deutschland
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Frankreich
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England
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