Altach-Skandal bewegt auch die Frauen-Nati
«Man kriegt Gänsehaut in negativem Sinn»

Der Skandal beim österreichischen Klub Altach, wo ein Funktionär heimlich Spielerinnen in der Dusche gefilmt haben soll, ist auch beim Nati-Zusammenzug in Lausanne ein Thema. Wichtig sei, die Leute für solche Themen zu sensibilisieren, sagt Co-Trainerin Julia Simic.
Kommentieren
1/5
Die neue Assistenztrainerin der Nati, Julia Simic.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Ex-Schiedsrichter filmte Spielerinnen heimlich in Dusche, Urteil jetzt bekannt
  • Betroffene Eleni Rittmann sprach öffentlich über den Skandal
  • Skandal wurde im Herbst 2025 öffentlich
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
RMS_Portrait_AUTOR_1052.JPG
Christian FinkbeinerStv. Fussballchef

«Schockierend. Ein No-Go», sagt Nadine Riesen (25), als Blick sie auf den Fall anspricht, der in den letzten Tagen für Schlagzeilen sorgte. Das Urteil gegen den ehemaligen Schweizer Spitzenschiedsrichter und Altach-Funktionär, der heimlich Spielerinnen in der Dusche gefilmt haben soll, ist bekanntgeworden, worauf sich mit der Schweizerin Eleni Rittmann auch eine Betroffene öffentlich geäussert hat. Riesen hat zwar in ihrer Karriere «Gott sei Dank» nie persönlich etwas Negatives in ähnlicher Form erlebt, die Frankfurt-Verteidigerin fühlt aber mit den Betroffenen mit. «Ich hoffe, dass ihnen geholfen wird.»

Die neue Co-Trainerin Julia Simic (36) hat übergriffiges Verhalten am eigenen Leib erfahren, als sie gegen Ende ihrer Spielerkarriere bei der AC Milan spielte. Sie hatte unliebsame Erfahrungen mit einem Stalker gemacht, der sie auch nach Mailand verfolgte. «Man bekommt Gänsehaut in negativem Sinn, wenn man solche Geschichten hört», so die Deutsche, die seit diesem Jahr Assistenztrainerin von Rafel Navarro und in Lausanne erstmals im Kreis der Nati dabei ist.

«Manchmal fehlt der Mut»

Gerade im Nachwuchsbereich sei es wichtig, dass junge Athleten und deren Umfeld für solche Themen sensibilisiert werden, so Simic. «Wir haben als Trainer eine gewisse Schutzfunktion für junge Menschen.» Oft werden heikle oder schwierige Themen aber auch unter den Spielerinnen totgeschwiegen, wofür Noemi Ivelj (19) ein gewisses Verständnis hat. «Manchmal fehlt der Mut. Oder man hat Angst, etwas anzusprechen, weil man sich vor möglichen Konsequenzen fürchtet», so die Nati-Mittelfeldspielerin.

Auch Rittmann war geraten worden zu schweigen, als der Skandal im letzten Herbst öffentlich und ein Verfahren eingeleitet wurde. «Wichtig ist, dass man in Gesprächen mit jungen Spielerinnen darauf aufmerksam macht, seine Erfahrungen weitergibt und sie berät. Sie müssen wissen, dass es einen Raum gibt, wo sie sich sicher und frei fühlen können», so Simic. Alle Fälle könne man damit zwar nicht verhindern. «Aber wir müssen alles dafür tun, dass sie so selten wie möglich passieren.»

Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
Gruppe A
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Norwegen
Norwegen
3
3
9
2
Schweiz
Schweiz
3
1
4
3
Finnland
Finnland
3
0
4
4
Island
Island
3
-4
0
Playoffs
Gruppe B
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Spanien
Spanien
3
11
9
2
Italien
Italien
3
-1
4
3
Belgien
Belgien
3
-4
3
4
Portugal
Portugal
3
-6
1
Playoffs
Gruppe C
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Schweden
Schweden
3
7
9
2
Deutschland
Deutschland
3
0
6
3
Polen
Polen
3
-4
3
4
Dänemark
Dänemark
3
-3
0
Playoffs
Gruppe D
Mannschaft
SP
TD
PT
1
Frankreich
Frankreich
3
7
9
2
England
England
3
8
6
3
Niederlande
Niederlande
3
-4
3
4
Wales
Wales
3
-11
0
Playoffs
In diesem Artikel erwähnt
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen