EM-Ohrfeige und geheimnisvolle Verletzung bei Nati-Star Piubel
«Es war ein Schlag ins Gesicht»

Seraina Piubel ist zurück im Kreis der Nati. Sie verpasste die EM, weil sie den letzten Cut nicht geschafft hatte. Und zuletzt hatte sie bei West Ham nur wenig Spielzeit, weswegen sie vom Aufgebot von Rafel Navarro überrascht wurde.
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Seraina Piubel kehrte wieder in den Kreis der Nati zurück.
Foto: TOTO MARTI

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Seraina Piubel kämpft nach EM-Aus und mysteriöser Verletzung um Comeback
  • Trotz Club-Schwierigkeiten nominierte Nati-Trainer Navarro sie für das Team
  • Vertrag bei West Ham bis 2027, 25 Länderspiele und ein WM-Tor
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Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

Die Nati schrieb an er Heim-EM ihr eigenes Sommermärchen. Volle Stadien, Fanmärsche mit über 20'000 Menschen, Dramatik pur und ein sportliches Happy End mit der erstmaligen Qualifikation für einen EM-Viertelfinal. Doch was das Karriere-Highlight für viele war, war für andere einer der bittersten Momente ihres Fussballerlebens.

So auch für Seraina Piubel (25), die den letzten Kaderschnitt nicht schaffte und von Pia Sundhage nicht für das Turnier nominiert wurde. «Es war wie ein Schlag ins Gesicht», sagt die Aargauerin im Rückblick. Zwar fieberte sie mit ihren Teamkolleginnen während des Turniers mit und konnte sich mit ihnen freuen, «aber es war eine schwierige Zeit». Die Zeit zu Hause bei ihrer Familie in der Schweiz half ihr, das Ganze sacken zu lassen und auch zu akzeptieren. «Am Ende ist es doch nur Fussball.»

Mysteriöse Verletzung

Seit der EM sind acht Monate vergangen. Auch bei ihrem Klub West Ham hat Piubel keine einfachen Monate hinter sich. Eine «mysteriöse Verletzung», wie sie sagt, setzte sie im Spätherbst mehrere Wochen ausser Gefecht. «Ich hatte keine Kraft mehr in den Waden. Ich konnte nicht mehr normal rennen und gehen.» Weder ein MRI noch neurologische Tests brachten eine klare Diagnose. «Irgendwann kam die Energie einfach wieder zurück», so Piubel.

Seit Anfang Jahr fühlt sie sich wieder bei 100 Prozent, was die Schnelligkeit und die Explosivität angeht, zu mehr als einigen Kurzeinsätzen kam sie seither aber nicht. «Ich renne den Problemen aber nicht davon. Ich will mich bei West Ham durchsetzen», sagt sie bestimmt. Ihr Vertrag läuft noch bis Juni 2027.

In London, wo sie zusammen mit ihrem Freund lebt, fühlt sie sich wohl, zumal sie auch Freunde und vor allem ihre Eltern oft besuchen. Zu oft? Piubel lacht. «Nein, nein. Gerade richtig, weil sie jeweils auch nicht zu lange bleiben.»

Überrascht über das Aufgebot

Aufgrund ihrer Situation im Klub war Piubel überrascht, dass sie Nati-Trainer Rafel Navarro (40) für diesen Zusammenzug nominierte. Per Email, das jede Spielerin vor einem Aufgebot kriegt. «Seraina bringt Energie rein und ist auf vielen Position einsetzbar», begründet der Spanier die Nomination Piubels. «Ich bin natürlich überglücklich», so die 25-fache Natispielerin.

Die Konkurrenz in der Offensive ist gross, trotz der Ausfälle von Alayah Pilgrim (22) und Smilla Vallotto (21), die derzeit aufgrund von Verletzungen fehlen. Piubel ist einfach froh, dass sie wieder im Kreis ihrer «Mädels» ist. Das Ziel ist klar: «Wir wollen an die WM», sagt Piubel, die bereits 2023 in Neuseeland dabei war und im Startspiel gegen die Philippinen zum 2:0 getroffen hatte. «Ich vielleicht noch ein bisschen mehr, weil ich ja die EM verpasst habe.»

Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Norwegen
Norwegen
3
3
9
2
Schweiz
Schweiz
3
1
4
3
Finnland
Finnland
3
0
4
4
Island
Island
3
-4
0
Playoffs
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
3
11
9
2
Italien
Italien
3
-1
4
3
Belgien
Belgien
3
-4
3
4
Portugal
Portugal
3
-6
1
Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweden
Schweden
3
7
9
2
Deutschland
Deutschland
3
0
6
3
Polen
Polen
3
-4
3
4
Dänemark
Dänemark
3
-3
0
Playoffs
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
3
7
9
2
England
England
3
8
6
3
Niederlande
Niederlande
3
-4
3
4
Wales
Wales
3
-11
0
Playoffs
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